Marokko Teil 4

Marokko Teil 4

vom 9. Februar – 25. Februar

Weiter geht die Fahrt wir verlassen Marrakesch und sind gespannt was uns weiterhin erwartet.

Samstag 9.Februar

Quarzazate

CP N30° 55’ 24 W 6° 53’ 12

Von Marrakesch aus durch das gewohnte Verkehrschaos, waren wir nach einer Stunde Fahrt im Hohen Atlas und fuhren auf der N 9 über den Pass “ Tizin-n-Tichkal.

Ein 2.260 m hoher Gebirgspass, einer der schönsten Pässe in Marokko. Der Name kommt aus der Berbersprache – wobei tizi soviel “Bergwiese” und tischka “ gefährlich” bedeutet.

Wir wussten dass auf dieser Strecke viele Baustellen sind und wir planten die Zeit ein. Die zunächst noch grüne Hügellandschaft verwandelt sich mehr und mehr in eine karge ,braune Landschaft aus Bergen und Kurve für Kurve kommt man auf die Passhöhe. Später wechselte das dunkle Braun in anderen Farben.

Es war eine schöne Fahrt, denn wir konnten nicht schnell fahren und hatten Zeit unsere Blicke schweifen zu lassen. Wir fuhren durch die abwechslungsreiche Landschaft des hohen Atlas. Wie schon von unseren vorherigen Ausflügen im Atlas hatten wir auch hier die Felsformationen in bizarren Formen und wechselnden Farben von rot zu dunkel Terracotta Ton bis fast gelb – dem hellen Terrakotta Ton.

Ouarzazate ist bekannt durch sein großes Filmstudio, internationale Film Companies haben hier schon gearbeitet. Der bekannteste Film ist wohl “Lawrence of Arabia” von 1962.


Sonntag 10. Februar

Tazarine

CP Village Touristiqu Bougater

GPS N 30° 46’ 41 W 5° 34’ 07

Wir sind von Ouarzazate bis Agdz über den Pass Tizi-n-Tinififft , es ist die N9 gefahren.

Eine sehr gut ausgebaute Straße, viele Kurven aber keine Kehren, auch für große Womos geeignet. Ich betone es hier, weil in verschiedenen Bücher und Reiseberichte wiedersprüchliche Angaben gemacht worden sind. Auch ich war unsicher, aber ein Ortskundiger hat uns geraten diesen zu fahren, es sei auch ein Erlebnis.

Aus dem Ort heraus führte eine gute Straße vorbei an Palmenhaine.Dann wurde es etwas trostlos, gleich einer Steinwüste. Bald kamen wir dem Gebirge näher und die trostlose Landschaft wurde von kleinen Oasen aufgelockert und wir stiegen immer höher, fuhren durch viele Kurven und erreichten die Baumgrenze. Viele tiefe Schluchten auf unserem Weg, eine atemberaubene unwirkliche Berglandschaft.

Ich hätte gerne nach jeder Kurve gehalten um diese Grandiose Landschaft zu bewundern, leider war das nicht möglich. Da nicht viel Verkehr war, gönnten wir uns den Luxus langsam zu fahren. In diesem wirtschaftlichem Gebiet hatten kleine Dörfer gesiedelt, lebten von dem was die wenigen Oasen hergaben.


Montag 11. bis 17. Februar

Merzouga

CP Desert Hotel Le Chance

GPS N 31° 08’ 00 W 4° 01’ 13

Schöner großer Platz vor den Dünen. Hier war ich vor 5 Jahren schon einmal und es hat vieles zum Guten verändert.

Erg Chebbi, die bekanntesten Dünen.

Von Tazarine fuhren wir die N 12 bis Rissani. Eine sehr interessante und abwechslungsreiche Strecke, gut zu befahren. Die Steinwüste wurde von kleinen Oasen aufgelockert auch kleine Orte durchfuhren wir.

Dann rückten die Berge wieder näher, diese hatte der Wind eine eigentümliche Form gegeben. Das Farbenspiel war wieder beeindruckend, es wechselte von helle bis sehr dunkele Terrakottatöne.

In Rissani angekommen ließen wir es uns nicht nehmen die Stadtmitte zu erkunden.

Ein Offizieller Parkplatz für uns gab es nicht aber uns wurde schon zugewunken wo wir parken konnten, dort standen schon zwei Womos. Selbsverständlich erwartete man einen kleinen Obolus. Kein Problem, erst aufpassen bis wir zurück sind, OK ?

Den kleine Kindern gaben wir Schokolade und wurden mit einem Lächeln und strahlende Augen belohnt. Dann kamen 12 Jährige und bettelten, diese wurden von den größeren Jugendlichen sofort verjagt.

Natürlich bietet sich auch immer jemand als Guide an, wenn er etwas deutsch kann. Ich gab ihm eine Tafel Schokolade für seine Kinder und er wollte jetzt kein Geld für seinen Dienst.

Er führte uns  durch Gassen, wo gearbeitet wurde. So konnten wir einem Bäcker beim backen einer marokkanischen Pizza zusehen, aber essen wollten wir keine. Wir gingen noch in einigen Hinterhof Läden, dort fand man wirkliche marokkanische alte Sachen.Hannelore hat einen sehr schönen Dolch erstanden, handeln ist immer Pflicht.

Wir wurden noch durch die verschiedenen Märkte geführt und dann war unsere Zeit schon wieder um, denn wir mussten weiter.

Wir stellen immer wieder fest, sobald man in Begleitung durch die Märkte geht wird man nicht angesprochen, daß alleine ist schon einige DH wert. Zurück zu unseren Womos entlohnten wir auch die Aufpasser und hielten für uns zum Dank bei der Abfahrt die Kreuzung frei, welch ein Service .

Es waren noch ca 60 Km bis zu unserem Ziel. Merzouga hat sich ausgebreitet,neue Straßen, welche vor 5 Jahren auch noch nicht da waren. Da ist es kein Wunder wenn das Navi spinnt. Wir irrten etwas herum und ein Mofafahrer sah seine Chance einige DH zu verdienen und führte uns zu unserem Platz.

Hier wurden wir herzlich begrüßt.

Am Dienstag erkundeten wir die nähere Umgebung. Etwas abseits vom Platz standen einige Herden Dromedare, bereit die Touristen in die Wüste zu tragen.

Nicht weit war ein kleiner Ort, etwas trostlos. Aber hier konnte man in kleinen Läden alles für den täglichen Bedarf kaufen.

Auch wir haben unsere Vorräte etwas aufgestockt. Der Nachmittag war fürs faulenzen im Liegestuhl vorgesehen. Nur die Abende und die Nächte waren recht kühl.

