Dänemark

Anreise

Freitag 1.Juni 2018

Heute starte ich meine Reise nach Dänemark mit meinem neuem Mobil.

Die Jungfernfahrt im April hatte ich gut gemeistert. Am Anfang hatte ich ein wenig Herzklopfen, aber es ging leichter als gedacht.

Nun breche ich zu einer Rundtour durch Dänemark auf, eingedeckt mit einigen Reisebüchern.

Im Verkehrsfunk war zu hören, Hamburg, Bremen nur Baustellen und Stau. Also entschloß ich mich einen kleinen Umweg zu fahren und nahm die A31 Richtung Emden. Mein Ziel war Wischhafen und dann mit der Fähre nach Glückstadt. Es war eine entspannte Fahrt bis zum Fähranleger, aber dann, eine Autoschlange von ca 12 km. Es kam schon zum Verkehrshindernis. Ich fuhr zu dem kleinen Stellplatz,ca 5 km zurück, dass Hinweisschild hatte ich gesehen.

Gps: N 53° 46’ 30,5 O 9° 19’ 15,7 4 € Spende


Samstag 2.Juni 2018

St.Peter-Ording

Campingpark Olsdorf Bövergeest 56 25826 St.Peter Ording 17,50 €

Ich hatte eine ruhige Nacht und wurde morgens von dem Blöken der Schafe auf dem Deich geweckt.

Frühstücken und dann los. Super, die Fähre stand schon da und ich konnte gleich auffahren. ein abschätzender Blick und ich war 18 € los.

Ich hatte mir überlegt, wenn ich schon einmal hier im Norden bin , könnte ich mir auch St. Peter-Ording ansehen.

ich steuerte einen kleinen und feinen CP an.

Gleich gegenüber war ein Industriegebiet mit Aldi, Lidl, Rossmann u.s.w., es fehlte keine Marke.

Traumwetter und ich fuhr mit dem Bus nach dem Zentrum von St.Peter-Ording,

da wo der Bär steppt. Hier erwartete mich das pralle Leben, Geschäfte, Restaurants im Überfluss. Um an dem Strand zu kommen, mußte man 3 € zahlen, aber dank meiner Kurkarte ( 3 € ) war Bus und Bahn frei.

Eine Seebrücke ca 1 km lang führte durch das Wattenmeer – Naturschutzgebiet zum ellenlangen und breitem Strand.

Auf dem Rückweg ging ich nochmal durch das Einkaufsgebiet. Ein Fisch Imbiss war auch vor Ort und ich kaufte mir eine Dorade. Am Abend wurde diese gegrillt und mit einem guten Weißwein begossen, denn Fisch muss schwimmen. Ein schöner Tag und Abend.


Sonntag 3. Juni 2018

Husum

CP / Gps N 54° 29’ 08 E 09° 03’ 08

Am Nächsten Tag ging es nach Husum und fand einen CP am Ende der Welt, dahinter kam nur der Deich und viel Wasser.

Welch ein Unterschied, in Husum kein Touristenrummel und vom Platz bis zum Zentrum waren es 6 km mit dem Rad.

Aber für den Nachmittag war ein Spaziergang angesagt, den Das Meer war greifbar nah.

Bisher lief alles glatt, bis zum Abend. Als erstes bekam ich in meiner Küchenzeile den Schrank in dem der Abfalleimer verstaut ist nicht mehr auf. Ist nicht tragisch, früher hatte ich auch nur eine Mülltüte. Als nächstes machte die Sat Anlage ärger.

Sie drehte sich und hörte auch nicht mehr auf und dann wurden eine Reihe von Fehlercode angezeigt. Na gut,dann eben lesen gemütlich mit einem Glas Rotwein, nur nicht aufregen.


Montag 4.Juni 2018

Krusa

CP/ Gps N 54° 51’ 12,7 E 09° 4’ 7,1

Ich hatte eine Hymer Niederlassung in Flensburg gefunden. Naja, besonders freundlich waren sie erstmal nicht, wollten gar nicht meine Probleme hören, keine Zeit. Jetzt regte ich mich aber doch auf, weil ich keinen Urlaub in Flensburg machen wollte. Es kam dann ein junger Mitarbeiter und begutachtete erst

die Küchenzeile und ging nun mit Gewalt auf, das Schliesschloß war defekt. Konnte aber nicht repariert werden, kein Ersatzteil. Aber wofür gibt es Spanngurte.

