Kroatien 2019

Kroatien

Anfahrt

2019

Lange auf meinen Reiseplan war Kroatien und in diesem Jahr wird der Plan verwirklicht. Es führen viele Wege zum Ziel und wir, das ist Hannelore, Ute und ich haben beschlossen die Dolomiten und Meran zu besuchen und nicht nur das.

Ute fuhr nur 10 Tage mit uns und musste dann wieder nach Hause. Hannelore und ich fuhren weiter und besuchten noch einige Orte in Italien.

Samstag 10. August

Bingen

Stellplatz Mobilhafen

Start, wie immer in Düsseldorf und unser erstes Ziel war Bingen, so als Einführung die richtig gefahrenen km.

Zu Bingen möchte ich nicht viel erzählen, denn das Ziel Drosselgasse kennt fast jeder und so nur einige Bilder.


Montag 12. August

Garmisch Patenkirchen

Stellplatz an der Wankbahn

N 47°30’14,0 E 11°6’22,0

Es war eine lange Fahrt, eine Stunde im Stau. Endlich am Platz angekommen fing es an zu regnen. Aber für Heute war es egal, wir saßen am Abend im Mobil gemütlich zusammen und schmiedeten Pläne für den nächsten Tag.

In meinem Bericht “ Deutschland” habe ich schon einmal über Garmisch Patenkirchen berichtet.

Unbedingt sollte man das Schloss Linderhof besichtigen,in dessen Nähe auch einige Stellplätze gibt.

Die “Königliche Villa” ist das einzige Schloss, das König Ludwig II. von Bayern

(1845 – 1886 ) vollenden konnte (1878). Das kleine “Lustschloss” liegt in einem weitläufigen Park. Hier kann man noch einige andere Gebäude besichtigen.

 

Beeindruckend ist der angelegte Landschaftsgarten, mit seinen wunderschönen Blumenbeeten, Springbrunnen und der langen Kaskade mit Figurenbrunnen.

Die Inneneinrichtung des Schlosses ist sehr prunkvoll, hier nur einige Bilder.


Donnerstag 15. August

Mittenwald

Stellplatz am Bahnhof

Eigentlich wollten wir die Patnachklamm in Garmisch besuchen, leider war kein Parkplatz zu finden, denn es ist ein begehrtes Ausflugsziel.

Der Ort der Geigenbauer, auch heute noch.

Somit haben wir uns mit Mittenwald getröstet. Es ist durchaus einen Besuch wert, ein reizender Ort mit seinen Lüftlmalerei und prächtigen Blumenschmuck an den Häusern.

 


Freitag 16. August

Kastelruth

Stellplatz auf einem Bauernhof “ Riler Hof”

N 46°34`11,2 E 11°34’13,8

Mal was anderes, mitten in der Natur mit Blick auf die Dolomiten und Kastelruth.

Wir hatten Gesellschaft von den Kühen auf der Weide, jetzt könnte man sagen, na und. Aber es war schon ein tolles Schauspiel wie sich eine Kuh um ihr in der Nacht geborenes Kälbchen kümmerte. Noch wackelig auf den Beinen wurde es mehrmals vom Bauer wieder aufgestellt. Am nächsten Tag gingen die beiden schon spazieren.

Kastelruth bekannt durch die Seiser Alm. Hier kämpft die Vegetation zu Füßen der Dolomiten ums Überleben. Zirbenbäume, Almrosen und Latschenkiefern, sind die sichtbarsten Vertreter dieser Zone.

Man kann die Seiser Alm nur mit dem Bus oder Gondel erreichen. Für den Verkehr ist die Straße von 9 – 18 Uhr gesperrt. Die Touristen oder Bedienstete in den vielen Hotels und Gästehäuser haben eine Sondergenehmigung.

 

 

Natürlich war an diesem Samstag Hochbetrieb auf der Alm. aber es verteilte sich und wir machten eine wunderschöne Wanderung mit vielen tollen Ausblicke und sahen die Dolomiten immer mal in einem anderen Licht.

An unserem Ziel, eine Alm, hatten wir uns eine zünftige Brotzeit und ein Bier verdient. Mit dem Bus ging es wieder zum Start unserer Wanderung zurück. Hier warteten wir auf den Bus, welcher uns direkt an dem “Riler Hof” absetze.

Am Sonntag war ein Jährlicher Umzug in Kastelruth. Trachtengruppen und Musikkapellen aus der Umgebung zogen an uns vorbei. Oldtimer und eine Feuerwehr aus der Vergangenheit. Handwerker führten die alten Arbeitsweisen vor. Das gesamte Zentrum war ein Festplatz.


Montag 19.August

Meran

Camping Hermitage

N 46° 40’15,4 E 11°12’10,3

Ein schöner Terrassenplatz mit Blick auf die Berge. Vor dem Platz steht das Hotel Einsiedler mit seinem gepflegten Garten, Liegewiese und Swimmingpool, hat natürlich seinen Preis.

Jetzt erstmal einen Stadtbummel, Kaffee und Kuchen hatten wir uns auch verdient. Der Bus, welcher uns hin und her gefahren hatte, hielt direkt vor dem Hotel.

Für den Dienstag hatte ich schon von unterwegs eine Busrundfahrt in die Dolomiten für uns gebucht. Ein besonders schönes Erlebnis. Die Fahrt ging über Bozen durch das Eggental zum Karersee, dem schönsten Alpensee am Fuße des Latemar. Weiter über den Karerpass, vorbei am Urlaubsdomizil der Kaiserin Sissi, ins Fassatal nach Canazei bis zum Pordoijoch. Der Pass ist vom Langkofel, Sella- Massiv und von der Marmolata-Gruppe umgeben. Auf dem Rückweg fuhren wir über das Sellajoch, mit dem schönsten Fernblick zu den Geisler Spitzen, ins Grödnertal. In St. Ulrich war nochmal ein Rundgang angesagt und hier ist fast alles vom feinsten, incl. der Preise.

Das Wetter war beim Start unserer Tour nicht sehr vielversprechend, aber zum Glück hatte es sich aufgeklärt. Die Straße zu den “Drei Zinnen” war wegen zu hohem Verkehrsaufkommen gesperrt. Da diese zum Weltkulturerbe gehören, wird überlegt, ob in Zukunft nur noch Reisebusse fahren dürfen. Unser Fahrer hatte viel Geschichtliche Details von Land und Leuten erzählt und es war eine schöne und informative Fahrt.

Nun ging eine schöne Zeit zu Dritt zu Ende. Ute musste wieder Richtung Heimat fahren. Hannelore und ich nahmen die Fahrt Richtung Kroatien auf.

Kroatien wir kommen !!!!!!!


Italien

Mittwoch 21.August

Verona

Camping Erona Village

N 45° 23’ 31,6 E 10°58’40

Der Bus hielt direkt vor dem Platz, bequemer geht es nicht.