Heute Mittwoch, hatten wir uns mit Achmed der Chef des Hotels für eine Wüstentour verabredet. Wir fuhren mit seinem 4×4 Geländewagen.

 

Es war eine beeindruckende Fahrt. Wir besuchten Hotels in der Wüste und wurden zum Tee eingeladen. Für uns unverständlich die vielen sehr große Hotels, denn die Gäste fehlen.

Wir besuchten einen Platz wo Mineralien abgebaut werden unter sehr gefährlichen Gegebenheiten. Weiter ging es durch die Wüste, aber keineswegs nur Sand, nein Steine, schimmernd in grau bis schwarz. Achmed hielt an einer Stelle hier an und wir suchten nach Fossilien und fanden auch welche.

Wir waren zu Gast bei einer Berberfamilie und wurden bewirtet mit Tee und einer großen marokkanischen Pizza ( ein Fladen gefüllt mit Gemüse). Für mich war dies ein Erlebnis was mich sehr bewegt hat. Die Herzlichkeit der Frauen ( zwei Familien) und die Fröhlichkeit der Kinder. Für die Kinder hatten wir als Gastgeschenk Schokolade und Bonbons mitgebracht und Achmed hatte Mandarinen. Die Freude war groß.

Wenn man bedenkt welches ärmliche Leben geführt wird. Wir bekamen einen Einblick wie gekocht und gebacken wird, auf offener Feuerstelle und in einem Erdloch. Gelebt wird in zwei kleinen Lehmhütten ohne Wasser und Strom. Lebensmittel und Wasser werden über weite Wege in Kanister herangeschafft. Ein Esel ist hier das Transportmittel. Ein Leben voller Entbehrungen und Arbeit.

Auf dem Rückweg hielt Achmed an einem Haus mit Innenhof an. Hier leben Musiker eine Traditionellen Gruppe und hier finden auch traditionelle Vorführungen und Tanzdarbietungen statt.

Wir bekamen eine ganz private Tanzdarbietung.

Für uns spielten einige Musiker und ich versuchte mein Glück auf einem Instrument zu spielen, ähnlich einer Gitarre.

 

Die Begeisterung war groß. Ich habe eine schöne Erinnerung an diese Gruppe, denn ich durfte sie vor 5 Jahren live erleben. Heute habe ich mir wieder eine CD gekauft als Erinnerung.

Als Abschlus besuchten wir den Zeitsee bei Merzouga, ein See in der Wüste.

Es war ein ereignisreicher Tag.

Eigentlich wollten wir nach 3 Tagen wieder weiter aber es gefiel uns so gut, dass wir noch einige Tage verlängerten, es waren absolute Wohlfühl Tage.

Am Samstag, unser letzter Tag hatte uns Achmed zu einer Fahrt nach Erfoud, eine kleine Stadt in der Wüste, eingeladen.

Hier besuchten wir einen Wochenmarkt. Auch eine Kooperative für Marmor, Kristalle und Fossilien, welche hier verarbeitet wurden.

Im Ausstellungsraum konnten wir die wunderschönen Gegenstände in ihrer Vielzahl bewundern.

Achmed lud uns zum Mittagessen bei einem Freund ein. Ein Restaurant mit einem sehr schönen Garten, gelegen in der Wüste. Ich betone das wieder einmal, denn es führt keine Straße dahin, man muß es wissen und den Mut haben diese kaum erkennbare Piste zu fahren.

Nun verlassen wir unseren Platz in der Wüste. zum Abschied nocheinmal einen schönen Sonnenaufgang.


 

Sonntag 17. Februar

Midelt

CP Hotel Ksar Timnay

GPS N 32° 45’ 06 W 4° 55’ 08

Wir verabschiedeten uns herzlich von Achmed und versprachen im nächsten Jahr wiederzukommen und länger zu bleiben.

Bis Rissani kannten wir nun schon die Strecke und auf einer gut ausgebauten Straße der N 13 erreichten wir schließlich das Ziz – Tal.

Wir fuhren oberhalb des Flusses entlang, welcher leider etwas weniger Wasser hat als sonst. Der Fluß gibt zahlreichen Palmenoasen das kostbare Nass. Die wiederum das darunter wachsende Gemüse und Obstgärten den nötigen Schatten spenden.

Danach wird die Straße von vielen ausgetrockneten Flussbetten begrenzt. Die Felsen haben eine bizarre Form und bilden eigenartige Formationen. Wir fuhren an einem Stausee vorbei, der riesige Hassan Addakhil See blinkt uns in einem türkis entgegen.

Schließlich fahren wir weiter den Pass hinauf und fuhren durch den Legionärs Tunnel. Nun das hatten wir uns etwas Spektakulärer vorgestellt. Die Tunnel wurde von den Franzosen gebaut und ist 1000 m lang und ein Durchfahrtshöhe von 3,50 m, aber man sollte mittig fahren. Auch heute noch steht ein Wachposten vor seinem Häuschen.

Weiter auf 2000 m Höhe erleben wir eine grandiose Landschaft. Die Straße wird links und rechts durch die verwitterten, roten Felsen des Atlas begrenzt. Wir fahren vorbei an tiefen Schluchten und werden wieder von hohen Bergen bedrängt.

Dann weitet sich das Land und Kleinpflanzen kriechen den Berg hinauf. Bäume bilden ganze Wälder, denn wir sind wieder unterhalb der Baumgrenze.Es ist ein Wechselspiel der Natur und hat mir viele Male einen “Wow” Ruf entlockt. Die gesamte Strecke und der Tizi – n- Talrhemt (1907 m) waren auf 280 km ein tolles Erlebnis.


 

Montag 18.+ 20. Februar

Azrou

CP Euro Camping

GPS N 33° 26’ 36 W 05° 11’ 25

110 km eine Fahrt durch ein Bilderbuch der Natur. Unser nächstes Ziel Azrou / Ifrane, hier leben Berberaffen in einem Naturschutzgebiet. Heute sollen es noch 5000 sein.

Von Midelt aus fuhren wir weiterhin auf die N 13. Es ging erst durch eine nichtssagende Landschaft, aber bald erreichten wir wieder die Ausläufer des Atlas und die Straße stieg ständig in sanften Kurven an.

Wir fuhren wieder durch eine schöne und abwechslungsreiche Landschaft, man hatte das Gefühl, dass das Bild immer nach wenigen Kilometer wechselte. Wir fuhren an Baum bewachsenes Gebirge vorbei, dann wieder an tiefe Schluchten und karge Felsen in allen möglichen Terrakottafarben. Bald waren wir oberhalb der Baumgrenze in 2104 m Höhe und fuhren auf einer Hochebene. Hier oben ließen uns die Reste der Schneefelder staunen, auch die am Straßenrand gesetzten Schnee Stöcke sind ein sicheres Zeichen das es hier Schnee gibt.