Das Problem mit der Anlage war schon schwerwiegender. Die Fehler wurden ausgelesen und mit der Herstellerfirma telefoniert. Das Ergebnis war niederschmetternd, alles aus- und abbauen und einschicken zur Reparatur, kann eine Woche dauern. Jetzt war es soweit, ich brauchte Bedenkzeit, zum einen um mich zu beruhigen und zum anderen eine andere Lösung zu finden. Irgendwie hatte ich das Gefühl, der Tag konnte mich nicht leiden. Urlaub abbrechen oder 1 Woche vielleicht auch länger in Flensburg stehen oder weiterfahren, ich hatte mich so auf die Tour gefreut.

Das Problem mit der Küche war gelöst, dank Spanngurt.

Das Problem Sat Anlage löste ich, indem ich mir in dem Shop eine Anlage im Koffer kaufte, die kann man ja immer mal gebrauchen. Es war schon Nachmittag und ich fuhr die wenigen Kilometer zum ersten CP in Dänemark.in Krusa.

Unfreundlicher Empfang und die Gebäude sahen sehr heruntergekommen aus.

Der Platz selber, sehr weitläufiges Wiesengelände, durch Baumgruppen und kleine Waldstücke aufgelockert.

Jetzt startete den Versuch die Sat Anlage aufzubauen, erst war es einfach, aber ich hatte immer noch so viele Schrauben und Teile übrig, nur wohin damit.

Jetzt hätte ich einen technisch begabten Mann gebraucht, aber woher nehmen.

Ich ließ meinen Blick über den Platz schweifen und sah eine blauen selbst ausgebauten Linienbus, wer sowas kann, bekommt auch eine Antenne zusammen.

Fragen kostet nichts. Der junge Mann hatte mich zwar nicht verstanden ging aber mit. Ich zeigte ihm die halbfertige Anlage, er schaute sich einige Minuten die Zeichnung an und 15 Minuten später hatte er meine Arbeit auseinander genommen und eine komplette Anlage gebaut. Ich war begeistert, nur ausprobiert habe ich sie nicht, habe für heute genug erlebt.


Dienstag 5. Juli 2018

Insel Romo

auf dem Weg nach Romo besuchte ich noch zwei andere Orte.

Tonder

Parkplatz: N 54° 56’ 14,2 E 08° 52’ 18,7

Weiter geht es nach dem Reiseführer aus dem Rau Verlag.

mein nächstes Ziel war Tonder, eine alte Stadt, welche schon im 12 Jh. erwähnt wurde.Kleine rot geklinkerte Häuser welche sich in den kopfsteingepflasterten Straßen dukten und im Zentrum natürlich eine Kirche.

Sehr sehenswert die Christuskirche mit ihrem gotischen Turm aus dem 16 Jh. Das Kircheninnere besticht durch sein kunstvolles Inventar. Der prächtige barocke Altaraufsatz stammt aus dem Jahr 1696. Im Kirchenschiff sieht man die reich mit Schnitzereien und Reliefs verzierte Kanzel. Zum Ausgang hin erblickt man die wunderschöne Orgel mit üppigen barocken Ornamenten auf einer Empore.

Gerne hätte ich mir noch im Museum das Jahrhundertelange Handwerk des Spitzenklöppeln angesehen. Leider war es geschlossen, wegen eines halben Feiertages. Also schlenderte ich weiter durch Tonder mit seinen hübschen alten Straßen zurück zum Parkplatz.

Mogeltonder

Parkplatz: Gps N 54° 56’ 38,8 E 08° 48’ 29,4

Nur 6 km von Tonder entfernt ist der kleine bezaubernde Ort Mogeltonder mit der schönstens Dorfstraße Dänemarks, sagt man. Es hat ein überaus reizendes Straßenbild.

Nostalgische Laternen und Allee-Bäume, hinter denen sich die oftmals Stroh gedeckten Häuser verziert mit Rosenstöcke an den Wänden und Eingängen, aufreihen.

Auch die Kirche in diesem Ort mit ihren mittelalterlichen Fresken ist sehenswert.