Verona, jetzt nochmal etwas Kultur.

Eine Stadt mit mehr als zwei Jahrtausenden Geschichte, ist heute ein weitaus besuchtes internationales Touristenziel.Die ersten wahrhaftigen Aufzeichnungen stammen aus dem vierten Jahrhundert vor Christus. Ein wirtschaftliches Zentrum in der Römerzeit, was noch heute großartige Spuren hinterlassen hat, wie zum Beispiel die berühmte Arena, das Wahrzeichen der Stadt.

Schnell war die Piazza Bra gefunden, von hier starten die Sightseeing Busse und natürlich die Bimmelbahn.

Damit machten wir unsere Besichtigungstour und danach wussten wir, was wir uns nochmal ansehen wollten. Wir bummelten auf die Via Mazzini,

eine stets überfüllte Shoppingmeile bis zur Via Cappello, wo sich der Legende nach, an der Hausnummer 23 Julias Haus mit dem berühmten Balkon befindet.

 

Die malerische Piazza delle Erbe, wo man die Säule des Marktes, den Brunnen der Madonna Verona und die Säule von San Marco befindet. Der Platz ist von Palästen und Gebäuden umgeben, die die Geschichte Veronas geprägt haben.

 

Verona ist eine Stadt, welche man immer wieder besuchen kann und immer wieder etwas anderes entdeckt.


Freitag 23. August

 

Udine

Stellplatz auf einen begrünten Parkplatz

N 46°4’52,2    E 13° 13’ 22,8

Udine, eine Stadt, die sich zu entdecken lohnt. Sie liegt in der Nähe des Meeres und der Berge, nicht weit von Slowenien. Aus Zeitmangel konnten wir nicht alles besichtigen und besuchten nur die Burg. Durch den Bogen “Arco Bollani” geht man den Hügel hinauf auf die Burg. Von hier oben hat man einen wunderbaren Rundblick über die Stadt und bei klarem Wetter soll man die Julischen Alpen sehen.

Morgen steuern wir unser erstes Ziel in Kroatien an.

 

 

Rundreise im Juli 2019

3 Wochen durch Deutschland im Juli 2019

Dieses Mal möchte ich eine Rundreise machen und auf dieser Freunde besuchen und treffen.

Meine Ziele sind Ulm, Blaubeuren, Garmisch Partenkirchen, Regensburg, Bamberg, Bad Kissingen, das ist der Plan.

Am Mittwoch sollte meine Tour beginnen und mein erstes Ziel sollte Bingen sein, aber wie so oft kommt etwas dazwischen und ich konnte erst am Freitag starten, ein ungünstiger Termin.

Ich fuhr von einem Stau zum anderen und als Abwechslung gab es zwischendurch Baustellen, aber nach 6 Stunden und viel Geduld habe ich mein Ziel Ulm erreicht.


Ulm

Freitag den 5. Juli

 

Stellplatz am Donaustadion

GPS N 48° 24’ 26.0 E 10° 0’ 33.0

Wielandstraße 74

Dieser Platz ist gratis und nahe an den Öffentlichen Verkehrsmittel. Leider sehr laut, durch den regen PKW Verkehr auch die Straßenbahn. Für eine Nacht kann man das aushalten.

Gleich am nächsten Tag ging es los die Stadt zu erkunden. Alle Verkehrsmittel waren als Trostpflaster am Samstag frei, weil viel gebaut wird und mit Beeinträchtigungen der Fahrstrecken zu rechnen ist.

Ulm ist eine an der Donau am südöstlichen Rand der Schwäbischen Alb gelegen.

Das bekannteste Bauwerk dieser Stadt ist ihr gotisches Münster, dessen Kirchturm mit 161,53 metern der höchste der Welt ist. Dem Münster galt mein erster Besuch, ein beeindruckendes Bauwerk. Natürlich kann man auch auf den Turm steigen und den prächtigen Rundblick genießen, man muß nur die 768 Stufen erklimmen und ist dann 143 m hoch.

Vor dem Münster ist der Marktplatz und Heute war Markt.

Nicht weit vom Münster ist das Rathaus, welches durch die opulente Fassadenmalerei besticht. Die reich verzierte astronomische Uhr wurde um 1520 am Rathaus angebracht.

Der älteste Teil des Rathauses entstand 1370 als Kaufhaus.

Heute am Samstag war Hochbetrieb dort im Standesamt.

Von hier ging es weiter zur Donau. Die Stadtmauer Promenade mit Metzgerturm wurde 1480 als Bollwerk gegen feindliche Armeen errichtet.

Der Donau Uferweg ist sehr belebt, sei es durch Radfahrer oder eben durch Fußgänger. Hier könnte man auch mit dem Schiff auf die Donau fahren und Ulma von der Wasserseite betrachten.

Entlang der Donau kommt man zum Fischerviertel, es ist das bedeutendste Altstadtensemble und vermittelt durch seine alten Gassen, Brücken und Stege den Eindruck mittelalterliches Leben.

Kleine Geschäfte und urige Lokale auch direkt an der Blau- ein kleine Fluß, machen den Bummel noch interessanter.

Nach der Besichtigung steuerte ich wieder den Parkplatz an. Nach soviel schönen Eindrücken fand ich den Platz noch schlechter und beschloss weiterzufahren.

Einen schönen Stellplatz soll es in Blaubeuren geben, nur 35 km entfernt.


Blaubeuren

Samstag den 6.Juli

Stellplatz GPS N 48° 24’ 54.9 E 9° 47’ 27,2

Dodelweg 20

Ein sehr gut eingerichteter Stellplatz mit neuen Ent-/ Versorgungsstation. Gebühr 10 € incls. Strom. Einen Freibesuch für das angrenzende Schwimmbad. Der Freitag wurde nicht berechnet, da ich erst nach 18 Uhr ankam. Diesen Platz kann ich nur empfehlen.

An der “Blau” entlang kam ich zum “Blautopf”.Eine romantische Karstquelle am Südrand der Schwäbischen Alb. Der Topf ist ein kleiner sagenumwobenen See der mystisch blau erscheint.

Der Grund hierfür liegt in der Lichtbrechung: Alle Farben bis auf Blau werden beim Eintauchen in das tiefe Wasser ( 22 Meter ) verschluckt, allein Blau wird reflektiert und damit für uns sichtbar.

Herrlich spiegelt sich der der Kirchturm des ehemaligen Benediktiner Kloster im sagenumwobenen Topf.

Natürlich gibt es eine Sage: Der Dichter und Schriftsteller Eduard Mörike ließ sich von der wundersamen blauen Farbe der Quelle zu einem romantischen Märchen inspirieren.

