Kroatien

Kroatien

Istrien

24.Aug. – 06.Sept. 2019

Samstag 24.Aug.

Savudrija

Camping Lighthouse N 45°29’25 E 13°29’34.6

Die Fahrt nach Triest in Slowenien, nur 140 km entpuppte sich zum Alptraum.

Wir kamen zügig aus Udine heraus Richtung Autobahn, diese war gesperrt und wir fuhren eine große Umleitung immer den Schildern nach, bis keine mehr da waren.

Was nun? Wir waren auf einer Landstraße und entschieden uns für immer geradeaus, die gefühlte Richtung. Zwischendurch bei Lidl eingekauft und weiter. Irgendwann kam ein Hinweis nach Triest. In Slowenien muss ich eine Go Box haben, war nicht so einfach eine Tankstelle zu finden, endlich war auch dieses geschafft.

Bevor wir nach Kroatien einreisen wollte Hannelore nach Piran, diese Stadt gilt als der schönste Küstenort in Slowenien. Wir fuhren auf eine Kurvenreiche Strecke zu unserem Ziel. Vorher waren schon viele Parkplätze ausgeschildert, aber nicht für uns. Hannelore hatte gelesen, Parkplätze genug,leider nur nicht für uns. Die diversen Hinweise, keine Womos und nur Autos bis 3,5 t. Hannelore ignorierte alle und ich musste mit 4,5t hinterher, es gab keine Wendemöglichkeit. Dann kam der ersehnte Parkplatz mit Schranke und wir mussten auf kleinstem Raum wenden, wir waren der Empörung der anderen Autofahrer ausgeliefert. Man bedenke, es war Samstag und Hochbetrieb.

Nun ging es die Strecke wieder zurück Richtung Kroatien. Der nächste Stau an der Grenze, obwohl schon seit Juli 2017 Kroatien zu den Mitgliedstaaten der EU zählt, erfolgt nach wie vor Grenzkontrolle, geschuldet der Flüchtlingsproblematik.

Aber wir waren “Stau -geprüft”. In Savudrija angekommen, war der Platz,empfohlen von Asci schnell gefunden. Leider sah dieser sehr ungepflegt aus und wir fuhren wieder 2 km zurück zu einem kleinen, neuen und schöneren Platz. Ein langer Tag mit gutem Ende.

Sonntag 25. Aug.

Heute haben wir die Gegend erkundet. Jetzt konnte der Urlaub unter kroatischer Sonne anfangen. Die Halbinsel ist meerseitig von nach Harz duftenden Pinien umgeben. Intensiv nahm man den typischen Geruch des Meeres wahr. In dem alten Naturhafen hatte man die “fliegenden Boote” zur Schau gestellt.

Die fliegende Boote

Der wenigen Boote wegen lohnte es sich nicht, in der felsigen Bucht einen Hafen zu bauen. Man hatte eine andere Lösung. Entlang der Mauer wurden Holzgestelle errichtet, an denen die Boote mit einem Flaschenzug aufgehängt wurden und nach bedarf ins Wasser gelassen wurden.

Noch zu erwähnen ist der stattliche Leuchtturm mit seinen 36 m Höhe soll er der höchste in Kroatien sein.

Der Badestrand ist steinig und stellenweise etwas abschüssig, nicht unbedingt das reine Badevergnügen.


Montag 26. Aug.

Umag

Parkplatz  N 45°26’06.0 E 13°31’24.4

Direkt am Wasser und sehr teuer.

Schnell war die erste Sehenswürdigkeit erreicht. Rest aus dem 14. Jahrhundert alte Stadtmauer. Weiter schlenderten wir durch die Gassen der Altstadt mit wenigen barocken Häusern.

Natürlich auf Tourismus eingestellt findet man hier viele kleine Geschäfte und hat eine große Auswahl an Restaurants.

Auf dem großen Platz, dem Mittelpunkt des Ortes erhebt sich am Rande ein freistehender Glockenturm und die Kirche St. Maria. Wir gingen zurück über die lange Strandpromenade, gesäumt von den üblichen kleinen Verkaufsständen, zu unseren Mobilen.