Viele km fuhren wir auf dieses Hochplateau, bewachsen mit Moos, Flechten und kleinen Büschen. Hier hatten die Schafs-und Ziegenherden genug zu fressen. In dieser Höhe waren nicht nur Bergdörfer sondern auch eine Stadt mit breiten Straßen und man winkte uns wieder zu. Nun ging es gemächlich wieder herunter und die Büsche und Bäume säumten den Straßenrand, die Berge waren in den Hintergrund getreten.

Wir passierten ganz plötzlich ein großes, dichtes Waldgebiet und die vielen Affen Schilder machten uns darauf aufmerksam,daß wir durch das Naturschutzgebiet fuhren, in dem die Berberaffen leben.

Bald waren wir am Ziel und fuhren auf einen schönen CP. Hier war ich vor 5 Jahren auch schon mal und hatte diesen noch gut in Erinnerung.

Natürlich wollten wir auch die Affen sehen und weil es erst 13 Uhr war,am liebsten sofort. Ich fragte den Platzwart nach dem Weg,leider etliche km von hier. Aber er war so freundlich und bot uns an mit seinem Auto dort hin zufahren.

Auch hier gab es einen festen Platz im Wald, wo sich der Kommerz ausgebreitet hat. Es standen Verkaufsstände mit den üblichen Souvenirs und Pferde mit bunten Sätteln und Decken geschmückt, bereit für einen Ausritt.

 

Aber die Hauptattraktion waren die Affen welche von in den Bäumen turnten und auf ihre Nüsse lauerten.

Wir kauften auch eine Tüte Erdnüsse und ich war noch damit beschäftigt die Tüte zu öffnen und die Nüsse in die Jackentasche zu tun. Die Arbeit konnte ich mir nun sparen. Einer der größeren Affen stibitzten mir die Tüte ruckartig aus den Händen und weg war er. Bei der nächsten Tüte passte ich besser auf und die Fütterung konnte beginnen.

Wir hatten viel Spaß zu sehen wie die Affen sich durch die Bäume schwangen und immer wieder zu uns kamen. Ein lustiges Schauspiel und die Affen hatten hier ihr Paradies.

Wieder am Womo angekommen wurde das Wetter schlechter, kälter und grauer.

Es fing an zu regnen und wir trauten unseren Augen nicht, es schneite.

Schnee in Marokko – Azrou liegt auf 1450 m und wir hörten, daß von Dez. bis im März hinein Schneefall keine Seltenheit ist. Im letzten Jahr wurde der Platz für eine Woche wegen 1 m Schnee geschlossen.

Heute ist wieder Sonnenschein und 13 Grad.

Morgen geht es weiter nach Fes.


Donnerstag 21.-23.Februar

Fes

CP Diamant  Vert

GPS  N 33° 59′ 23    W 05° 01′ 23

Auch die  Strecke nach Fes war ein Genuß, entspanntes fahren auf gut ausgebauten Straßen, teilweise durch   Landwirtschaftlichem Gebiet. Die Ware wurde am Strassenrand angeboten. Auch wir kauften unser Obst und Gemüse.

Der Platz war schnell gefunden und der Eingang sah super aus, eine gepflegte Anlage mit großer Rezeption, Restaurant und Bungalows. Nur der Stellplatz war in einiger Entfernung von der r

Rezeption, sehr schlammig und die Elektrik sah an einigen Säulen sehr Abenteuerlich aus. Die Sanitäranlage war überraschen gut und gepflegt.

Freitag

Heute haben wir eine Verabredung mit unserem Guide Elonafi. Er holte uns um 11 Uhr am Platz ab und führte uns den ganzen Tag durch Fes. Wir hatten uns diese Stadt bis zum Schluss aufgehoben.

Fes ist eine Stadt im Nordosten von Marokko, die häufig als Kulturhauptstadt des Landes bezeichnet wird. Es ist die älteste der vier Königsstädte des Landes. Der König residiert in Fes und hält sich häufig im dortigem Palast auf. Die Altstadt steht seit 1981 als Weltkulturerbe unter dem Schutz der Unesco. Das religiöse Leben wird durch die vielen Moscheen in der Altstadt geprägt.

Es ist ein anderer Souk als wir bisher erlebt haben. Es ist ein lebendiger Souk, der auch hier nach Handwerk aufgeteilt ist.

Wegen der extremen Enge gibt es keine Autos oder Mopeds in dieser Altstadt. Manche Gassen sind gerade mal 50 cm breit und häufig gibt es auch Treppen dort.

Man kann den Handwerkern bei der Arbeit zu sehen und besonders groß ist das Gerberviertel. Mit viel Gedult und ausführlichen Erklärungen führte uns Elnoafi durch seine Stadt.

wir besuchten eine Bäckerei, hier bringen die Leute ihre Fladen hin und für einige DH werden diese gebacken, wir bekamen zwei Fladen geschenkt, warm und lecker.

In der Gasse der “ Lebensmittel“ gibt es eine Besonderheit. Weil die Gassen so eng sind haben die Läden keine Türen. Der Verkäufer schwingt sich an einem Seil über die Theke, naja, wenn nicht genug Schwung da ist, landet auch mal  ein Fuß auf dem Fleisch oder was  sonst so da liegt.

In den Gassen lohnt es  auch mal einen Blick nach oben zu wagen, zweifelhafte Konstruktion, aber sie hält.

Durch eine dieser 50 cm breiten Gasse gelangen wir in einem großen, noblem Restaurant und genossen ein genauso nobles Menü. Es ist immerwieder erstaunlich, welche “ Größen“ sich in den Gassen vestecken.

Für Heute war ein ruhiger Tag geplant und wir mußten noch unsere Vorräte aufstocken und fuhren mit dem Taxi zum Supermarkt und mit unserem Einkauf Irgentwann auch wieder zurück. Noch die nächste Route besprechen., denn langsam ging unsere Reise zu ende.


Sonntag 24. Februar

Larache

CP Aire de Repos de Larache

GPS  N 35 09.656   W 06 08. 597

 

Wenn man sagen kann, es gibt eine grüne Straße, so ist das diese Strecke.

Von Fes nach Sidi Kacem und dann auf die N1, eine gut ausgebaute Straße. Am Anfang war die Strecke etwas öde, später fuhren wir durch eine Landwirtschaftlich geprägte Natur. In hügeliger Landschaft mit weitem Blick auf grüne Felder, blühende Wiesen, Olivenhaine und natürlich durften die Orangenplantagen nicht fehlen. Die Straße wurde wieder kurviger und wir überquerten einen kleinen Pass mit schönen Ausblicken auf die bewaldeten Berge und Täler.

Nach einer schönen Fahrt erreichten wir unseren Platz für diese Nacht.