Die schöne Lau, eine Wasserfrau, lebte dereinst dort, wo die Donau ins schwarze Meer mündet. Die junge Frau war jedoch stets traurig und jedes ihrer Kinder kam Tot zur Welt. Laut Weissagung ihrer Schwiegermutter würde sie erst ein gesundes Kind gebären, wenn sie fünfmal von Herzen gelacht habe. Dazu verbannte ihr Gatte, der der Donaunix, in den Blautopf. Doch auch in Blaubeuren blieben alle Anstrengungen zunächst ohne Erfolg. Erst als sich die Lau traute, in den Brunnenkeller der Stadt zu tauchen und dort die Blaubeurer Frauen kennenlernte, gelang ihr mit deren Hilfe das erlösende Lachen.

Auf meinem Weg zum Blautopf kam ich an der Haltestelle für die Bimmelbahn vorbei, mein Lieblingsgefährt.

In einer Stunde ist Abfahrt, ich war pünktlich und konnte mir auf angenehm bequeme Art mir den Ort ansehen. Die Bahn fuhr auch um den Ort herum, so hatte man einen schönen Weitblick.

Es war eine schöne informative Fahrt und danach habe ich die für interessanten Ecken abgelaufen.

Zu den schönsten Fachwerkhäuser der Altstadt, am Rathaus vorbei und dem historischen Brunnen zum Kirchplatz mit der Stadtkirche Peter und Paul.

Seit 2010 ist die Altstadt mit Mühlenviertel und Klosteranlage als Gesamtanlage-Denkmal ausgezeichnet.

Von hier geht es weiter ins Gerberviertel entlang der Aach, hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Die Holzbalkone an den Häusern bezeugen die ursprüngliche Nutzung der Häuser, als hier mühsam gegerbtes Leder getrocknet wurde.

Der Klosterhof ist eine kleine Welt für sich. Die spätgotische Klosteranlage ist zum großen Teil noch so erhalten, wie die Benediktinermönche sie von 1466-1510 erbaut haben.

Hier gruppieren sich die Mittelalterlichen Wirtschaftsgebäude und auch das Badhaus der Mönche.

Um 1510 erbaut, hatte das Haus ursprünglich zwei ganz unterschiedliche Aufgaben: Im Erdgeschoss war die Badestube der Mönche untergebracht. Der erste Stock hingegen diente adligen Gästen als Gästehaus.

Heute ist in diesen das Heimatmuseum untergebracht

Die Klosterkirche im spätgotischen Stil – verschont von großen Zerstörungen präsentiert sie sich weitgehend noch heute so.

Der wunderschöne Kreuzgang und der Kloster-Kräutergarten laden zum verweilen ein. Durch den Kreuzgang zur Brunnenkapelle und zum Chorraum mit Hochaltar von 1493.

Der Doppelflügelaltar ist eines der bedeutendsten Kunstwerk der Spätgotik im deutschen Raum.

Der kurze Weg zurück zum Stellplatz entlang der Blau war ein schöner Abschluß.


Ohlstadt

Montag den 8. Juli

Eine Freundin wohnt in Ohlstadt und wir haben uns 2 Jahre nicht gesehen, aber oft telefoniert und die Freude auf ein Wiedersehen war groß.

Natürlich hatten Uschi sich wieder ein Programm ausgedacht und wir fuhren nach Rottenbuch.

Hier steht eine Pfarrkirche, welche ich immer wieder gerne besuche. Die Ausstattung des barocken Gotteshaus ist aus dem 18. Jahrhundert.

Schon 1017 bestand bereits eine Kirche an dieser Stelle, das sogenannte Altenmünster. In den folgenden Jahren wurde die Kirche immer wieder verändert. Die Spuren aus vielen Stilepochen zeigen, dass es auch in der Lebensgeschichte einer Kirche keinen Stillstand gibt.

Dienstag den 9. Juli

Heute war eine Rundreise in die Vergangenheit angesagt, Uschi fuhr mit dem Auto all meine Lieblingsstrecken und Ziele, welche wir mit den Motorrädern gefahren sind, meine Begeisterung war groß. Vorbei an den Walchensee, eine kleine Bilderserie, so schön ist es hier.

In Fischbachau, ein tolles Gasthaus “Cafe Winklstüberl” kehrten wir ein. Das Angebot besteht nicht nur aus einer hervorragenden Küche sondern auch aus einen riesigen Angebot an Torten. Nach dem Motto: Ein Stück darf nicht weniger als 300 Gramm sein, sonst ist es ein Kecks.

Zum Abschluß fuhren wir nach Murnau am Staffelsee. Hier in der idyllischen Fußgängerzone reihen sich kleine Boutiquen, Restaurants und natürlich Eiscaffes, auch hier hatten wir unser Stamm Eisdiele und zum Abschluß gönnten wir und noch einen Eisbecher, der hatte noch Platz, nach dem leckeren Mittagessen.

So vergingen zwei schöne Tage.


Garmisch Partenkirchen

Mittwoch den 10.Juli

 

Stellplatz am Wank

GPS N 47° 30’ 14.0 E 11° 6’ 22.0

Wangbahnstr. 2

Ich wollte nun weiter zum nächsten Ziel, es waren nur wenige km bis zum Stellplatz.

Uschi hatte sich für Heute zum Motorrad fahren verabredet und bei ihr war auch Treffpunkt und ich wollte mir den Start nicht entgehen lassen. Ja, es kam ein wehmütiges Gefühl auf, aber ich hatte mich entschieden mein Motorrad abzugeben. Man kann ja nur ein Fahrzeug fahren, entweder Bike oder Womo.

Es war noch früh als ich auf dem Stellplatz ankam und ich fuhr dann gleich mit der Gondelbahn zum Wank hinauf. Hier kann man auf dem 3km langen Höhe Terrainweg das Gipfelplateau umrunden.

Der 1780 Meter hohe Gipfel vis-à-vis der Zugspitze ermöglicht einen sagenhaften Ausblick auf das Esterberg-, Ammer,- Karwendel,-und Wetterstein-Gebirge, hinunter auf Garmisch Partenkirchen und ins Loisachtal.

Mit der Gondel ging es auch wieder zur Talstation und ich wanderte von hier durch den Wald nach Partenkirchen.

Schöne Häuser mit Lüftlmalerei, es ist eine heimische Kunstform der Fassadenmalerei besonder in Oberbayern – Werdenfelser Land und Tirol. Die Zeit verging im Flug und ich musste wieder zurück. Der Weg war beschwerlicher, denn alles was runter geht, geht auch wieder hinauf.


Augsburg

Donnerstag 11.Juli

Stellplatz N 48° 22’ 11.5 E 10° 52’ 40.2 8 € Tagesticket V+E Strom extra

Bürgermeister- Ackerstr. 1

Von Uschi wurde mir Augsburg empfohlen und ich wollte mir die Stadt ansehen.Kaum war ich auf den gut besuchten Platz und es fing an zu regnen, aber wozu hat man einen Regenschirm. Bis zur Straßenbahn ging man ca 10 Minuten und 1x umsteigen, dann war man auf dem Rathausplatz. Hier ist auch die Touristeninfo.