Leider war das historische Schloss aus dem 17 Jh. geschlossen. Ich setzte meine Fahrt weiter nach der Insel Romo fort.

Romo

Die Insel ist mit dem Festland durch einen 9 km langen Damm verbunden.

Auf der Insel angekommen bin ich zum Hafen gefahren, von hier geht eine Fähre nach Sylt. Es war schon Mittagszeit und mein Magen erinnerte mich daran. Fast wie üblich,gibt es im Hafen Fischbuden, auch hier ein Imbiß und ich kaufte mir eine gebratene Scholle. Ich sag mal so, es war nicht gut und auch nicht schlecht nur teuer, aber das war klar. Die Scholle schmeckte wie schon mehrmals in der Friteuse untergetaucht und die Folienkartoffel hatte einen etwas muffigen Geschmack, aber die Creme war gut und ich wurde satt. Nun fuhr ich die Strecke zurück und steuerte das lebhafte Zentrum von Lakolk an. Doch im Wesentlichen besteht der kleine Ort aus dem Campingplatz, Geschäften und Ferienhäusern. Am Ende der Straße befindet sich die Zufahrt für den befahrbaren Strand.

Ich stand für eine Nacht auf dem Campingplatz und wollte am nächsten Morgen an den Strand fahren um noch einige Fotos zu machen, habe ich dann auch.

Das Militär hatte einen Teil des Strandes abgesperrt und erklärte das um 11 Uhr hier Militär Flugzeuge landen würden. Es war noch früh und ich hatte einen Platz in der ersten Reihe einschließlich Sonnenbaden. Es war schon ein Spektakel bis dann die Maschinen kamen. Um 14 Uhr konnte ich mich auf die Fahrt zum nächsten Ziel machen.


Mittwoch 6.Juli 2018

Ribe

CP/ Gps N 55° 20’ 26,9 E 08° 45’ 59,5

Ribe nimmt für sich in Anspruch die älteste Stadt Dänemarks zu sein, schließlich hatten schon zu Beginn des 9 Jh.die Wikinger hier einen wichtigen Umschlagplatz für ihre Waren aller Art. Außerdem erlangte die Stadt große Bedeutung als Bischofssitz seit 948.

Heute ist Ribe eine gemütliche Kleinstadt, die über keine zentrale Altstadt verfügt, da die ganze Stadt das Flair von Mittelalter versprüht. Es läßt sich herrlich durch die kleine malerische Innenstadt mit seinen engen Gassen und kleinen reizenden Häusern gehen.

Gleichwohl als Gegensatz ist der großzügige weite Platz vor dem Dom mit seinen zwei verschiedenen Türmen, welche man bei der Anfahrt schon von weitem sieht.

Überrascht hat mich das Innere des Doms. Auffallend sind die sieben modernen Glasmosaiken mit biblischen Motiven, auch die bizarren bunten Fresken hinter dem Altar und der Kuppel. Hier in dieser Kirche wurde mir wieder einmal bestätigt, Kirchen sind das Spiegelbild der Geschichte, erzählt aus den vergangenen Jahrhunderten und die Wandlung zur Modernen, geprägt von Land und Menschen.

Nicht weit vom Dom findet man die urigsten und ältesten Gasthäuser,stilgerecht in schon etwas windschiefen, niedrigen Fachwerkbauten untergebracht. Etwas weiter, am Ribe A war früher der Hafen.Am Ufer sieht man die Sturmflutsäule, Eisenringe markieren die Hochwasserstände. Bei der Flutkatastrophe 1634 stieg das Wasser auf unvorstellbaren 6 Meter. Der obere Ring zeigt das an.

Man kann gut einige Tage in Ribe verbringen, es gibt einige Museen und nicht zu vergessen das Vikingecenter, ein Freiluftmuseum.


Donnerstag 7. Juni 2018

Lemvig

Strandcamping / Gps N 56° 34’ 01,8 E 08° 17’ 39,9

Ich verlasse Riebe und fahre nach Ebsjerg, bekannt sind dort die

“ Menschen am Meer”

Parkplatz : Gps N 55° 29’ 15,2 E 08° 24’ 42,1

Vier 9 Meter hohe, sitzende, weiße Gestalten, die mit ernstem Blick auf das Meer schauen.

Im Oktober 1995 wurden diese zur Feier des hundertjährigen Jubiläum enthüllt.