Pula

Stellplatz am Hafen  N 44° 52’ 35,9 E 13° 50’ 49.3

Parken darf man nur in Zone 2 und zahlt für einen Tag 100 Kn gilt von 8 -18 Uhr. Am nächsten Tag sollte man spätestens um 8 Uhr fahren sonst ist wieder ein Tagessatz fällig.

Nach einem kurzen Spaziergang ist man am berühmtesten Bauwerk von Pula, die römische Arena, das Amphitheater. Wer sich für Archäologische Steinfunde interessiert ist hier gut aufgehoben, es gibt noch weitere Fundstätten.

Wir erkundeten lieber den Altstadtkern. Natürlich auch hier findet man die kleinen Läden und eine Vielzahl von Restaurants.

Wie üblich steht auch hier der Glockenturm neben der Kirche.

Zurück geht es am Hafen vorbei .


Dienstag 27. Aug.

Insel Cres

Camping Poljana

“das Geld nicht wehrt”

Unser nächstes Ziel ist die Insel Cres.

Schnell waren wir an der Fähre und entrichtete unseren sehr teuren Fahrpreis, jeden falls für mich über 7 m.

Ich kannte die Insel von einer meiner Motorradtouren in Kroatien. Die Landschaft muss man mögen. Es ist eine lang gestreckte Insel mit einer sehr kontrastreichen Landschaft. So geht der Laubwald des Nordens und der Nadelwald der Inselmitte in eine endlos erscheinenden Steinwüste über. Sie ist durchzogen von kilometerlangen Trockenmauern, zwischen denen Schafe an kümmerlichen Gräsern und Kräuter knabbern. Der Süden der Insel dagegen bedeckt immergrüner, dichter Wald.

 

 

Wir steuerten die Insel Losinj an, nur durch einen Kanal von der Insel Cres getrennt.

in einem Hochglanzfoto wurde der Campingplatz mit gleichem Namen angepriesen.

Wir freuten uns und planten einige Tage zu bleiben, umso größer war die Enttäuschung was wir gesehen haben. Uns wurde ein verdreckter Platz ohne Strom, unter Bäumen für 37 € angeboten. Nein, den wollten wir nicht. Gut, es war Hochsaison und alles besetzt, aber man war so freundlich und fuhr uns mit einen Elektrokarren zu den noch freien Plätzen. Leider waren diese alle zu eng, aber nicht nur die Plätze, selbst die Zufahrten wären ohne rangieren nicht zu bewältigen gewesen und diese Plätze waren weitaus teurerer. Aber so bekamen wir einen Überblick über einen ungepflegten Platz zu hohen Preisen. Das was wir gesehen haben hatte keine Ähnlichkeit mit dem Hochglanzfoto.

Frustriert fuhren wir zurück und fanden den Camping Poljana, dieser hatte noch viele Plätze frei. Auch hier zeigte man uns die Plätze, alle zu klein für Womos über 7 m und uns blieb nichts anderes übrig als die sogenannten Panorama Plätze zu nehmen auf Schotter mit Strom für 80 € pro Tag. Es ist kein Preisleistungsverhältnis. Die Sanitäreinrichtung in den Jahren gekommen und bei 2 Duschen war zu fast jeder Tageszeit Schlange stehen angesagt. Warum ich so ausführlich berichte, weil es eine dreiste Abzocke auf dieser Insel ist.

Am nächsten Tag wollten wir eine Bootstour machen, aber für 2 Leuten wollte der Skipper nicht anlegen, wir könnten ja zu ihm kommen.

Wir bekamen dann doch noch Bescheid, er legt mit dem Boot an, denn es hatten sich noch 3 Personen gemeldet.

Die Bootstour war schön und auch enttäuschend, besonders für Hannelore. Es wurden einige schöne Badeplätze angefahren und man sprang vom Boot in das super klare Wasser, nur uns hatte man es nicht gesagt und so konnten wir nur den anderen beim Schwimmen zu schauen.

Klippen springen war angesagt

Wir legten an einer kleinen Autofreien Insel an und hatten Zeit uns diese anzusehen.

Zurück am Platz hatten wir es in der Rezeption gesagt, aber man zuckte nur die Schulter.

Uns ist die Lust auf weitere Erkundung der Insel vergangen, wir fühlten uns als lästige Urlauber, aber das Geld nahmen sie.