Man gab mir den Tip eine Stadtführung mitzumachen.

Ich verschaffte mir den ersten Eindruck und fuhr wieder zurück.

Freitag den 12. Juli

Der Wetterbericht versprach bis zum Abend trockenes Wetter.

Um 11 Uhr ging es mit der Stadtführung los, aber schon bald fing es an zu regnen, was weniger angenehm war.

Zuerst besuchten wir das Rathaus mit dem Goldenen Saal, entstanden bis 1624. Er ist einer der imposantesten Repräsentationsräume In Deutschland und vermittelt den Glanz der Reichsstadt.

Neben dem Rathaus steht der 70m hohe Perlachturm. Im Jahre 989 als Wachturm erbaut und dient heute als Aussichtsturm.

Weiter ging es zur Fuggerei, eine der ältesten bestehende Sozialsiedlung der Welt, gestiftet 1521 von Jakob Fugger.

Der Herkulesbrunnen ist einer der drei Prachtbrunnen der Stadt und gehört seit dem 6.Juli 2019 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Wir gingen durch kleine Gassen und an noch einige interessante Gebäude vorbei.

Nach der Führung habe ich mich entschlosse, die anderen Sehenswürdigkeiten zu einem späteren Zeitpunkt zu besichtigen, denn bei dem Regen machte es keinen Spaß.

Die Stadt ist auf jeden Fall ein Besuch wert.


Regensburg

Samstag 13. Juli

Stellplatz am Azur Camping und bin auch sofort weitergefahren. Der Empfang war die Spitze der Unhöflichkeit, da gibt es keine Steigerung. Der Platz selber machte auf mich einen düsteren und ungepflegten Eindruck, eigentlich passend zum Empfang.

Mein Navi zeigte mir einen Stellplatz in Bad Abbach an der Kaiser-Therme an und ich kann nur sagen, super gut.

Bad Abbach       Stellplatz: Kurallee 4

Der Bus nach Regensburg hält direkt vor dem Platz und fährt stündlich, bis in die Altstadt( Endstelle). Radfahrer werden begeistert sein von den romantischen Radwegen entlang der Donau in Richtung Kelheim oder Regensburg. Auch für Wanderer ist es idealer Ausgangspunkt.

Regensburg hat einen gut erhaltenen Stadtkern und die der Donau zugewandten Altstadtseite ist von der Steinernen Brücke geprägt. Die Brücke mit dem Brückentor wurde 1135 bis 1146 gebaut.

Ich schenderte durch kleine Gassen und Hinterhöfe und immer wieder stand man auf einen größeren Platz. An einem Tag kann man garnicht alles sehen, also muß Regensburg auf die Liste: Nochmal besuchen.

Der Regensburger Dom ist die Bischofs-und Hauptkirche des Bistums Regensburg. Das Bauwerk gilt als das bedeutendste der süddeutschen Gotik. Der Dom ist auch die Ruhestätte bedeutender Bischöfe.In der Bautafel steht,das hier im Jahr 700 die erste Bischofskirche stand. verfolgen kann man in der Bautafel was bis 2009 geändert oder erneuert wurde. Der Dom ist auch die Heimat des traditionsreichen Domchores, der Regensburger Domspatzen.

Der nahe Domplatz wird vom Regensburger Dom beherrscht. Vor dem Dom, dem Kräutermarkt stehen die sehenswerten Patrizierburg Haus an der Heuport , die Adler Apotheke, eine der ältesten Apotheke der Stadt und der Adlerbrunnen von 1680.

Das Gebäude am Emmeramsplatz( Regierung der Oberpfalz) gehörte ursprünglich zum Klosterbereich und beherbergte 1792 bis 1812 die Hofhaltung der Fürsten von Thurn und Taxis. Als Entschädigung für die Abtretung der Postrechte wurde dem Fürstenhaus 1810 von Königreich Bayern die umfangreichen Gebäude auf dem Klostergelände aus dem 8.Jahrhundert übereignet. Zum Residenzschloss im heutigen Zustand wurde erst 1883/88 um- und ausgebaut. in den folgenden Jahren wurden immer wieder Änderungen vorgenommen. Teile des Schlosses werden bis heute von Angehörigen der Familie bewohnt.

Museum: Besichtigt werden können die Prunkräume und Inneneinrichtung aus dem Palais. Erhalten gebliebene Teil des Kreuzganges, historische Kutschen und die Fürstliche Schatzkammer.

Der Schlosspark ist erst am Ende des 18. und im Laufe des 19. Jahrhunderts entstanden und nicht frei zugänglich, jedoch finden im Park und Innenhof jährliche Veranstaltungen statt.

Sonntag 14. Juli

Auch das muß sein, ein entspannungstag mit dem Besuch der Kaiser- Therme


Bamberg

Montag 15.Juli

Nach einem erholsamen Sonntag geht es weiter nach Bamberg, diese Stadt hatte ich schon einmal besucht, aber es lohnt immer wieder ein Besuch.

Auf den Weg dahin habe ich einen Abstecher nach Pottenstein gemacht.

Pottenstein    Pegnitzer Straße 100

Der Ort ist ein gemütliches fränkisches Felsenstädchen und ist bekannt durch seine Höhlen.

Das Wahrzeichen des Ortes ist die älteste Burg in der Fränkischen Schweiz. 1000-jährige bewohnte im Besitz der Freiherren von Wintzingerode. Die Besichtigung war an einem Montag leider nicht möglich.

In diesem Juragebiet gibt es 6 Schauhöhlen und ich habe die Teufelshöhle, die bekannteste besucht.Die unterirdischen Höhlen sind Archive längst vergangener Zeiten und bietet eine spannende Entdeckungsreise zumal jede Höhle anders ist. Mit einer Führung von 40 Minuten kommt man an Faszinierende und bizarre Formationen vorbei. Man erfährt das in dem unterirdischen Reich der Dunkelheit eine angepasste Tierwelt gibt, ein Leben ohne Licht.Durch diese Höhle führten 400 Stufen.


Bamberg

Stellplatz am Heinrichsdamm GPS N 49° 53’ 10,8 E 10° 54’ 10,3

Bamberg ist eine Stadt in der man auf Zeitreise gehen kann, hier atmet Geschichte und wird lebendig, inmitten enger Gassen, auf mittelalterlichen Plätzen und einzigartigen Bauwerken.

 

Eines der dunkelsten Kapitel der Bamberger Geschichte sind die Hexenverfolgungen, den im 17.Jh. Hunderte von Bürgern zum Opfer fielen. Die Hexenverfolgung erfasste Männer und Frauen aus allen Schichten bis hinauf zu den Bürgermeistern. Wer einmal im “Trudenhaus” dem Hexengefängnis, landete, war schon so gut wie verloren.


