Polen 2017

Baltikum 2017  1.Fortsetzung

Posen

Camping Malta GPS N 52°-24’-12 E 16°-59’-04

Dienstag 25.Juli 2017

 

Heute geht es weiter nach Posen.

Wir wählten die Autobahn bei dem starken Regen und sehr schlechter Sicht.

In Posen haben wir den sehr schönen Campingplatz am Maltasee gefunden und warteten jetzt auf schöneres Wetter.

Mittwoch 26.Juli 2017

Heute hatte der Wettergott ein Einsehen und sorgte für einen schönen Tag. Vom Platz bis zur Haltestelle der Schmalspurbahn, angetrieben von einer Dampflok, war es ein kurzer Fußmarsch durch den Wald.

Weiter ging es dann mit dem Bus. Als erstes besuchten wir die Dominsel. Der Posener Dom, die Erzbischhöfliche St.-Peter-und-Paul Kathedrale ist die Bischofskirche des Erzbistums Posen und ein bedeutendes Baudenkmal.

Auch die anderen Kirchen waren sehenswert. Besichtigung macht hungrig und wir entdeckten ein kleines Garten- Kaffee.

Weiter ging es dann Richtung Altstadt, dort sieht man Geschichte pur. Zuerst sahen wir das Rathaus- es zählt zu den architektonischen Perlen des 16. Jahrhundert.

Im Inneren befindet sich die sog. Große Halle mit einem reich geschmückten Renaissance Gewölbe. Heutzutage befindet sich dort das Stadtmuseum.

Täglich um 12 Uhr erscheinen auf dem Rathausturm zwei blecherne Ziegenböcke, die12 Mal gegeneinander stoßen.

 

Dazu gibt es natürlich eine Legende.

Als das Rathaus nach einem großen Brand wieder aufgebaut wurde,beschloss man, am Turm eine Turmuhr anzubringen. Dieses Ereigniss sollte mit einem rauschenden Festmahl gefeiert werden, zu den wichtige Persönlichkeiten geladen wurden.Das Hauptgericht sollte ein Rehbraten sein, den der kleine küchenjunge Pietreck zubereiten sollte. in dieser Zeit passierte auf dem Markt jedoch so viel interessante Dinge, dass der Küchenjunge beschloss, den Braten für einen Moment sich selbst zu überlassen, um einige Attraktionen zu erhaschen. Leider fiel der Braten ins Feuer und verkohlte. Der erschrockene Junge rannte auf nahe Wiese, wo die Tiere der Einwohner weideten, packte sich zwei Ziegenböcke und zerrte diese mit Gewalt in die Rathausküche. Die Ziegenböcke, die ihr nahes Ende fühlten, rissen sich von dem Jungen los und flohen auf den Rathausturm. Dort begannen sich sich vor den Augen der versammelten Menge mit den Hörnern zu stoßen. Der Anblick der kämpfenden Ziegen amüsierte den Bürgermeister und alle Gäste so sehr, dass sie dem Küchenjunge seine Schuld vergaben und den Uhrmacher beauftragten, einen speziellen Mechanismus zu bauen, die jeden Tag die aus Metall gebildeten Ziegenböcke in der Uhr in Bewegung setzen würde. Seit jener Zeit erscheint täglich genau um die Mittagszeit zwei aneinander stoßende Ziegenböcke.

Am Rathaus schloss sich der große Marktplatz an, eingerahmt von bunten Giebelhäusern mit charakteristischen Laubengängen wo einst das kaufmännische

Leben regierte. Auf manchen Häusern kann man noch immer alte Handelszeichen der Krämer finden.

Im Schloss der Familie Gòrka – ein prachtvolles Renaissance Gebäude befindet sich heute ein Museum.

St.Stanislaus Pfarrkirche – eine monumentale Barockkirche. Im Inneren befindet sich u.a. eine berühmte Orgel aus dem 19.Jh. Die Orgel setzt sich aus über 2600 Pfeifen zusammen.

Nur um einige Sehenswürdigkeiten zu nennen.


Warschau

Stellplatz N 52°-11’-30 E 20°-58’-48 Ein Parkplatz von einem Aotohaus.

Donnerstag 27.Juli 2017

Der Himmel hatte mal wieder seine Schleusen geöffnet und auch diesmal nahmen wir lieber wieder die Autobahn.

Nachdem wir unseren Stellplatz gefunden haben, gingen wir sofort los um einen ersten Eindruck von Warschau zu bekommen.