Montag 25. Februar

Tanger

Jetzt geht unser Aufenthalt in Marokko dem Ende zu und nocheinmal fuhren wir auf guter Straße eine schöne Strecke bis Tanger. Hier im Norden ist das Land grün mit viel Landwirtschaft und Vieherden. Am Straßenrand konnte man auch hier Obst und Gemüse kaufen.

Grgen 12 Uhr waren wir im Hafen und hlten mit unsere Bordkarten. Ab jetzt war Gedult gefragt, aber sehr,sehr viel. Ersteinmal durch die Passkontrolle und den Zoll. Die Papiere wurden gestempelt und die Fahrzeuge in Spuren gewunken. Was heißt Spuren, von vier Seiten in einer Spur. Das Gedränge war groß und die Angst auch. Der Gedanke wie teuer ein Blechschaden ist, läßt einen schon schwitzen. Denn Rücksicht war hier nicht angesagt. Ich wurde dann in die Spuren zum Scanner geschickt, wieder Gedränge. Man muß auf eine Bühne fahren, das Fahrzeug verlassen und dann fährt ein großer Waggon mit Elektronik gespickt vorbei. Der ganze Spaß hat dann bis 16 Uhr gedauert.

Dann endlich zur Parkposition und warten. Nach 2 Stunden LKW Verladung stellte man fest die Fähre ist voll.  Wieder warten. Dann wurden wir zu einem anderen Kai gelotst, jetzt ging es zügig auf die Fähre und wir legten um 20 Uhr ab. Gute Stunde Überfahrt und das Anlegemanöver dauerte dann auch noch bis 22 Uhr. Wir mussten jetz noch 14 km bis zu einem Parkplatz fahren. Es war ein langer Tag.

Wir hatten einen traumhaften Aufenthalt in Marokko und das Sprichwort heisst ja,  es gibt nichts umsonst, also muss man den An-und Abreisestress aushalten.

Noch eine Information: In Algeciras im Hafengebiet  gibt es einen Stellplatz

GPS   N 35°52′ 8,8   W 5° 31′ 22,2

 

Marokko Teil 3 Marrakesch

Marrakesch

Freitag 25.01. – Freitag 08.02. 2019

 

CP N 31°41’33.6 W 8°07’52,6

Ganz privat bei Reinhard & Aicha Schatz

Marrakesch “ Perle des Orients” hier kann man eintauchen in das orientalische Leben und sich verzaubern lassen wie im Märchen aus 1001 Nacht.

Wir fuhren von Agadir auf die neue Autobahn nach Marrakech, fast parallel zur alten Straße. Automatisch fuhr man etwas langsamer um die grandiose und abwechslungsreiche Landschaft zu genießen.

Auf unseren Camping angekommen erwartete uns eine Oase der Ruhe.

Eine Kasbah – es ist eine Mischung aus Burg und Schloß – gelegen in einem großen Garten und ein Pool darf natürlich auch nicht fehlen.

Wir sind gleich am nächsten mit dem Taxi ins Zentrum gefahren, zum Platz Djamaa el-Fna, der Platz der Gehängten in der Vergangenheit.

Die Kutubiya Moschee…. das Monumentale Minerett der Moschee, das Wahrzeichen der Stadt,überragt die Dächer der Medina und dient ale Orientierungspunkt aus allen Richtungen, um zum Djamaa el-Fna zu finden.

Es ist ein reges Treiben zu beobachten. Wegen seiner Einzigartigkeit wurde er von der UNESCO 2001 in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbe der Menschheit aufgenommen. Für viele Analphabeten und die Wenigen, die keinen Fernseher besitzen, ist der Halka ( ein Gesprächskreis) eine wichtige Informationsquelle.

Durch das Gewirr von Menschen tönt das Geläut der Wasserverkäufer. Man muss kein Wasser kaufen, es wird das Geld mit Erlaubnis für ein Foto verdient und die Preise steigen.

Zahlreiche Saftstände verkaufen frisch gepressten Saft aus den verschiedensten Früchten. Andere Stände bieten in Mengen diverse Dattelsorten, Feigen, Nüsse und getrocknete Früchte an. Frauen sitzen in kleinen Gruppen und bieten Henna-Tattoos an, sehr schön. Korbflechter uns kleine Souvenirs sind auch zu finden.

hier kann man sich mit einem Hennatattoos verschönern lassen

Jetzt hatten wir eine Pause verdient und setzten uns vor einem der vielen Restaurant und bestellten uns einen Tee.

Noch waren wir zögerlich in den Souk hineinzugehen, denn die Orientierung in diesem Gassengewirr ist nicht so einfach. Aber wir hatten die ideale Lösung und ließen uns von einen einem Tuk-Tuk durch nicht nur durch die Gassen die Souks fahren sondern auch durch die gesamte Medina.

Vom CP aus wurden einige Aktivitäten organisiert, an 3 Tages eine Fahrt zu verschieden Ziele im Hohen Atlas und einen Besuch der Medina mit einem Guid.

Wieder fuhren wir mit dem Taxi ins Zentrum, leider liegt der CP weit außerhalb und auf dauer gesehen war das Taxifahren teuer, pro Person 10 € für hin und zurück. Jetzt bitte keinen Aufschrei, so teuer wie in Deutschland natürlich nicht.

Unser Guid führte uns durch das Gewirr der Gassen im Souk und diese waren genau aufgeteilt nach den verschiedensten Handwerken. In eine der schmalen Gassen mit Olivenverkauf und Garbuden. An den Theken mit Schafsköpfen und Tajinen kann man beobachten wie Mèchoul (Lamm) zubereitet wird.

Weiter geht es zu dem ehemaligen Sklavenmarkt, heute werden natürlich keine Sklaven mehr versteigert sondern haben sich Gewürzhändler und Quacksalber niedergelassen. Getrocknete Echsen, Rosenblätter und Rosenwasser, Moschus Parfüm, die buntesten Gewürzschalen von Safran bis Paprika. Ein Eldorado für Liebhaber exotischer Spezialitäten.

Wir kommen zu dem Souk der Kupferschmiede. Diese fertigen auf kleinstem Raum mit einfachem Werkzeug wunderschöne Schalen. Töpfe, Teekannen, Becher und Lampen an, wahre Kunstwerke.

Wir besuchten den Holzschnitzer- und Wollfärber Souk. Hier wurden große Schals und Tücher in Traumhaften Farben angeboten. Mir fiel die Entscheidung schwer zwischen diesen Farben zu wählen und dann kam das verhandeln über den Preis.

Wenn man zäh ist zahlt man am Schluß den halben Preis.

Weiter geht es zum Ledermarkt, hier liegen Stapel von ungefärbter Tierhäute. Diese werden an den kleinen Werkstätten verkauft und hier werden die bunten Pantoffeln ( Barbusch) hergestellt.