Bad Bocklet

Mittwoch 17. Juli

Stellplatz GPS N 50° 15’ 53,5 E 10° 4’ 29,9

Landschaftlich hat das Frankenland und die Bayerische Rhön viel zu bieten und so bin ich in diesem Ort gelandet. Der Platz liegt gleich gegenüber des Kurparks und die Bushaltestelle ist auch hier.

Einige Schritte weiter ist ein Supermarkt, also verhungern braucht man nicht.  Von hier ist es ein idealer Ausgangspunkt Bad Kissingen zu besuchen ob mit Bus oder Fahrrad.


Heiligenkreuz

Donnerstag 18. Juli

Stellplatz Privat

Heiligenkreuz in Franken, ein kleiner Ort mit 51 Einwohner und km weit kein Netz, aber viel Natur und wenig Verkehr. Auf meiner Fahrt hierhin habe ich immer mal angehalten und meinen Blick über das Land schweifen lassen.

Hier in diesem Ort trafen sich Womo Fahrer welche sich irgend woher kannten, sei es aus Marokko oder von anderen Treffen. Zu diesem Fest hat Fam. Schatz geladen. Auf meiner Marokko Reise habe ich bei Fam. Schatz in Marrakesch auf dem Grundstück mit dem Womo gestanden.

Hier, bei diesem Treffen gab es ein herzliches Wiedersehen, auch mit alten Freunden. Neue freundschaften wurden geschlossen und viel Reiseerfahrungen ausgetauscht.

Aicha + Reinhard haben das Treffen super organisiert und die Töchter und Freunde trugen mit musikalischen Darbietungen und Tanz zur Unterhaltung bei.

Hier in diesem Ort erlebt man noch ein richtiges Dorfleben.

Am Samstag wurde Brot im Dorf Backhaus gebacken, ein für uns besonderes Ereignis.

es sind auch immer genug Helfer dabei. Der Teig wird in einer großen Wanne mit der Schubkarre gebracht. Mit einem KG Griff eine Menge heraus geholt und an die nächste Frau weitergegen. In einer Schüssel in die richtige Form geworfen, dann weiter in den Ofen.

Jetz heißt es warten ,fasst zum Ende der Backzeit strömt ein lecker Duft aus dem Ofen . UDavon werden die angelockt, die auch ein Brot kaufen wollen.

Am Vormittag um 11 Uhr fing das Vorheizen des Ofen an und um 14 Uhr war das Brot fertig.

Es sind natürlich immer die Selben, wir waren die ganze Zeit dabei und uns mit Bier, auch ohne Alkohol und mit viel Spaß uns die Wartezeit vetrieben .

Aus diesen Fischteichen bekam ich die dicken Forellen, frisch auf dem Tisch.

Sonntag 21. Juli

Das war mein Letztes Ziel und ich fahre Heute wieder nach Hause. Die gesamte Reise war ein schönes Erlebnis, durch schöne Landschaft und kleine Orte gefahren, nette Menschen kennengelernt. Die Zeit ist wieder einmal zu schnell vergangen.

Kirschblüten am Kaiserstuhl

Ich habe bisher immer über meine Reisen im Ausland berichtet, dabei lohnt es sich auch über mein Heimatland Deutschland zu schreiben. Es ist zwar spät, aber nicht zu spät davon zu berichten.

Kirschblütenzeit am Kaiserstuhl 

14. – 21.April

Wohnmobilgarten Kirschenhof in Königschaffhausen     Königsweg 1

Hier auf diesem sehr schönen Stellplatz war ich schon mehrere Male und es ist immer wieder ein Erlebnis.

Die Kirschbäume waren in voller Blüte und soweit das Auge reichte ein Blütenmeer. Der Wettergott ahnte das ich wieder am Kaiserstuhl war und bescherte uns ein Traumwetter.

Diesmal war eine Freundin mit ihrem Womo mit von der Partie. Die Anreise unterbrachen wir in Bad Dürkheim. Auf dem Stellplatz war noch reichlich Platz und wir konnten das Zentrum zu Fuß gut erreichen. Es war ein sonniger Nachmittag ud wir schlenderten durch den Kurpark und an den Salinen vorbei. Herrlich anzuschauen war die Blütenpracht.

Nach unserem Rundgang hatten wir uns ein Essen verdient und wir wollten eigentlich in das bekannteste Restaurant “ Das Fass“,

aber leider alles reserviert. Nun ging es auf die Suche , die Auswahl ist im Ort groß. Wir hatten nach kurzer Zeit ein schnuckeliges Lokal gefunden.

Das Essen war hervorragend und ein Besuch zu empfehlen. Gut gegessen machten wir uns auf zum Stellplatz, ein schöner Verdauung Spaziergang.

Nach einer ruhigen Nacht ging es weiter, jetzt hatten wir nicht mehr viele km zu fahren und freuten uns schon auf das große Stück Schwarzwälder Kirschtorte im Café auf dem Platz.

Leider ging unsere Rechnung nicht auf, denn es war eine Umleitung ausgeschildert, wie so oft, für Ortsfremde sehr unübersichtlich und auch Strassen dabei, welche ab 3,5 t gesperrt waren. Wir irrten etwas herum und fragten schliesslich an einer Tankstelle nach dem Weg, wir waren nicht die Ersten. Der Tipp: Über Frankreich fahren, gesagt, getan. Dann ging es zügig voran und bald hatten wir unser Ziel erreicht. Schön wieder hier zu sein und es immer wieder ein Erlebnis, auf einen Platz zu stehen umgeben von blühenden Kirschbäume und Wiesen.


Montag  15.April

Jetzt hatte ich den Wettergott wohl doch zu sehr gelobt, denn Heute war es saukalt und es hatte immer wieder geregnet. Nicht das wir uns gelangweilt hätten, wir hatten uns viel zu erzählen und außerdem mussten wir anfangen das Kuchen Angebot im Café zu testen. Ein Freund aus der Gegend kam dann auch noch dazu und machte uns den Vorschlag mit uns in den nächsten Tagen schöne Fahrrad Touren zu zeigen.


Dienstag  16. April

So muss es sein, die Sonne scheint. es war eine Radtour angesagt und wir machten uns startklar mit vielen Hindernissen . Ute hatte ihren Hund Maja dabei und er sollte ja auch mit. Erst einmal musste der neue Hundeanhänger zusammengebaut werden. Gut das wir einen Fachmann dabei hatten und mit vereinten Kräften war das Teil Einsatz bereit. Jetzt kam der schwierigste Teil, Maja musste darein. Mit drücken, schieben und Leckerei war es geschafft. Unser Ziel war Burkheim und wir fuhren am Rhein entlang und durch Wiesen und Wälder.

Pünktlich zur Mittagszeit kamen wir in einem der kleinen Ortschaften an und fanden sofort ein Lokal, jetzt war erst einmal Stärkung angesagt.