Esbjerg hat noch einigen andere zu bieten und ich wollte einen großen Parkplatz ansteuern.

Umleitungen, Einbahnstraßen und ein verrücktes Navi hinderte mich daran.Plötzlich war ich auf der Schnellstraße Stadtauswärts. Auch gut, meine Irrfahrt durch die Stadt hatte mich überzeugt das alles nicht so schön war. Ich fütterte mein Navi mit den Daten was ich mir noch ansehen wollte bis zum nächsten Ziel. Aber irgendwie war es verhext,es war nicht mein Tag, wieder eine Baustelle, keine Umleitung ausgeschildert, einfach gesperrt.

Wohin nun, mein Gefühl sagte mir links. Ich fuhr unendlich lange kleine Straßen, irgendwie passte das nicht. Endlich eine breite Straße und schon das nächste Unheil. Gerade war ein Unfall passiert und die Straße wurde gesperrt, also warten bis die Krankenwagen durch waren. Ich hatte Zeit mir die Karte anzusehen und stellte fest, dass ich weit entfernt von meinem Besichtigungsziel war.Mein Navi hatte mich falsch geführt, obwohl die Daten richtig waren.Ich stellte nun mein anderes Navi ein und das wollte ganz woanders hin.

Wie ich schon sagte, es war nicht mein Tag aber von den Navis auch nicht.Ich klickte nun einen vorgegebenen Camping in meinem Navi an und das war ein Volltreffer.

Kleine Straßen mit dem Margeriten Symbol, soll heißen besonders schön, musste ich fahren. Besonders schön habe ich nicht festgestellt, aber besonders eng.

Dafür hat mich der Camping bei Lemvig entschädigt mit Blick auf die Lemviker Bucht.

Donnerstag 08.Juni 2018

Gestern nach meiner Ankunft habe ich mich erst einmal von meiner Irrfahrt erholt und bei Sonnenschein und herrlicher Aussicht den Nachmittag und Abend genossen.

Noch ist der Tisch leer,
bald kann ich das Essen und den Rotwein geniesen

Heute bin ich mit dem Rad in das kleine beschauliche Städtchen gefahren und natürlich die Kirche besucht, eine schlichte Einrichtung mit nur wenigen Schnitzereien im Verhältnis zu den bisherigen Gotteshäusern. In einer Hochglanzbroschüre habe ich von einem nostalgischen Zug gelesen, welcher von Lemvig nach Thyboron fahren soll und unterwegs an den kleinen Ortschaften aussteigen und mit dem nächsten Zug weiterfahren, na das las sich vielversprechend. Es war zu lesen, dass die Schienen wie ein Lebensnerv durch die Landschaft laufen und die Dörfer in dieser dünn besiedelten Gegend und das seit 138 Jahren. Diese Fahrt soll ein einmaliges Erlebnis sein.

Nun unter einmaligem Erlebnis hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Natürlich führte die Strecke durch die rauhe, einsame Natur Westjütlands, aber das hatte ich schon einige Tage. Empfohlen wurde bei einzelnen Dörfern auszusteigen, aber von den Dörfern war nichts übrig geblieben, Heute waren es sich ausbreitende Feriensiedlungen. Am Ziel angekommen war auch nichts was mich zum aussteigen bewegen konnte zumal dieser Zug sofort zurück fuhr und der nächste in 1 Stunde kam. Ich sag es mal so, 90 Minuten Zugfahrt mit einem etwas in die Jahre gekommenen Zug, welche für die dort lebenden Menschen eine normale Verkehrsverbindung ist. Aber ein Ergebnis hatte es doch,ich wollte am nächsten Tag die Strecke mit dem Womo fahren und die wirklich rauhe Landschaft zu sehen.


Samstag 9.Juni 2018

Skagen

Camping Grenen Strand

weiter geht es nach Skagen, die nördlichste Stadt in Dänemark. Ich fuhr über den Damm, die gleiche Strecke wie der Zug. Jetzt konnte ich mir die Landschaft ansehen, auf der einen Seite die Nordsee und auf der anderen den Fjord. In diesem Naturschutzgebiet fühlen sich die verschiedensten Vogelarten wohl und hatten ganze Kolonien.