Zwischendurch machten wir eine Pause in einem der kleinen Cafes mit Dachterrasse und hatten den Überblick über die Dächer der Medina.

Es gab noch vieles zu sehen, den „Frauenmarkt“ hier bieten die Frauen ihre Ware an, weelche sie in Heimarbeit angefertigt haben.

Eine junge Frau demonstriert das malen der Argan Nüsse. Daraus  wird das Öl gewonnen. In den Gesundheits Kräuter Tempel kann man sich mit vielen Kräutern, Salben und Ölen heilen lassen.


Donnerstag 31. Januar

Heute ist unser erster Ausflug nach Sidi Rahal in den hohen Atlas, er bietet eine märchenhafte Landschaft wie aus dem Bilderbuch mit seinen Wäldern, bizarren Felsen in den unterschiedlichsten Farben.

Mit dem hauseigenen Bus der besonderen Art und das ist schon ein Erlebnis.

Unser erster Stopp war der Garten „Anima“ dieser Garten wurde als einer der schönster der Welt beschrieben. Nun, alles ist bekanntlich Geschmacksache.  Auf jeden Fall betritt man in diesem Garten eine magische Welt der Sinnlichkeit, des Staunens, der Freude und der Inspiration.  Andrè Heller zählt zu den erfolgstreichsten Medienkünster der Welt und hat auch hier seine Ideen einfliesen lassen. Der Garten, ein wunderschönes Symbol des Lebens. Man flaniert zwischen kostbaren Bäumen, Blüten, Sträucher und Kunstwerken von Keith Haring, Pablo Picasso und vielen mehr.

Weiter ging die Fahrt auf einer etwas engeren Passstraße, besonder für diesen Bus, aber es war kaum Verkehr. Hier hatte man das Gefühl, die Zeit ist stehengeblieben.

Wir besuchten Hussaine und seine Familie, Freund von Rheinhard. In seinem kleinen Laden hatte Hussaine schöne Edelsteine,Calcite und natürlich auch Fossilien. Auf der Terrasse mit Blick auf die Berge wurden wir mit Tee bewirtet.

Auch eine Mittagspause durfte nicht fehlen. Wir saßen an einem Fluß und in diesem kleinem Dorf wird das Essen über die Straße gebracht. Musiker spielen auf ihren Instrumenten und erwarten natürlich ein kleines Entgeld.

Hier verirren sich nicht viele Touristen, aber Rheinhard kennt man schon seit Fahren hier und auch bei den nächsten Orte welche wir besuchten war das auch so.

Auf der Rückfahrt konnte man den Blick nochmal über die Landschaft schweifen lassen.


Gleich am nächsten Tag starteten wir den zweiten Tagesausflug nach Amizmiz.

Unterwegs besuchten wir eine alte Kasbah. Hier wurde wir von der Familie zum Tee eingeladen.

Danach ging es weiter nach zu dem malerisch gelegenen See von Takarkoust vorbei an dem Staudamm.

Das Ziel war Amizmiz, ein Bergdorf in dem sich keine Touristen verirren und man kann hier das ursprüngliche Leben beobachten. Vor unserer Rückfahrt stärkten wir uns noch mit einem Glas Saft aus verschiedenen Früchten und einem Sandwich, beides sehr lecker. Reinhard war auch hier bekannt und wurde von vielen als Freund begrüßt. So hatte es einen private Atmosphäre.

 


Nach zwei Tage Busreise war für heute kein Ausflug geplant und wir nutzten diesen Tag um wieder mit dem Taxi nach Marrakech zu fahren, denn wir wollten das Judenviertel und den Bahia Palast besuchen.

 

 

Der Palast trägt den Namen der Lieblingsfrau des Großwesirs Ba Ahmed Ben Moussa. Angeblich lebte er mit 4 Frauen und 80 Konkubinen in diesem riesigen Palast. Die 50 prachtvoll im maurischen Stil mit geschnitzten und bemalten Zedernholzdecken, Stuckverzierungen und Marmor ausgestatteten Räume stehen heute leer. Die gesamte Anlage bildet ein Labyrinth aus miteinander verbundenen Zimmern, Sälen, Innenhöfen und Gärten. Hier trafen wir auch unseren Tourguid mit einem Ehepaar welche auf den CP neben uns standen wieder und wir durften uns der Führung anschließen. Das war Glück für uns.

Mellah – das Judenviertel betritt man durch ein großes, reich verziertes Tor und gelangt in Gassen mit edlem Warenangebot. Das angenehmste war, man wurde nicht bedrängt etwas zu kaufen. Natürlich war ein Tag wieder einmal zu kurz um alles zu sehen, aber man kann ja wieder kommen.


Für heute ist die 3. Tagestour mit dem Bus geplant. Diese Tour geht schon richtig in den Hohen Atlas hinein. Schluchten, grüne Täler und das Ziel ist der berühmte Wallfahrtsort

“ Mulay – Brahim“

In diesem Ort steht eine berühmte Wallfahrt Moschee und einmal im Jahr kommen tausende Menschen hierher.

Reinhard führte uns durch die Gassen, wurde vom Wunderheiler begrüßt und wir erfuhren wofür die vielen Kräuter sind. Hier kann man jedes Zipperlein heilen.

Später ging es zu seinem Freund Ali, hier auf der Terrasse nahmen wir einen kleinen Imbiss.

Einschöner Blick von der Terrasse

Auf der Rückfahrt hatte man immer wieder einen tollen und anderen Blick auf die Bergwelt.

Und immer wieder konnte man einen Blick auf den höchsten Berg, den Toubal, 4250 Meter hoch.


Nun geht unsere schöne Zeit bei Familie Schatz zu Ende, wir haben viel gesehen und erlebt, mit netten Menschen die Gastfreunschaft der Familie genossen. Als krönender Abschluß haben wir im Schloß einen Marokkanischen Abend einer marokanischen Musiker Gruppe miterlebt. Damit es auch für uns stielecht wird, wurden wir traditionell eingekleidet.


Heute wollten wir un Marrakech noch zwei Sachen ansehen und erleben.

Wir wechselten von dem CP auf einem Stellplatz in Marrakech. Von hier hatten wir kurze Wege. Zuerst fuhren wir mit dem Taxi nach dem Jardin Majorelle, mein Lieblingsgarten.

Der französische Künstler Jacques Majorelle vereinte die auf seinen Reisen durch alle Kontinente gesammelten exotischen Pflanzen in diesem wunderschönen Garten, den er 1947 der Öffentlichkeit zugängig gemacht hat.