Weiter ging es nach Burkheim, 762 taucht der Name in schriftlichen Unterlagen erstmal auf. Kaiser Karl IV. erteilte 1348 das Stadtrecht. Den Reiz des Städtchens macht das harmonische und geschlossene Ortsbild der unter Denkmalschutz stehenden historischen Mittelstadt aus.

Eingefaßt vom barocken Stadttor und überragt von der Schlossruine. Auf Kopfsteinpflaster läuft man zwischen den kleinen Bürgerhäusern aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Erich konnte uns viel geschichtliches erzählen und machte uns auf einige Besonderheiten aufmerksam.

Wir kerten in einem kleinen Café der besonderen Art ein. Kunst und Kuchen wäre der passende Titel.

Nach unsere Kaffeepause machten wir uns auf den Weg zu unserem Platz. Die Rückfahrt war weniger idyllisch, vorwiegend Strasse und das auch noch mit einigen Anstiegen.


Samstag 20..April

Breisach am Rhein

ist eine Stadt am Oberrhein an der deutsch-französischen Grenze auf halbem Weg zwischen Colmar und Freiburg Breisgau und jeweils 60 km von Basel und südlich von Straßburg. Ich schreibe dies so ausführlich, weil diese schönen Ziele mit den öffentlichen Verkehrsmittel von unserem Stellplatz zu erreichen sind.

Zur Geschichte : Um 1146 hatte der Baseler Bischof auf dem Münsterberg zwar eine Kaufmannssiedlung mit einer Kirche errichten lassen, doch die Stadt Breisach im heutigen Sinne gründeten die Staufer im Jahr 1185.

Für Heute war eine Besichtigung der Stadt Breisach geplant. Diesmal wollten wir es ganz bequem haben und fuhren mit einem Womo dahin. Auf einem Stellplatz am Rhein konnten wir parken und es war ein kurzer Weg zu den ersten Sehenswürdigkeiten.

Der steile Anstieg zum Münsterberg hat sich gelohnt, von hier hatten wir einen tollen Ausblick.

Die Kirche und noch einige Kaufmannshäuser, gut renoviert und heute als Hotel und Wohnungen. Auf Bänken im Schatten der Platanen konnten wir uns von dem Anstieg erholen. Ein Trost, die anderen Besucher kamen genauso keuchend an wie wir.

Jetzt ging es wieder hinunter zu dem Zentrum der Stadt. Bei herrlichem Wetter und mit einem Eisbecher konnten wir das rege Leben beobachten. Langsam schlenderten wir durch die Stadt zurück zum Parkplatz und warfen noch einmal ein Blick hoch zum Münsterberg.

Die restlichen Tage erkundeten wir die Gegend mit dem Rad und auch zu Fuß. Obwohl ich schon häufiger hier war, entdecke ich immer wieder was neues. 7 Tage sind nun schon wieder vorbei und am Ostersonntag geht es wieder Richtung „Heimat“

Marokko Teil 4

Marokko Teil 4

vom 9. Februar – 25. Februar

Weiter geht die Fahrt wir verlassen Marrakesch und sind gespannt was uns weiterhin erwartet.

Samstag 9.Februar

Quarzazate

CP N30° 55’ 24 W 6° 53’ 12

Von Marrakesch aus durch das gewohnte Verkehrschaos, waren wir nach einer Stunde Fahrt im Hohen Atlas und fuhren auf der N 9 über den Pass “ Tizin-n-Tichkal.

Ein 2.260 m hoher Gebirgspass, einer der schönsten Pässe in Marokko. Der Name kommt aus der Berbersprache – wobei tizi soviel “Bergwiese” und tischka “ gefährlich” bedeutet.

Wir wussten dass auf dieser Strecke viele Baustellen sind und wir planten die Zeit ein. Die zunächst noch grüne Hügellandschaft verwandelt sich mehr und mehr in eine karge ,braune Landschaft aus Bergen und Kurve für Kurve kommt man auf die Passhöhe. Später wechselte das dunkle Braun in anderen Farben.

Es war eine schöne Fahrt, denn wir konnten nicht schnell fahren und hatten Zeit unsere Blicke schweifen zu lassen. Wir fuhren durch die abwechslungsreiche Landschaft des hohen Atlas. Wie schon von unseren vorherigen Ausflügen im Atlas hatten wir auch hier die Felsformationen in bizarren Formen und wechselnden Farben von rot zu dunkel Terracotta Ton bis fast gelb – dem hellen Terrakotta Ton.

Ouarzazate ist bekannt durch sein großes Filmstudio, internationale Film Companies haben hier schon gearbeitet. Der bekannteste Film ist wohl “Lawrence of Arabia” von 1962.


Sonntag 10. Februar

Tazarine

CP Village Touristiqu Bougater

GPS N 30° 46’ 41 W 5° 34’ 07

Wir sind von Ouarzazate bis Agdz über den Pass Tizi-n-Tinififft , es ist die N9 gefahren.

Eine sehr gut ausgebaute Straße, viele Kurven aber keine Kehren, auch für große Womos geeignet. Ich betone es hier, weil in verschiedenen Bücher und Reiseberichte wiedersprüchliche Angaben gemacht worden sind. Auch ich war unsicher, aber ein Ortskundiger hat uns geraten diesen zu fahren, es sei auch ein Erlebnis.

Aus dem Ort heraus führte eine gute Straße vorbei an Palmenhaine.Dann wurde es etwas trostlos, gleich einer Steinwüste. Bald kamen wir dem Gebirge näher und die trostlose Landschaft wurde von kleinen Oasen aufgelockert und wir stiegen immer höher, fuhren durch viele Kurven und erreichten die Baumgrenze. Viele tiefe Schluchten auf unserem Weg, eine atemberaubene unwirkliche Berglandschaft.

Ich hätte gerne nach jeder Kurve gehalten um diese Grandiose Landschaft zu bewundern, leider war das nicht möglich. Da nicht viel Verkehr war, gönnten wir uns den Luxus langsam zu fahren. In diesem wirtschaftlichem Gebiet hatten kleine Dörfer gesiedelt, lebten von dem was die wenigen Oasen hergaben.


Montag 11. bis 17. Februar

Merzouga

CP Desert Hotel Le Chance

GPS N 31° 08’ 00 W 4° 01’ 13

Schöner großer Platz vor den Dünen. Hier war ich vor 5 Jahren schon einmal und es hat vieles zum Guten verändert.

Erg Chebbi, die bekanntesten Dünen.

Von Tazarine fuhren wir die N 12 bis Rissani. Eine sehr interessante und abwechslungsreiche Strecke, gut zu befahren. Die Steinwüste wurde von kleinen Oasen aufgelockert auch kleine Orte durchfuhren wir.

Dann rückten die Berge wieder näher, diese hatte der Wind eine eigentümliche Form gegeben. Das Farbenspiel war wieder beeindruckend, es wechselte von helle bis sehr dunkele Terrakottatöne.