Die Rinder brauchten bei soviel Sonne eine Abkühlung und standen mit den Beinen im Wasser. In Thyboron musste ich die Fähre nehmen, denn hier war die Straße zu Ende. Die weitere Fahrt wurde etwas langweilig,ich hatte den 360 Grad Rundblick über eine eintönige Landschaft.

Der Camping lag Zentral zwischen Skagen und Grenen. Direkt vor hohen Dünen,bewachsen mit Heckenrosen hatte ich meinen Platz. Am Abend holte ich meinen Grill mal wieder heraus und sorgte mit einem guten Essen und Wein für einen gemütlichen Abend.

 

Sonntag 10.Juni 2018

Skagen

Heute war es erst einmal sonnig, aber es zogen Wolken auf, welche nichts gutes verheißen.

Ich fuhr mit dem Rad 2 km nach Skagen. Vom alten Skagen ist laut Stadtgeschichte nichts übrig geblieben. Der Flugsand hat alles begraben. Eigentlich besteht das heutige Skagen aus zwei Stadtteilen. Heute ist sie vor allem eine Fischereistadt.

Im laufe der Zeit kamen im 19 Jh immer mehr Künstler. Viele Maler schätzten das klare Licht hier. Motive sind reichlich vorhanden. Bald folgten die Sommer Touristen, dank seiner langen Strände.

Skagen war somit schnell besichtigt und ich fuhr zurück zum Camping und weiter die 2 km in die andere Richtung nach Grenen.

Grenen

An der Spitze der dänischen Zipfelmütze treffen die beiden Wellen der Ostsee und Nordsee aufeinander. Zu sehen ist natürlich nichts, aber man weiß das und steht mit den Füßen in zwei Meere.

Es ist schön hier, die Luft riecht nach Meersalz und die steife Brise ist hautnah auf dieser Landzunge.

Bis hierher sind es einige km zu laufen, aber es gibt den “Sandwurm”, ein Trecker mit Anhänger, bequemer geht es nicht.

Zurück wurde es immer windiger und ich beeilte mich. Glück gehabt, außer Puste am Womo angekommen setzte der Regen ein.


Montag 11 Juni 2018

Aalborg

Camping: Strand Parking Gps N 57° 03’ 18,7 E 09° 53’ 07,8

Kein überwältiger Camping aber alles gepflegt und der Bus hält fast direkt davor.

Das Sommerwetter hatte sich erst einmal verabschiedet. Es hat die ganze Nacht gestürmt und immer mal gab es kräftigen Regen.

Es sind nur 130 km bis Aalborg, aber die hatten es in sich, der Wind wurde immer stärker und ich war mit meinem Womo im Wege, er rüttelte mächtig dran.

Das schöne an Dänemark ist die Landesgröße, jedes Ziel ist schnell erreichbar.

Somit war ich schon um 12 Uhr auf dem Camping und war schnell eingerichtet.

Ich machte mich auf dem Weg zur Bushaltestelle nur wenige meter neben dem Platz.

Im Zentrum stieg ich aus und der erste Blick fiel auf die Fußgängerzone, die übliche Einkaufsmeile.Aalborg ist die zweitgrößte Stadt Dänemarks und eine Universitätsstadt.

Im Zentrum sind viele alte Gebäude aus der Zeit der Großkaufleute des 16. und 17.Jh erhalten. Heute findet man darin Banken, Behörden und Verwaltung von Firmen.

Geradezu bescheiden sieht daneben das alte Rathaus aus. Der schöne Spätbarocke Bau entstand erst 1762. An der Hauptfassade zum Platz “Gammel Toro “ hin, sieht man das schöne, von den letzten Gaslaternen Aalborgs flankierte Portal, darüber das Reichswappen und das Bildnis König Frederiks V mit dem königlichen Wahlspruch: “ Solo Deo Gloria” ( Gott allein die Ehre).

Vor dem alten Rathaus ist der Marktplatz und gegenüber die steht die Budolfi Domkirche. Die ältesten Mauerreste sind 1000 Jahre alt. Der größte Teil der Kirche entstand im 13. und 14. Jh und wurde mehrmals Um- und Angebaut. Die schöne barocke Turmspitze kam erst 1779 dazu.