1980 erwarben der Modeschöpfer Yves Saint Laurent und dessen Lebensgefährte Pierre Bergè diesen Garten und gestalteten diesen zu einem beinahe mystischen

wunderschönen Ort der Ruhe und Besinnlichkeit.

Die Blütenpracht, das üppige Grün und die Größe der Pflanzen in diesem verwunschenen Garten sind beeindruckend.

Lotus, Bougainvillea, Bambus, riesige Katteen, Papyrus, dazwischen leuchten die blau gestrichene Gebäude und Bassins mit Schildkröten und Fischen. Als Kontrast dazu stehen in in gelb gestrichene bepflanzte Tongefäße.

In einem Innenhof kann man bei einem Imbiss oder auch nur Tee oder Kaffee seinen Eindruck von diesem Garten sinken lassen.

 

Bevor wir Marrakech verlassen wollen wir den “ Gaugler Platz” bei Nacht sehen.

Schon Am Nachmittag herrscht reges Treiben, denn es müssen nun die vielen Garküchen mit Tischen und Bänken aufgebaut werden. Es gibt ein vielfältiges Angebot an Speisen. Alles ist auch schön eingedeckt und dekoriert, die Beleuchtung darf auch nicht fehlen.

Nur einfach vorbei schlendern geht leider nicht. es wird einem sofort die Speisekarte vor die Nase gehalten und man kann noch nicht einmal das Angebot ansehen. Es gibt für uns etwas ungewöhnliche Speisen, es liegen da gebratenen Kuhhaxen herum oder auch etwas was wir nicht zuordnen können.

Diese Aufdringlichkeit ist sehr lästig. Auch die Gaukler oder Musiker welche ihre Darbietung zeigen, kann man nicht einfach sehen. Man steht kaum dabei, wird man sofort zum zahlen von einer Summe aufgefordert. Vor 5 Jahren hatte es nicht diesen Extremen Auswuchs. Wir beschlossen und das Geschen von einer Terrasse eines Restaurant anzusehen.

Nun werden wir Marrakech verlassen, wir hatten hier einen spannenden und abwechslungsreichen Aufenthalt.

Anmerkung: Erleben Sie Marokko ganz Privat – das ist das Motto der Familie Schatz

Es werden Aufenthalte im Schloss angeboten und Rundreisen, sowie Mehrtagestouren. http://www.marokko-reisen.de

Marokko Teil 2

Marokko Teil 2

13. Januar bis 23. Januar 2019

Safi

Sonntag 13.Januar

Maut 65 DH

Camping International GPS N32° 19’ 03 W 9° 14’ 18

Es war eine angenehme ruhige Fahrt auf der Autobahn, wir waren fast alleine unterwegs. Schöne Ausblicke über die Felder und weniger schön der Blick auf die Ansiedlungen. Baracken irgendwie zusammen gezimmert und mit Plastikplanen dicht gemacht. Für uns nicht vorstellbar dass hier Menschen leben. Sie passen auf den kleinen Weiden oder auch am Strassenrand auf ihr Vieh auf, manches mal auch nur ein Tier. Sie winken uns fröhlich zu.

Die letzten 20 Km bekamen wir eine Vorstellung wie die Straßen sonst aussehen. Loch an Loch und man tut gut daran im Schritttempo zu fahren.

Dann wieder die Stadt mit breiten Strassen, grosse Springbrunnen im Mittelpunkt des Kreisverkehrs und Blütenhecken am Straßenrand.

Der Platz wie fast immer außerhalb und wir fuhren mit dem Taxi zu unserem Ziel.

Safi ist über die Grenzen hinaus berühmt für die Keramikherstellung und zu diesem Töpfer Hügel wollen wir hin. Seit Jahrhunderten wird aus der Tonerde dieser Region hervorragende Gebrauchskeramik gebrannt. Die traditionellen Brennöfen sind noch in Betrieb, obwohl vorwiegend mit Gas befeuerte Öfen benutzt werden. Wir haben eine der Werkstätten besichtigt. Es ist wirklich interessant zu sehen, wie aus dem feuchten, rotbraunen Lehm die Gegenstände gedreht werden und nach dem ersten Brand bemalt  werden. Danach kommen die Stücke nocheinmal in den Ofen zum Hochbrand.

Die Menschen sind stolz auf ihre Arbeit, obwohl diese unter beschwerlichen Umständen und mit einfachen Mitteln hergestellt werden. In den Verkaufsraum dieser Werkstätten und auch in der ganzen Stadt kann man wunderschöne Keramik kaufen. Man findet auch durchaus kitschige Keramik, welche allerdings nicht in diesen Werkstätten hergestellt werden.

Wir haben in Begleitung die Stadt erkundet, in Gassen des Souks in denen man eigentlich nicht reingehen würde.

Wieder die verschiedensten Handwerker bei der Arbeit zugeschaut und eine Brotbäckerei besucht.

Vieles über die Geschichte und der Entwicklung der letzten 50 Jahre gehört. Safi ist noch für seine Sardinenfabrikation bekannt.


Essaouira

Dienstag 15.Januar

Camping Le Calme N 31° 25’ 57 W 9° 39’ 29

Der Platz liegt außerhalb von Essaouira , absolut ruhig.  Mit Schwimmbad und das Essen kann man zum Womo bestellen oder im schönen Restaurant verzehren.

Man hatte uns empfohlen von Safi aus die wunderschöne Küstenstraße zu fahren.In Safi selber und Umgebung fuhren wir erstmal an den Sardinen Fischfabriken vorbei, der Anblick dieser sehr heruntergekommenen Fabriken und der Abfall und Geruch war nicht besonders erbaulich. Endlich haben wir das Industriegebiet hinter uns gelassen und hofften auf die schöne Küstenstraße. Stattdessen fuhren wir eine stark beschädigte kurvenreich Straße. Bei dieser Beschaffenheit der Straße waren ca 176 km lang. Irgendwann kamen dann doch der einen und andere wunderschöne Ausblick auf den Atlantik.

Schnell fanden wir den Platz und wir konnten uns stellen wie und wo wir wollten.

Ein Nachteil diese Platzen war, dass wir ein Taxi bestellen mußten um nach Essaouira zu kommen. 100 DH pro Person.

Essaouira ist eine Hafenstadt an der marokkanischen Atlantikküste, welche portugiesisch geprägt ist. 1506 begannen die Portugiesen mit dem Bau von Hafenbefestigungen, sodass die Stadt einer kleinen Festung gleicht. Zum Atlantik hin gibt es eine Festungsmauer mit großer Kanonen Bestückung. Von hier hatte man einen herrlichen Ausblick auf die schroffen Felsen.