In Rissani angekommen ließen wir es uns nicht nehmen die Stadtmitte zu erkunden.

Ein Offizieller Parkplatz für uns gab es nicht aber uns wurde schon zugewunken wo wir parken konnten, dort standen schon zwei Womos. Selbsverständlich erwartete man einen kleinen Obolus. Kein Problem, erst aufpassen bis wir zurück sind, OK ?

Den kleine Kindern gaben wir Schokolade und wurden mit einem Lächeln und strahlende Augen belohnt. Dann kamen 12 Jährige und bettelten, diese wurden von den größeren Jugendlichen sofort verjagt.

Natürlich bietet sich auch immer jemand als Guide an, wenn er etwas deutsch kann. Ich gab ihm eine Tafel Schokolade für seine Kinder und er wollte jetzt kein Geld für seinen Dienst.

Er führte uns  durch Gassen, wo gearbeitet wurde. So konnten wir einem Bäcker beim backen einer marokkanischen Pizza zusehen, aber essen wollten wir keine. Wir gingen noch in einigen Hinterhof Läden, dort fand man wirkliche marokkanische alte Sachen.Hannelore hat einen sehr schönen Dolch erstanden, handeln ist immer Pflicht.

Wir wurden noch durch die verschiedenen Märkte geführt und dann war unsere Zeit schon wieder um, denn wir mussten weiter.

Wir stellen immer wieder fest, sobald man in Begleitung durch die Märkte geht wird man nicht angesprochen, daß alleine ist schon einige DH wert. Zurück zu unseren Womos entlohnten wir auch die Aufpasser und hielten für uns zum Dank bei der Abfahrt die Kreuzung frei, welch ein Service .

Es waren noch ca 60 Km bis zu unserem Ziel. Merzouga hat sich ausgebreitet,neue Straßen, welche vor 5 Jahren auch noch nicht da waren. Da ist es kein Wunder wenn das Navi spinnt. Wir irrten etwas herum und ein Mofafahrer sah seine Chance einige DH zu verdienen und führte uns zu unserem Platz.

Hier wurden wir herzlich begrüßt.

Am Dienstag erkundeten wir die nähere Umgebung. Etwas abseits vom Platz standen einige Herden Dromedare, bereit die Touristen in die Wüste zu tragen.

Nicht weit war ein kleiner Ort, etwas trostlos. Aber hier konnte man in kleinen Läden alles für den täglichen Bedarf kaufen.

Auch wir haben unsere Vorräte etwas aufgestockt. Der Nachmittag war fürs faulenzen im Liegestuhl vorgesehen. Nur die Abende und die Nächte waren recht kühl.

Heute Mittwoch, hatten wir uns mit Achmed der Chef des Hotels für eine Wüstentour verabredet. Wir fuhren mit seinem 4×4 Geländewagen.

 

Es war eine beeindruckende Fahrt. Wir besuchten Hotels in der Wüste und wurden zum Tee eingeladen. Für uns unverständlich die vielen sehr große Hotels, denn die Gäste fehlen.

Wir besuchten einen Platz wo Mineralien abgebaut werden unter sehr gefährlichen Gegebenheiten. Weiter ging es durch die Wüste, aber keineswegs nur Sand, nein Steine, schimmernd in grau bis schwarz. Achmed hielt an einer Stelle hier an und wir suchten nach Fossilien und fanden auch welche.

Wir waren zu Gast bei einer Berberfamilie und wurden bewirtet mit Tee und einer großen marokkanischen Pizza ( ein Fladen gefüllt mit Gemüse). Für mich war dies ein Erlebnis was mich sehr bewegt hat. Die Herzlichkeit der Frauen ( zwei Familien) und die Fröhlichkeit der Kinder. Für die Kinder hatten wir als Gastgeschenk Schokolade und Bonbons mitgebracht und Achmed hatte Mandarinen. Die Freude war groß.

Wenn man bedenkt welches ärmliche Leben geführt wird. Wir bekamen einen Einblick wie gekocht und gebacken wird, auf offener Feuerstelle und in einem Erdloch. Gelebt wird in zwei kleinen Lehmhütten ohne Wasser und Strom. Lebensmittel und Wasser werden über weite Wege in Kanister herangeschafft. Ein Esel ist hier das Transportmittel. Ein Leben voller Entbehrungen und Arbeit.

Auf dem Rückweg hielt Achmed an einem Haus mit Innenhof an. Hier leben Musiker eine Traditionellen Gruppe und hier finden auch traditionelle Vorführungen und Tanzdarbietungen statt.

Wir bekamen eine ganz private Tanzdarbietung.

Für uns spielten einige Musiker und ich versuchte mein Glück auf einem Instrument zu spielen, ähnlich einer Gitarre.

 

Die Begeisterung war groß. Ich habe eine schöne Erinnerung an diese Gruppe, denn ich durfte sie vor 5 Jahren live erleben. Heute habe ich mir wieder eine CD gekauft als Erinnerung.

Als Abschlus besuchten wir den Zeitsee bei Merzouga, ein See in der Wüste.

Es war ein ereignisreicher Tag.

Eigentlich wollten wir nach 3 Tagen wieder weiter aber es gefiel uns so gut, dass wir noch einige Tage verlängerten, es waren absolute Wohlfühl Tage.

Am Samstag, unser letzter Tag hatte uns Achmed zu einer Fahrt nach Erfoud, eine kleine Stadt in der Wüste, eingeladen.

Hier besuchten wir einen Wochenmarkt. Auch eine Kooperative für Marmor, Kristalle und Fossilien, welche hier verarbeitet wurden.

Im Ausstellungsraum konnten wir die wunderschönen Gegenstände in ihrer Vielzahl bewundern.

Achmed lud uns zum Mittagessen bei einem Freund ein. Ein Restaurant mit einem sehr schönen Garten, gelegen in der Wüste. Ich betone das wieder einmal, denn es führt keine Straße dahin, man muß es wissen und den Mut haben diese kaum erkennbare Piste zu fahren.

Nun verlassen wir unseren Platz in der Wüste. zum Abschied nocheinmal einen schönen Sonnenaufgang.


 

Sonntag 17. Februar

Midelt

CP Hotel Ksar Timnay

GPS N 32° 45’ 06 W 4° 55’ 08

Wir verabschiedeten uns herzlich von Achmed und versprachen im nächsten Jahr wiederzukommen und länger zu bleiben.

Bis Rissani kannten wir nun schon die Strecke und auf einer gut ausgebauten Straße der N 13 erreichten wir schließlich das Ziz – Tal.

Wir fuhren oberhalb des Flusses entlang, welcher leider etwas weniger Wasser hat als sonst. Der Fluß gibt zahlreichen Palmenoasen das kostbare Nass. Die wiederum das darunter wachsende Gemüse und Obstgärten den nötigen Schatten spenden.