Mit dem Bus fuhren wir bis zum Bahnhof. wir waren überrascht, die modernen Hochhäuser mit Glasfassaden fügten sich harmonisch mit den alten historischen Bauten ins Bild.

Der Kultur- und Wissenschaftspalast ist ein touristischer Höhepunkt. Im 30 Stockwerk in 144 Meter Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform. Nocheinmal einen Rundgang durch den schön angelegten Park mit vielen Bänken und dann ging es zurück zum Womo.

Freitag 28.Juli 2017

Die Bushaltestelle kannten wir ja schon und nun nahmen wir die Linie, welche und direkt bis zur Altstadt brachte. Von hier waren es wenige Schritte bis zum Schloßplatz. Hier wartete eine Bimmelbahn, so eine Bahn lieben wir und haben schon in vielen Städten auf unseren Reisen schöne Rundfahrten damit gemacht.

So auch heute, die Bahn fuhr weitläufig um die Altstadt herum und wir sahen einige Sehenswürdigkeiten weiche wir zu Fuß nicht erkundet hätten.

Anschließend begannen wir unsere Erkundigungen vom Schloßplatz aus.

Dieser liegt direkt vor der Vorderseite vom Königsschloß, zentral steht hier die 22 Meter hohe Sigismundsäule. Die Altstadt ist als ältestes Stadtteil das historische Zentrum von Warschau. Diese wurde im zweiten Weltkrieg zu etwa 90% zerstört, jedoch danach nach alten Plänen und Bildern wieder so aufgebaut, dass man nicht bemerkt, dass hier die meisten Gebäude restauriert wurden. So fühlte man in eine frühere Zeit 13. Jh. zurückversetzt und konnten die besondere Atmosphäre in den Gassen erleben.

Im Mittelpunkt der Altstadt liegt der wunderschöne Marktplatz mit seinen vielen Restaurant, umgeben von vier Häuser Seiten und diese tragen noch heute die Namen der früheren Bewohner. Die Restaurant laden förmlich zu einer Pause ein und das Treiben auf dem Platz zu beobachten. Maler und kleine Kunstgewerbe Stände mit ihrer Ware und Musiker halten sich in der Mitte des Platzes auf. Zwischendurch überquert auch mal eine Pferdekutsche mit Touristen den Platz.

Gut gestärkt konnten wir unser nächstes Ziel ansteuern. Mit dem Bus fuhren wir zum Jüdischen Zentrum. Auf einen geführten Rundgang von 3 Stunden haben wir dann aber verzichtet und nur am Denkmal der Ghettohelden innegehalten.

Nach den vielen Eindrücken fuhren wir wieder zum Womo und kaum angekommen ging das Unwetter los, Gewitter, Regen und Hagel, Glück gehabt.


Kruszyniany

Stellplatz am Friedhof N 53°-10’-37,7 E 023°-48’-59,7

Samstag 29.Juli 2017

Ein Dorf der Tartaren. Dort haben wir ein altes Anwesen einer Tartaren Familie besucht, es sollte uns ein Gefühl aus der vergangenen Zeit vermitteln. Alles sehr liebevoll restauriert und dekoriert. Auch ein sehr gemütliches Restaurant war auch auf diesem Anwesen.

Fährt man weiter durch das Dort kommt man einer Moschee aus Holz, diese wurde natürlich auch besichtigt, leider wurde der Vortrag in polnisch gehalten. Auf der anderen Strassenseite hat dann der Komerz zugeschlagen unter dem Motto: Der Argotoutismus bietet ihnen eine einzigartige Atmosphäre des Polnischen Orient.

Das heißt, ein rustikales Ausflugrestaurat mit großem Angebot und auf dem Gelände viel Touristen Trubel. Auch wir haben und hier bei Kaffee und Kuchen gestärkt.

Anschließend haben wir noch die Geschichte des Dorfes erkundet. Die Tartaren kamen auf dem damaligen sogenannten Tartarenweg nach Kruszyniany und auch in anderen Dörfern der Umgebung. Kruszyniany ist einer der ältesten Orte des Islams in Polen und kann an die ersten Tartaren die hier voor 300 Jahren lebten erinnern.