Als erstes besuchten wir den Hafen, eine Erlebnis der Besonderheit. Hier werden alte Schiffe restauriert und man ist stolz dieses zeigen zu können. Den Fischer bei der Arbeit zu schauen und den Fang hatten sie auf kleinen Verkaufstischen ausgebreitet. es waren Fische dabei, welche ich noch nie gesehen hatte. Hier konnte man sich den Fisch kaufen und gleich vor Ort zubereiten lassen. Provisorisch aufgestellte Tische und Stühle zwischen den Fischständen und den arbeitenden Fischer , hier konnte man sich hinsetzen und seinen “ Fang” verzehren.

Wir haben darauf verzichtet, denn außerhalb des Hafengeländes gab es schönere Gelegenheiten frischen Fisch zu bekommen. Wir suchten uns den Fisch aus und dieserwurde sofort gegrillt und mit Salat, Pommes und Brot serviert.

Wir besuchten nun die Medina und diese war anders als die Medinas sonst. Die Portugiesen haben im 8. Jh. eine völlige Neuordnug des Hafengeländes und der Altstadt vollzogen – spätesten bei einem Spaziergang ist dies zu erkennen. Breite Gassen, gepflegtes Handwerk hat sich dort angesiedelt. Es ist eine Freude durch die symmetrisch angelegte Medina zu gehen.

Hier konnten wir zuschauen wie mühsam das Agan Öl gewonnen wird. Diese kleine Frucht wird geschält und der harte Kern wird gemahlen.

Es ist fast wie im Kino, wenn man vor einem der kleinen Cafes sitzt und bei einem Tee das bunte Treiben beobachtet.

 


Agadir

Donnerstag 17. Januar

CP Atlantica Park

Ein neu angelegter Platz am Atlantik. Man kann diesen von der Straße aus sehen.

Wenn man die Adresse von Atlantica d´ Imourane ( N 30° 30’ 38 W 9° 40’ 53 ) eingibt, kommt man daran vorbei.

Es war eine schöne Fahrt und wir hatten wieder vieles zu sehen, wir fuhren  durch kleine  Dörfer und überall sah man reges Treiben.

Hier kommen wir unserem Ziel schon näher.

Ein schöner Platz, natürlich müssen die Pflanzen noch wachsen. Hier ließen wir uns von dem Maler Rachit unsere Womos verschönern. Rachit spricht deutsch und berät auch, was am besten passt. Hannelore hat sich auf der linken Seite ein Bild malen lassen

und ich konnte auch nicht wiederstehen und habe eine der Versorgungsklappen verschönern lassen.

Hier verbrachten wir 3 geruhsame Tage.


Sidi Ifni

Sonntag 20 Januar

CP N 29° 23’ 02 W 10° 10’ 16

Wir fuhren eine schöne Strecke und unser Ziel war Titniz, dort wollten wir uns die gut erhaltene Medina ansehen. Der CP vor dem Torbogen der Altstadt war leider besetzt und einen anderen gab es nicht. einige Womos standen auch frei auf einen Platz, aber das wollten wir nicht wagen.Es ist bekannt, dass die Polizei nachts die Plätze räumen lässt und wohin dann. Also weiter nach Sidi Ifni.

Wir fuhren auf einer guten, zwar kurvenreiche Straße durch eine sehr schöne und abwechslungsreiche Landschaft. Vorbei erst an Steppen ähnliches Land, dann wurde es grün und blühend, dann wieder große Flächen mit Kakteen bewachsen und später schöne Ausblicke auf den Atlantik.

Am Platz angekommen waren wir enttäuscht, dieser hatte keine ähnlichkeit mit der Beschreibung des Autors von dem Buch aus der Womo Reihe. Auch die Stadt wirkte von diesem Punkt aus auch nicht einladend.

Für diese Nacht ging es, aber bleiben auf keinen Fall. Auf den Weg hatten wir einen schönen Platz gesehen und den wollen wir morgen ansteuern.


Mirleft

Sonntag 21 Januar

CP Erkounte N 29° 30’ 50 W 10’ 04’ 10

Schön gelegener Platz, sehr gepflegt mit kleinem Restaurant.

Das Wetter hatte sich geändert und es war sehr windig und kalt, naja 16 Grad, aber der Wind war eiskalt. Die Sonne schien zwar, aber der Wind war zu stark um draußen sitzen zu können.


Tafroute

Mittwoch 23. Januar

CP Les 3 Palmiers GPS N 29° 43’ 18 W 8° 58’ 46

Wir fuhren wieder zurück nach Titniz und versuchten nochmal unser Glück bei dem CP, aber es war nur ein Platz frei. Jetzt hatten wir die Stadt endgültig abgehakt

Bis Tafroute waren es nur 107 km aber diese hatten es in sich. Erst einmal ging es 20 km durch reizloses, fast flaches Land. Dann fuhren wir an einem meist ausgetrockneten Fluß vorbei. Nun begann die Steigung im Anti Atlas, eigentlich gut zu befahren auch wenn es schon mal in den engeren Kurven etwas eng er wird, aber hupen hilft, der andere weiß nun Bescheid. Mühsam wird die Tour wenn ein uralt LKW den Pass hinauf schnauft und man keine Chance hat vorbei zu kommen, das dauert.

 

Auf dem Parkplatz des Hotel Kerdous machten wir eine Pause. Hier auf 1226 m Höhe hatte man einen gigantischen Blick auf die Landschaft. In der Hoffnung das der Lkw nun mit einem so großen Vorsprung nicht mehr zu sehen war, setzten wir unsere Fahrt fort. Wir fuhren an bizarren Felsformationen vorbei. Sahen wie Schwalbennester gebaute Dörfer an den Felshängen. Einige km vor unserem Ziel wurde die Straße nicht gerade einspurig, aber einer musste immer in das Kiesbett fahren.

Der CP war einfach, hatte aber alles was nötig war und nach einigen Metern war man im Zentrum. Die Stadt selber hatte nicht zu bieten.

Eigentlich wollten wir weiter bis Erg Chebbi, aber ich konnte mich schwach erinnern, dass diese Strecke sehr Abenteuerlich war, zumindest einige km. Ich fragte auf dem Platz nach, wer von dort kam und diese Strecke gefahren war. Ein Schweizer berichtete mir, er fährt seit 7 Jahren in Marokko, das der Zustand noch immer so schlecht war und riet uns davon ab. Jetzt war guter Rat teuer. Die anderen Straße nach Tata war für größere Womos ungeeignet, steil in den Kehren und zum großen Teil 1 ½ spurig. Das war mir zu riskant und Hannelore schlug vor, den gleichen Pass zurück zu fahren, den Weg kannten wir und so landeten wir wieder in Agadir.

Diesmal auf den anderen Camping, hier blieben wir 3 Tage.

Der Camping ist gut organisiert und die Stellplätze sind groß genug, aber hier steht man natürlich eng beieinander und dem Nachbar entgeht nichts.