Freitag 30.Aug. bis Dienstag 3.Sept.

Insel Krk

Campingstopp Felix  N 45° 01’ 46.1 E 14° 34’ 53.7

ein netter kleiner Platz, sehr freundlicher und hilfsbereiten Besitzer, Felix.

Schnell war der Fährhafen auf Cres erreicht und wir reihten uns in die Km lange Warteschlange ein. Nach der Erfahrung die wir gemacht haben, könnte man auf den Gedanken kommen, hier stehen Leidensgenossen die auch die Insel verlassen wollen.

 

Es waren große Fähren und wir kamen noch mit, natürlich wieder für einen hohen Preis.

Krk, die größte Adriainsel präsentiert sich an der Nordspitze marmorkahl, im Osten hingegen gebirgig und mit fruchtbaren Flyschtälern. Den sanften Westen prägen sommergrüne Laubwälder. Der Badetrubel konzentriert sich auf die Westküste und da wollten wir hin.

Die Hauptstadt Krk zählt mit zu den schönsten Orten auf der Insel.

Das von einem Zwiebelturm bekrönte hübsche “Alt-Krk” liegt in einem Fischerhafen zwischen zwei Buchten.

Es wurde mit dicken Mauern und Bastionen zum Land und Meer hin geschützt.Es gibt kleine Gassen, welche sich zu erkunden lohnt.

 

s besonders die hübsche Flaniermeile angetan mit kleinen Boutiquen und andere kleine Geschäfte mit feinem Angebot.

Da uns in den nächsten Tagen der Wettergott mit Sonne und mehr als 30 Grad belohnt, war das für uns ein Grund in den Boutiquen schöne luftige Kleider zu erstehen. An diesem Tag haben wir unseren Einkauf auch noch mit einem großen Eisbecher gekrönt.

Samstag 31.Sept.

Heute ist ein Badetag angesagt. Der Strand ist sehr klein, aber ein Strand-lokal bot sehr komfortable Sonnenliegen für einen kleinen Preis an. Wir verbrachten den Tag im Schatten von Pinien und ließen uns mit kalten Getränken verwöhnen. Einige Schritte und man war im glasklaren Wasser.

Ich selber gehe nicht gerne im Meer schwimmen und habe lieber Hannelore zugeschaut, denn sie konnte als Wasserratte nicht genug haben.

Hannelore schwimmt noch mal ein Stückchen raus

Wir reservierten die Liege auch gleich für den nächsten Tag.

 

 

Felix hatte für den Abend ein Programm im Angebot, was wir natürlich mitmachten.

An diesem Wochenende war ein Weinfest in Vrbnik, in dessen Umgebung der qualitätsvolle Weißwein “ Vrbnicka zlahtina “ produktziert wird. Der Ort liegt auf einem Fels, der steil ins Meer fällt. Wir schlenderten durch die alten Gassen, bewunderten einige Sehenswürdigkeiten aus dem 14./ 15. Jahrhundert. Viele der Einheimischen saßen an diesem herrlichen Sommerabend vor ihren Häusern und wir konnten den einen und anderen Blick hineinwerfen.

Die engste Gasse in diesem Ort, gerademal 40 cm breit, galt lange Zeit als die engste Gasse der Welt. Heute war natürlich besonders viel los.

Wir besuchten auch ein der alten Wein-Kellergewölbe wo manch guter Tropfen verkostet wird, was wir auch getan haben.

In den Strassen und auf den Plätzen spielten Musiker.

Vrbnik muss man gesehen haben! Die Altstadt über dem Meer ist einfach faszinierend, sie war schon immer eine Künstlerstadt. Vrbnik ist eine der ältesten Orte auf der Insel, die Illyer haben die Stadt gegründet und in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahre 1100 wurde Vrbnik zum ersten mal schriftlich erwähnt.

Sonntag 1. Sept.

Wir gingen schon beizeiten zu unserem mittlerweile Lieblingsort. Die Liegen warteten schon auf uns und wir wurden wie alte Bekannte begrüßt. So verbrachten wir wieder einen entspannten Tag am Wasser.

Am späteren Nachmittag waren wir mit dem Sohn von Felix zu einer Bootstour verabredet. Herrlich mit dem Boot an den unbewohnten Inseln vorbei zu fahren und die Vogelwelt erleben.