Jetzt leben nur noch wenige Tartaren hier, aber der Ort hat wegen seiner funktionierenden Moschee und dem Friedhof eine sehr wichtige Bedeutung. Es ist nicht nur die Verbindung mit der Regilion sondern auch mit der Symbolik der Geschichte. Es gibt noch einige weitere Tartaren Orte in naher Umgebung und dank des Tourismus kommt hier der Aufschwung.

Es war ein spannender Tag und die Zeit verging im Flug. Unser nächstes Ziel war zu weit, also beschlossen wir hier am Waldrand mit Blick auf den Friedhof zu übernachten.


Wigry

Campingplatz N 54°-4’-10 E 23°-5’-3

Sonntag 30.Juli 2017

Der Tag begann mit Sonnenschein und wir hatten bis Wigry 178 km vorwiegend Landstrasse. Die Aussicht auf Landstrasse zu fahren hat seinen Schrecken verloren, denn diese sind heute gut ausgebaut.Die Strasse führte uns duch Wälder an Wiesen und Felder vorbei, häufig schnurgeraade mit weitem Blick auf dem Horizont.

Wir fuhren durch einige hübsche kleine Dörfer, in den Vorgärten leuchtete eine bunte Blumenpracht im Sonnenschein. Sonntags sind in den kleinen Orten die Läden geöffnet und wir parkten vor der Kirche. Die Messe war aus und der Pastor kam heraus und segnete die Autos auf dem Parkplatz. Weiter ging es mit dieser ruhigen Fahrt, Geschwindigkeitsbegrenzung und schöne Musik, dass past zusammen.

Wigry ist ein See Gebiet im Nordosten Polens. Wir fanden den kleinen, feinen Campingplatz, sehr ruhig und es gibt ein offenes Restaurant mit einfachen, leckeren Speisen. Nur wenige Schritte entfernt ist eine große Klosteranlage. Bei der Standortwahl ihrer Klöster sagte man den Mönchen schon immer ein gutes Händchen nach. In dieser herrlichen Landschaft mitten im Wigry Nationalpark mit über Seen, liegt auf einer Erhöhung das Kloster der Kamaldulenser.Der Katholische Eremiten-Orden gründete hier 1694 eins von insgesamt 12 Klöster in Polen. Auf einer Halbinsel, vom Wigry See umschlossen bietet einen traumhaften Blick auf die Landschaft. Die Burg förmige Anlage, im barocken Stil wurde im barocken Stil wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach beschädigt und im zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört. Nach dem Wiederaufbau sind in dem Kloster Unterkünfte und Ein Kulturzentrum untergebracht.

Bedeutenstenser Besucher war Papst Johannes Paul II, der sich hier 1999 für zwei Tage auf seiner Polenreise aufgehalten hat. Die Päpstliche Kapelle, dass von ihm benutzte Apartment und die Bibliothek bilden im unveränderten Zustand, ein kleines Museum.

Zwei Tage verbrachten wir hier in dieser Wunderschönen Umgebung.


Rumziskes

Stellplatz am Freilichtmuseum GPS N 54°-51’-58,1 E 24”-12’-06,4

Dienstag 1. August 2017

 

An den Vergangenen Tagen blinkte das Symbol Öl auf und die Meldung Motoröl wechseln wurde angezeigt.Lange wollte ich damit nicht mehr fahren und die Wirtin vom Platz machte für mich einen Termin in einer Fiat Werkstatt in Sulwalki aus.

Super Service, Ölwechsel wurde sofort gemacht und weiter ging die Fahrt. Weit bin ich nicht gekommen, trotz Gas geben wurde der Wagen langsamer. Hannelore fuhr zurück und holte den Meister und einen Monteur. Abschleppen war nicht nötig, der Meister fuhr langsam auf Schleichwegen zurück zur Werkstatt. Hier wurde im Motorraum einige Teile ausgebaut um den Fehler zu finden, man war sich nicht sicher was das sein könnte, bis man die 3 Mäuse entdeckte, diese hatten sich dort gemütlich gemacht und mit dem Leben bezahlt und mir einen Ausbau einiger Teile beschert. Endlich ging es weiter und wir fuhren über die Grenze nach Litauen zu unserem Ziel, ein Freilichtmuseum.

Ein Gedanke zu “Polen 2017

  1. Susanne und Peter 6. August 2017 / 17:12

    Wünschen Euch eine wunderbare Reise, wenig Nagetiere im Auto und weiterhin nette, freundlich und hilfsbereite Menschen (die es vermutlich in jedem Land der Welt gibt).

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