 

Im Kirchenschiff findet man wertvolle Fresken. Bemerkenswert auch der Altar, die geschnitzte Kanzel, der barocke Marmor Taufstein und die Empore mit Stilelemente aus der Renaissance. Hier finden einige Baustile zusammen.

Jetzt habe ich erstmal genug getan für Geist und Sinne und werde nun für mein leibliches Wohl sorgen.

Ich fand ein kleines Cafe, sehr außergewöhnlich. Ein Mix aus Bäckerei, Cafe, Porzellan – und Teeladen. Ich bestellte mir einen Pott Kaffee und Gebäck, alles wurde serviert im zusammengewürfelten Porzellan, ja das passte zur Atmosphäre und ich saß gemütlich und beobachtete das Treiben.

Danach hatte ich keine Lust mehr auf den Spuren der Kultur zu wandeln, denn davon gab es noch genug. Ich machte mich auf dem Weg zur Bushaltestelle und fuhr zum Platz zurück.


Dienstag 12. Juni 2018

Kolding

Stellplatz im Hafen Gps N 55° 29’ 17,2 E 09° 30’ 0,6

Platz ist schmutzig und teuer, 160 kr nur für stehen ohne Strom und V & E Versorgung.

Ich wurde von der Sonne geweckt und mein Blick nach draußen, blauer Himmel, dass versprach einen schönen Tag.

Ich hatte im Reiseführer gelesen, in Aarhus ist in der Stadt ein großes Freiluftmuseum, das war mein erstes Ziel. Ich fuhr auf die E 45, ging etwas schneller und entspannter als auf den kleinen Straßen.

Wie ich schon von meiner langweiligen Fahrt auf der Westseite mit einem 360° Rundblick berichtet habe, war ich überrascht hügelige Landschaft mit starken Busch- und Baumbestand bis hin zu Wälder zu sehen, ein sehr stimmiges Bild.

Die E 45 ist natürlich stark befahren, je südlicher man kommt, desto mehr Industrie hat sich angesiedelt.

Schnell war das Freilichtmuseum “ Den Gamle By” gefunden, Aber welche Enttäuschung, es gab keinen Parkplatz. Nur Parkplätze für PKW am Straßenrand, aber ich fuhr noch einmal um den Block auch nochmal eine größere Runde, nichts war zu finden.

Ich hatte noch ein Trost Ziel, einige km weiter ca 13 km von Horsen, das “ Glud Dorfmuseum” mit Parkplatz. Gps N 55° 48’ 22,19 E 09° 59’ 42,3

Das Museum ist das älteste heimatkundliche Freiluftmuseum Dänemarks. Auf dem Rundgang kann man 15 historische Gebäude besichtigen. Hier bekommt man eine Vorstellung vermittelt, wie in früheren Zeiten die Menschen gelebt haben.

Der Besuch war sehr informativ und hat mir gefallen auf diesem “ Dorf Gelände” herum zu gehen.

Ich fuhr weiter nach Kolding, mein letztes Ziel für heute.


Mittwoch 13. Juni 2018

Insel Fünen

Faaborg

Camping: NAB Strand Camping Kildegårdsvej 8 Faarborg

Faaborg- kleine Stadt mit Kopfstein Straßen, kleine Häuschen mit Stockrosen geschmückt.

Per Zufall fand ich die Information und ein junger Mann gab mir einige Hochglanzbroschüren und Tipps was man alles unternehmen kann. Nur mit dem Womo war das nicht zu machen, denn in Faaborg gab es keinen Stell- oder Campingplatz.

Der Yachthafen

Er empfahl mir eine Platz 20 km weiter, ein guter Tipp. Sehr freundlich, große Stellplätze, super schönes, gepflegtes Sanitäranlage, ich kann diesen Platz nur empfehlen. Wer gerne im Wind zu den verschiedenen Aktivitäten und Ziele je Strecke 20 – 30 km je Strecke mit dem Rad fahren möchte, ist hier ideal aufgehoben.


Donnerstag 14. Juni 2018

Insel Langeland

Rudkobing

Camping: Engdraget 11 5900 Rudkobing

Eigentlich wollte ich nach “Swendborg” Hauptstadt des Inselmeeres.

Alles wurde im Hochglanzprospekt super beschrieben und mit tollen Fotos dokumentiert. Ich entschied mich für den Camping “ Oase Svenborg Sund”.