Diesmal kam auch Hannelore auf ihre Kosten und konnte einige Male von Bord ins Wasser springen.

Am Abend saßen wir noch in einem Lokal direkt am Meer bei einem leckeren Essen und schönem Ausblick und konnten dem abendlichem Treiben zu sehen.

Montag 2. Sept.

Heute wollten wir auch mal die andere Seite von Krk sehen, dass “Neu Krk”. Über die Hafenallee kamen wir in das Moderne Stadtteil, bestückt mit Hotels, Banken ,Kaufhaus und viele Anbieter von Bootsfahrten, Boots- und Rollerverleih.

Hier gibt es auch einen Campingplatz, schön gelegen, aber die Preise sind ein Wermutstropfen.

Dienstag 2.Sept.

Wir haben uns Heute einen faulen Tag verdient, viele schöne Erlebnisse gehabt und werden nun planen was unser nächstes Ziel ist.

Eigentlich wollten wir entlang der Küste bis Dubrovnik fahren. Wir wälzten nochmals die diversen mitgenommenen Reisebücher und kamen zu dem Ergebnis, dass die Plitvica Seen unser letztes Ziel in Kroatien sein wird. Ich habe dann  die Eintrittskarten über das Internet bestellt.


Mittwoch 4.Sept.

Plitvicka

Camping  N 44° 51’ 48.2 E 15° 38’ 21.0

Wir verlassen Krk über die Krker-Brücke. In Zwei Bögen mit insgesamt weit über 1300 m Länge überspannt sie einen Meeresarm und verbindet die Insel mit dem Festland. In dieser Richtung wird keine Maut fällig, da diese schon mit dem Fährticket entrichtet wurde.

In Richtung Plitvicka bekamen wir einen kleinen Vorgeschmack von den Bora Winden.

Der Platz war schnell gefunden, eine einfache Ausstattung, aber mehr brauchen wir auch nicht.

Donnerstag 5. Sept.

Die Einlasszeit auf unseren Karten war 10 Uhr und der CP lag 5 km von dem Eingang entfernt. Mit dem Rad auf die sehr stark befahrenden Straße zu fahren wollten wir uns nicht antun. Die Angestellte von dem Platz bestellte uns ein Taxi und diesem nahmen wir auch für den Rückweg, Anruf genügte.

Im Jahre 1944 wurde das Gebiet um die Plitwitzer Seen zum National Park erklärt. 1979 erfolgte die Aufnahme in das Weltkulturerbe – Register durch die UNESCO.

Dies vorab, bevor wir eintauchen in diese faszinierende Wasserwelt. Wir erleben ein zauberhaftes Wasserparadies, was uns staunen lässt. 16 Seen und etliche Wasserfälle aus der Höhe von 2m bis zu 76m Höhe stürzen in die Tiefe.

Der Blick fällt auf blaugrüne Seen, die die Wasserfälle miteinander verbinden, mal vereinzelt, mal in Gruppen aus den verschiedensten Höhen. Dann gibt es wieder die kleinen Rinnsale die gemächlich vor sich hin plätschern, durchtränken das Moos hüpfen über Steine, im Wasser liegende Baumstämme um wieder in einen See zu fliesen. Ein sich immer wiederholendes Schauspiel.

Man geht über Waldwege welche von der Sonne durch das Blätterdach der Bäume durchflutet wird. Stege führen durch diese Wasserwelt und man ist beeindruckt von der Schönheit dieses Naturschauspiel.

 

Die Krönung dieses Schauspiels bildet der vom Fluss Plitvica gespeiste Wasserfall, tosend stürzt er sich 76 m in die Tiefe in einem der unteren Seen.

Man ist so gefesselt von dieser Wunderwelt, dass einem nicht bewusst wird, wie viele km man gelaufen ist. Erst am Ausgang merkt man es.

Der Besuch war ein Erlebnis der besonderen Art, einfach einmalig.

Es ist der richtige Abschied von Kroatien.

Als Tipp sei gesagt, so früh wie möglich gehen, wenn erst einmal die Busse ihre Touristen entladen ist das Gedränge groß.

Morgen geht es weiter nach Slowenien.

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