Atlantica d´ Imourane N 30° 30’ 38 W 9° 40’ 53

Marokko Teil 1

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Marokko Teil 1

2019

1.Januar bis 12. Januar 2019
Dienstag 1. Januar 2019

 

Algeciras Hafen

Heute geht es nach Marokko. Die Fähre fuhr pünktlich um 11 Uhr ab, es ging alles reibungslos. 2 Stunden Überfahrt, in dieser Zeit stempelte die Polizei an Bord die Pässe. Vorher hatten wir mit dem Kauf der Tickets schon Einreiseformulare bekommen und ausgefüllt.

In Tanger Med ein großer moderner Hafen mussten wir durch den Zoll, eine Katastrophe, 4 Stunden hat es gedauert bis wir durch waren. Es ging sehr langsam. Die Zöllner kamen ans Mobil und gingen gemächlich zurück, wartete bis die junge Frau im Zollhäuschen mit dem 2 Finger Tippsystem alles ausgefüllt hat und brachte die Papiere wieder zum Womo. Geduld war gefragt und man konnte sich schon mal auf den Spruch “ Ihr habt die Uhr und wir haben die Zeit” einstellen.

Dann durch Tanger Stadt zum Kaufhaus Marjane um unsere Datenkarten für das Internet zu kaufen. Das Ganze war sehr zeitraubend und hier wird es früh dunkel und das auch ganz plötzlich. Nun wollten wir auch nicht mehr fahren und wie es im Reiseführer stand, könnte man hier auf dem Parkplatz über Nacht stehen.

Das war nicht so, der Security brachte uns zu einer nahen stillen Seitenstraße vor einer Schule, hier standen wir auch unter Bewachung für ein paar DH.


Asilah

Mittwoch 2. Januar

Stellplatz GPS N 35° 28’ 24,3 W 6° 01’ 40,8

Maut 16 DH

Auf dem Weg dahin besuchten wir die Herkulesgrotten , sind ein Besuch wert.     N 35° 45’ 33,8 W 5° 56’ 15,7

Die Höhle des Herkules hat eine Öffnung, die Afrika abbildet. Auch die beiden Fenster zum Atlantik, wo die Wellen hereinbrechen, echt Toll. Vor dem Höhleneingang kann man die Treppe hinunter an die Küste gehen und die Wellen bestaunen. Auf jeden Fall ein Besuch wert.

Weiter ging es nach Asilah, GPS N 34° 52’ 34,2 W 6° 17’ 19

Hier war ich vor 5 Jahren schon einmal und ich habe fast nichts mehr wieder erkannt. Der Stellplatz am Hafen gab es nicht mehr, dort wurde ein großer Platz angelegt mit Skulpturen und am Rande standen Pferdekutschen, alle in Pink geschmückt.

Die Zufahrt zum Hafen ging durch einen Torbogen, bewacht.

Weiß und Blau sind die vorherrschenden Farben, hell und heiter leuchten diese in die Medina von Asilah. Freundlich und zurückhaltend sind die Menschen. Man kann unbehelligt von aufdringlichen Verkäufer durch die Gassen schlendern und in die kleinen Läden gehen.

Die Medina hat sich zu einem Künstlerort entwickelt und kleine Geschäfte mit edlem Warenangebot hatten sich dort niedergelassen, eine schöne Atmosphäre.

Das war unser Taxi, nach unserem Einkauf wollten wir die 2 km Promenade nicht mehr laufen.

Der Stellplatz am Strand hat sich auch geändert, es gab dort nun ein einfaches Restaurant und auf der anderen Straßenseite noch einen großen Stellplatz, alles bewacht für 40 DH. Schön war es hier.


Moulay Busselham

Freitag 4. Januar

CP GPS N 34° 52’ 34,2 W 6° 17’ 19

Maut 36 DH

Die Fahrt auf der Autobahn führte uns an große mit Treibhäuser bebaute Flächen vorbei und ging flott voran.

Schnell waren wir am Camping, sehr groß und weitläufig. Eigentlich brauchte man nicht dicht zu stehen, aber die Franzosen sehen das anders, dicht an dicht, es wird eben gekuschelt. Das nervt natürlich, zumal viel Platz vorhanden ist. Man kann sich  aufregen, aber da kommt schon der nächste und jetzt wird es noch enger. Die Lösung wäre, einen langen Löffel und man könnte vom Nachbar Teller essen.        Glück muss man haben und die Gruppe fuhr am nächsten Tag weiter.

Der Müllwagen kam jeden Morgen und die Schafe waren auch immer zu Besuch.

Samstag 5. Januar

Der Platz liegt an einer Lagune, ein Naturschutzgebiet und Vogelparadies.Sie wird die “ Blaue Lagune” genannt und tatsächlich leuchtet das Wasse bei Sonnenlicht blau.

Nur einige Meter bis zum Hafen und wir konnten die Fischer beim ausladen ihres Fangs beobachten und uns gleich unseren Fisch kaufen, frischer geht es nicht.

Für unser Abendessen wollten wir noch frisches Gemüse einkaufen und gingen in den Ort zum Markt. Der Weg war nicht gerade kurz und wir hatten die Taschen voll. Außerdem mussten wir wieder Pünktlich am Platz sein, Hassan der Bootsführer erwartete uns.

Also nahmen wir uns ein Taxi der besonderen Art, sehr zum Gaudi der Männer, die überall herumsitzen.

 

Heute sind wir mit einem Fischerboot hinaus gefahren und haben vielfältige Vogelarten beobachten können und Pelikane, welche sich gerne verstecken. Wir hatten Glück, denn Hassan unser Bootsführer ist ein Vogelkundler und hat uns auf alles aufmerksam gemacht. Es waren 4 erlebnisreiche Stunden.

Hassan unser Bootsführer

Sonntag 6. Januar

Heute ist faulenzen angesagt, Reiseberichte schreiben und Bilder sortieren.

Nachts ist es kalt, aber am Tage kann man es super im Liegestuhl bei Sonnenschein aushalten.

Morgen Geht es weiter, dass ist auch gut so, denn wie oben beschrieben kuschelten die Franzosen, es wurde ungemütlich.


Rabat

Montag 7. Januar

Maut 66 DH

Stellplatz Marina N 34° 01’ 42 W 6° 49’ 58 aus dem dem Buch Womo – Reihe, leider durften hier keine Womos mehr parken.

So fuhren wir noch zwei andere vorgeschlagene Plätze an, mit dem gleichen Ergebnis. Entweder übernachten verboten oder es gab den Platz nicht mehr.

Aber immerhin haben wir uns die Medina angesehen. Gerne hätten wir uns auch den Königspalast angesehen, aber ohne Französich konnten wir gar nichts klären.