Von hier konnte man mit einem kleinen Schiff zu zwei Autofrei Insel fahren und mit dem Rad die Inseln erkunden.

Angekommen am Camping, freundlicher Empfang und ich bekam einen Lageplan, ja was soll ich sagen, nichts sah so aus wie auf den Fotos.

Ich durfte mir 4 angekreuzte Plätze ansehen, 2 Plätze waren sehr schräg aber mit Meerblick, die anderen waren unzumutbar und sehr weit von den Sanitärgebäude weg, welche einen sehr ungepflegten Eindruck machten. Ich wollte keine von den Plätzen und die Freundlichkeit war wie weggeblasen.

Also weiter,über den Damm und eine Brücke zur Insel Langeland.

Hier steuerte ich den kleinen und feinen Camping an. Viel Platz und als Willkommensgruß wurde mir ein Getränk meiner Wahl ( Bier) und eine Schale Erdnüsse zum Womo gebracht. Das hatte ich auch noch nicht erlebt. Der Platz wird von der Familie betrieben und sie sind auch immer anwesend.

Hier hatte ich ein gutes Gefühl, hier bleibe ich, es wurden 3 schöne Tage.

Am Nachmittag bin ich ins Städtchen, nur ca 500 m vom Platz entfernt, gleich in die Fußgängerzone.

Es ist die größte Stadt auf dieser Insel. Das alte Zentrum ist die Fußgängerzone mit kleinen Stadthäusern und den verwinkelten Gassen.

Der Hafen und Jachthafen ist gut zu Fuß zu erreichen.

Die Geschichte belegt dass 1287 das Handelsprivileg zugestanden wurde. Der Stadtkern blieb von jeder industriellen Entwicklung verschont und hat daher bis heute ihre Handelsstadt Atmosphäre mit den alten Gebäuden bewahrt.

Auffallend viele Künstler haben sich in dieser Stadt niedergelassen und drei Ateliers habe ich besucht und interessante Gespräche geführt. Man hatte mich zu ihrem Künstler Stammtisch eingeladen, natürlich war das für mich ein Erlebnis.

Freitag 15.Juni 2018

Insel Strynö

Mit dem Rad bin ich zum Hafen gefahren um mit der Fähre zur Insel übersetzen.

Die Insel ist eine der größeren in dem Südfünischen Inselmeer. Sie hat die Größe von 500 ha ( 3 x 2 km ) und wird von 216 Menschen bewohnt. Es gibt die wichtigsten Sachen, wie Schule, Kaufladen,Kirche, kleine Handwerksbetriebe und Gasthaus. Mit dem Rad hatte ich schnell die 3 km bis zum anderen Ende gefahren. Dort stand eine Mühle, gebaut 1832-1855, denn sie wurde immer umgebaut. Ursprünglich war die Mühle mit Stroh bedacht, dass wurde aber später ausgewechselt gegen Teerpappe, so wie noch heute zu sehen ist. Leider ist sie nicht zugänglich, weil sie privat Besitzt ist.

Nun den gleichen Weg zurück und mehrmals rechts und links abgebogen, aber weit kam nicht.

Auf dem Platz im Zentrum steht ein Maibaum, rundherum eine Bank, wie früher als hier noch eine alte Buche stand.

Hier befindet sich auch der Laden, ein Mix aus Lebensmittel, Alkohollager, sonstiges für das tägliche Leben und ein gemütlich Sitzecke mit einem Klavier.

Hier findet häufiger spontane Treffen statt und es geht gesellig zu, so erzählte man mir. Ich hatte mir ein Flasche Wasser gekauft und wie im Mittelpunkt auf die Bank gesetzt. 30 Minuten nichts passiert, keine Leute gesehen und auch kein Auto fuhr vorbei. Ich überlegte noch was tun, denn ich hatte schon alles abgefahren und als Ziel blieb nur noch der Hafen.

Hier mußte ich 2 Stunden auf die Fähre warten. In diese Zeit konnte ich die Segler beobachten, welche in den kleinen Jachthafen einfuhren. Das war ein spannendes Manöver. Einige waren aus Deutschland und da ich neugierig bin, habe ich gefragt woher – wohin.Die Wartezeit ging schnell herum und ich habe viel erfahren.