Danach wird die Straße von vielen ausgetrockneten Flussbetten begrenzt. Die Felsen haben eine bizarre Form und bilden eigenartige Formationen. Wir fuhren an einem Stausee vorbei, der riesige Hassan Addakhil See blinkt uns in einem türkis entgegen.

Schließlich fahren wir weiter den Pass hinauf und fuhren durch den Legionärs Tunnel. Nun das hatten wir uns etwas Spektakulärer vorgestellt. Die Tunnel wurde von den Franzosen gebaut und ist 1000 m lang und ein Durchfahrtshöhe von 3,50 m, aber man sollte mittig fahren. Auch heute noch steht ein Wachposten vor seinem Häuschen.

Weiter auf 2000 m Höhe erleben wir eine grandiose Landschaft. Die Straße wird links und rechts durch die verwitterten, roten Felsen des Atlas begrenzt. Wir fahren vorbei an tiefen Schluchten und werden wieder von hohen Bergen bedrängt.

Dann weitet sich das Land und Kleinpflanzen kriechen den Berg hinauf. Bäume bilden ganze Wälder, denn wir sind wieder unterhalb der Baumgrenze.Es ist ein Wechselspiel der Natur und hat mir viele Male einen “Wow” Ruf entlockt. Die gesamte Strecke und der Tizi – n- Talrhemt (1907 m) waren auf 280 km ein tolles Erlebnis.


 

Montag 18.+ 20. Februar

Azrou

CP Euro Camping

GPS N 33° 26’ 36 W 05° 11’ 25

110 km eine Fahrt durch ein Bilderbuch der Natur. Unser nächstes Ziel Azrou / Ifrane, hier leben Berberaffen in einem Naturschutzgebiet. Heute sollen es noch 5000 sein.

Von Midelt aus fuhren wir weiterhin auf die N 13. Es ging erst durch eine nichtssagende Landschaft, aber bald erreichten wir wieder die Ausläufer des Atlas und die Straße stieg ständig in sanften Kurven an.

Wir fuhren wieder durch eine schöne und abwechslungsreiche Landschaft, man hatte das Gefühl, dass das Bild immer nach wenigen Kilometer wechselte. Wir fuhren an Baum bewachsenes Gebirge vorbei, dann wieder an tiefe Schluchten und karge Felsen in allen möglichen Terrakottafarben. Bald waren wir oberhalb der Baumgrenze in 2104 m Höhe und fuhren auf einer Hochebene. Hier oben ließen uns die Reste der Schneefelder staunen, auch die am Straßenrand gesetzten Schnee Stöcke sind ein sicheres Zeichen das es hier Schnee gibt.

Viele km fuhren wir auf dieses Hochplateau, bewachsen mit Moos, Flechten und kleinen Büschen. Hier hatten die Schafs-und Ziegenherden genug zu fressen. In dieser Höhe waren nicht nur Bergdörfer sondern auch eine Stadt mit breiten Straßen und man winkte uns wieder zu. Nun ging es gemächlich wieder herunter und die Büsche und Bäume säumten den Straßenrand, die Berge waren in den Hintergrund getreten.

Wir passierten ganz plötzlich ein großes, dichtes Waldgebiet und die vielen Affen Schilder machten uns darauf aufmerksam,daß wir durch das Naturschutzgebiet fuhren, in dem die Berberaffen leben.

Bald waren wir am Ziel und fuhren auf einen schönen CP. Hier war ich vor 5 Jahren auch schon mal und hatte diesen noch gut in Erinnerung.

Natürlich wollten wir auch die Affen sehen und weil es erst 13 Uhr war,am liebsten sofort. Ich fragte den Platzwart nach dem Weg,leider etliche km von hier. Aber er war so freundlich und bot uns an mit seinem Auto dort hin zufahren.

Auch hier gab es einen festen Platz im Wald, wo sich der Kommerz ausgebreitet hat. Es standen Verkaufsstände mit den üblichen Souvenirs und Pferde mit bunten Sätteln und Decken geschmückt, bereit für einen Ausritt.

 

Aber die Hauptattraktion waren die Affen welche von in den Bäumen turnten und auf ihre Nüsse lauerten.

Wir kauften auch eine Tüte Erdnüsse und ich war noch damit beschäftigt die Tüte zu öffnen und die Nüsse in die Jackentasche zu tun. Die Arbeit konnte ich mir nun sparen. Einer der größeren Affen stibitzten mir die Tüte ruckartig aus den Händen und weg war er. Bei der nächsten Tüte passte ich besser auf und die Fütterung konnte beginnen.

Wir hatten viel Spaß zu sehen wie die Affen sich durch die Bäume schwangen und immer wieder zu uns kamen. Ein lustiges Schauspiel und die Affen hatten hier ihr Paradies.

Wieder am Womo angekommen wurde das Wetter schlechter, kälter und grauer.

Es fing an zu regnen und wir trauten unseren Augen nicht, es schneite.

Schnee in Marokko – Azrou liegt auf 1450 m und wir hörten, daß von Dez. bis im März hinein Schneefall keine Seltenheit ist. Im letzten Jahr wurde der Platz für eine Woche wegen 1 m Schnee geschlossen.

Heute ist wieder Sonnenschein und 13 Grad.

Morgen geht es weiter nach Fes.


Donnerstag 21.-23.Februar

Fes

CP Diamant  Vert

GPS  N 33° 59′ 23    W 05° 01′ 23

Auch die  Strecke nach Fes war ein Genuß, entspanntes fahren auf gut ausgebauten Straßen, teilweise durch   Landwirtschaftlichem Gebiet. Die Ware wurde am Strassenrand angeboten. Auch wir kauften unser Obst und Gemüse.

Der Platz war schnell gefunden und der Eingang sah super aus, eine gepflegte Anlage mit großer Rezeption, Restaurant und Bungalows. Nur der Stellplatz war in einiger Entfernung von der r

Rezeption, sehr schlammig und die Elektrik sah an einigen Säulen sehr Abenteuerlich aus. Die Sanitäranlage war überraschen gut und gepflegt.

Freitag

Heute haben wir eine Verabredung mit unserem Guide Elonafi. Er holte uns um 11 Uhr am Platz ab und führte uns den ganzen Tag durch Fes. Wir hatten uns diese Stadt bis zum Schluss aufgehoben.

Fes ist eine Stadt im Nordosten von Marokko, die häufig als Kulturhauptstadt des Landes bezeichnet wird. Es ist die älteste der vier Königsstädte des Landes. Der König residiert in Fes und hält sich häufig im dortigem Palast auf. Die Altstadt steht seit 1981 als Weltkulturerbe unter dem Schutz der Unesco. Das religiöse Leben wird durch die vielen Moscheen in der Altstadt geprägt.

Es ist ein anderer Souk als wir bisher erlebt haben. Es ist ein lebendiger Souk, der auch hier nach Handwerk aufgeteilt ist.