Samstag 16. Juni 2018

Hier auf Langeland gibt es ein Schloß, welches privat bewohnt wird und nur im Juli zu besichtigen ist, leider habe ich das nicht gelesen. So hätte ich mir die Fahrt mit dem Bus sparen können, aber es war trotzdem ein Erlebnis.

Mit Busplan ausgestattet suchte ich die Haltestelle, gefunden und auch den richtigen Bus. Aus Erfahrung weiß ich, lieber den Fahrer den Ort selber lesen lassen, denn mit Sicherheit spricht man ihn falsch aus, alles klar.

Der Bus fuhr ca 20 Minuten und am Schloß vorbei, ich rief Stopp, das Schloß und der Fahrer machte eine Vollbremsung. Nicht das ich jetzt aussteigen dürfte, nein er fuhr einfach einige hundert Meter rückwärts und das einzige Auto war dahinter kam auch, war wohl unschlüssig was der Busfahrer vorhatte. Jetzt dürfte ich auf der Strecke aussteigen.

Da das Schloß nicht zu besichtigen war, blieb nur der Wald übrig. Ein Wanderweg dich den Wald und den See. Noch am überlegen, wenn ich den Weg gehe muss ich dann wieder lange auf den Bus warten und der vorerst nächste fuhr in 30 Minuten. Es gesellte sich eine Frau mit einem schönen Labrador zu mir. Gehen wir zusammen und ich bringe sie danach nach Rudkobing, nicht weit davon wohnte sie in einem Ferienhaus. Das war ein super Angebot und wir hatten eine schönen Waldspaziergang. Als Dank hatte ich sie zum Kaffee im Museum Cafe eingeladen und sie hatte mir von ihrer Rundreise mit dem PKW erzählt. Es war ein schöner und interessanter Nachmittag.

Sonntag 17. Juni 2018

So gemütlich es auf diesem kleinen Camping war, ich hatte alles gesehen was mich interessierte und es zog mich weiter.

Ich wollte nun auch keinen längeren Weg mehr fahren und nahm die Fähre in Bojden bei Faaborg. Ich bezahlte 298 Konen und konnte zur Anlegestelle fahren. Es dauerte keine 30 Minuten und die Fähre war da.

In 50 Minuten legte sie in Fynshav auf der Insel Als wieder an. Eine bequeme Fahrt auf einer Fähre mit viel Platz. Die Insel ist mit dem Festland verbunden und bis zum Camping in Jarplund war es nicht mehr weit.


Montag 18. Juni

Bremen

Stellplatz Am Kuhhirten

Ich fuhr die wenigen km nach Flensburg zu Hymer. Ich hatte mir dort die Sat Anlage im Koffer gekauft. Ich war der Meinung, dass der Receiver zu heiß wurde und hatte den Probelauf abgebrochen. Es wurde alles kontrolliert und der Receiver wurde auch nach längerer Zeit nicht heiß. Ja,ja wie beim Zahnarzt, mit Schmerzen geht man hin und kaum sitzt man im Behandlungsstuhl und die Frage, welcher Zahn tut denn weh, jetzt keiner mehr. Also zog ich mit meinem Koffer wieder ab und werde später mal einen neuen Versuch starten.

Ich wollte schon immer mal nach Bremen und jetzt war das die Gelegenheit.

Nun könnte man von Bremen wieder viele Gebäude und Kirchen aus vergangener Zeit berichten, ich habe natürlich auch fast alle besucht.

Besonders interessierte mich die Böttcherstraße, diese Fußgängerzone ist die heimliche Hauptstraße Bremens, mit vergoldetem Relief „Der Lichtbringer“ und schön zu hören das Glockenspiel aus Meißner Porzellan.

Die Böttcherstraße

Ich spazierte an der Weser entlang zum „Schnoor“ ein Viertel mit engen Gassen und alten, kleinen, schiefen Häusern.

Nun war es schon wieder später Nachmittag und ich spazierte weiter bis zu einen kleinen Personenfähre zum anderen Ufer.

Jetzt war es nicht mehr weit bis zum Stellplatz.

Nun hat meine Reise ein Ende gefunden. Dänemark hat mir gut gefallen, habe viel gesehen und schönes erlebt und der Wettergott war auch auf meiner Seite und hat immer die Sonne scheinen lassen.

 

 

 

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