Italien 2017

Der erste Teil von Italien ist geschrieben unter Anreise nach Griechenland.

Ancona

Mittwoch 15.März 2017

Pünktlich kam die Fähre an und die Entladung begann, wir waren fast die letzten. Hannelore musste viel rangieren um wieder aus dieser Lücke zu kommen und sie hat ein kürzeres Mobil. Als ich das sah habe ich mich geweigert ohne etwas zu sehen rückwärts zu fahren. Einer von den Mitarbeitern fuhr mit Hilfe von zwei Kollegen mein Mobil aus dieser Lücke, der Rest war dann einfach und man winkte uns noch zum Abschied zu. Für eine weiter Fahrt war es jetzt schon zu spät und wir übernachteten im Hafen, dass kannten wir ja schon.


Rom

Donnerstag 16. März 2017

Stellplatz: Area di Sosta LGP   N 41°-52′-31  E 12°-33′-19

Hier war ich schon 2015 schon einmal und ich kann diesen Platz sehr empfehlen. Alles vorhanden was man braucht und ein Campingplatz hat nicht mehr. Personal sehr freundlich. Die Bus Haltestelle gegenüber , bis zum Centrum. Wifi frei, Super

Die Fahrt nach Rom war landschaftlich zwar abwechslungsreich aber nicht spektakulär und so nahmen wir für die letzten km die Autobahn. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem immer überfüllten Bus ins Centrum. Überfüllt heißt hier, es wird solange geschoben bis wirklich keiner mehr Platz hatte, umfallen konnte man nicht.

Wie immer machten wir eine Stadtrundfahrt mit dem Bus und verschafften uns einen Überblick.

 

Der  Trevi – Brunnen belebt mit seinem Rauschen: ein barockes Bühnenbild,das nach einem Spaziergang durch enge Gassen sich plötzlich vor dem überraschten Blick öffnet. Ein Foto ist ein Muss.

Am Ende der Via dei Fori Impera erhebt sich eines der grössten und erhabensten Wunder der römischen Kultur: das COLOSSEUM. Dieses riesige Amphitheater, dessen gewaltige Reste immer noch seinen alten Glanz ahnen lassen. Noch heute, nach vielen Jahrhundert, ist das Colosseum der Stolz Roms und Gegenstand der Bewunderung des Besuchers.

Der Konstantins-Bogen, erbaut vom römischen Senat zur Erinnerung an den Sieg Konstantins über Maxentius.

Das Forum Romanum. Hier spielte sich das öffentliche Leben der Stadt ab. Mit dem Namen Forum  Romanum wird die Gesamtheit der Baudenkmäler bezeichnet, deren Überreste zwischen dem Kapitol, den Kaiserforen, dem Colosseum und dem Palatin liegen.

Natürlich muss man auch einmal auf die „spanische Treppe gesessen haben.

Von der hohen Terrasse aus genießt man einen herrlichen Blick. In der Ferne sieht man St. Peter und den Vatikan, über die die Kuppel von Michelangelo emporragt.

Die Treppe von Piazza di Spagna und die Kirche Trinità dei Monti – im Vordergrund der Brunnen Barcaccia 

Der Petersplatz ist der größte Platz Roms. In der Mitte erhebt sich ein 35 m hoher ägyptische Obelisk.

Nach einer Stärkung setzen wir unsere Besichtigungstour  fort. Wir überqueren den Tiber auf der Engelsbrücke. Die Balustraden der Brücke schmücken eine Reihe von Engel. Die Brücke wurde 134 von Hadrian erbaut als Zugang zu seinem Mausoleum. Die Geschichte des Grabmals geht Hand in Hand mit der Geschichte Roms.Wahrscheinlich  im Jahr 403 wurde es stark befestigt und mit der Stadtmauer verbunden, so dass es eine wirkliche Festung und ein Brückenkopf des Tibers wurde.

auch in Rom gibt es wie überall Kleinkünstler und bei einem war ich besonders neugierig: ein Mann ohne Kopf, super, der kann nicht wieder sprechen.

Immer wider ist mir eine Bronzestatue aufgefallen, sie stellt eine Wölfin da und es gibt natürlich auch eine Legende dazu.

Die Kapitolinische Wölfin ist eine Lebensgroße Bronzefigur einer Wölfin, die zwei Kinder “ Romulus“ und „Remus“, die mythischen Gründer der Stadt, säugt. Die Kapitolinische Wölfin wird ebenfalls in der Stadt Siena verehrt. Dort findet man einige dieser Statue.

Ich habe hier nur einige Sehenswürdigkeiten erwähnt es gibt noch viele andere Bedeutende. Auch wenn wir 4 Tage in Rom waren, gesehen haben wir vieles aber eben nicht alles und ich kann sagen Rom ist immer eine Reise wert.

Bevor wir aufbrechen zu unserem nächsten Ziel muss erstmal Hausputz gehalten werden und wie man sieht, kann der auch Spaß machen.


Torrita di Siena

Dienstag 21.März 2017

Stellplatz : N43°-9′-53   E 11°-46′-18

Ich habe mich irritieren lassen von dem Wort Siena, es ist nicht nur die Stadt sondern auch die Kommune mit diesem Namen. Der Ort mit einem kleinen mittelalterlichem Stadtkern – 54km von Siena entfernt. Da wir eine lange Fahrt hinter uns hatten, war der Platz eine gute Übernachtungsmöglichkeit. Von hier hat man eine überwältigende Aussicht.


Siena

Mittwoch 22.März 2017

Camping      Colle Verde Siena   N 43°-20′-13  E 11°-19′-53

Der Frühling war in Siena noch nicht angekommen aber bei dem Sonnenschein wurde die Welt jeden Tag bunter. Wir fuhren durch eine liebliche hügelige Landschaft, die Natur erwachte gerade aus ihrem Winterschlaf. Als Kontrast die etwas streng und grob aussehenden Häuser aus Naturstein. Die geradlinigen Zufahrten gesäumt mit Zypressen ist typisch für die Toskana und könnte man auch als Wahrzeichen sehen.

Siena gilt als einer der schönsten Städte der Toskana und Italiens. Auch ich konnte mich dem Charme dieser beschaulichen Stadt nicht entziehen, die in der Zeit stehen geblieben scheint. Rotbraun schimmern die Gebäude in der Sonne, italienische Gotik bestimmt die Architektur. Gelassen und doch sehr lebendig wirkt das historische Zentrum.

Ein bezauberndes Labyrinth umgibt die Piazza del Campo. Die Wirkung ist der Moment, wenn man aus den schattigen Gässchen kommt, sich plötzlich der Blick weitet und wie eine Muschel in der Sonne, hell unter blauem Himmel liegt die Piazza del Campo. Einer der schönsten Plätze.


Monteriggione

23. März         Heute fuhren wir mit dem Bus nach Monteriggione. Die mittelalterliche Festungsanlage des kleinen Städtchen, mit nicht einmal 1000 Einwohnern, ist weithin sichtbar. Zahlreiche Türme reihen sich auf der Ringmauer. Hier findet man keine modernen Gebäude welches das Gesamtbild und seiner einzigartigen Atmosphäre stört. Da die Festung auf dem Berg liegt war der Aufstieg etwas mühsam und nach dem durchschreiten des Torres haben wir uns den Cappuccino redlich verdient.


San Gimignano

24. März      Einen Tag und die Buslinien kennen wir, also fuhren wir zu dem 39 km entfernten Städtchen. Bus fahren ist schön, entspannt kann man die “ Gegend“ betrachten.

San Gimignano mit seiner atemberaubenden  Skyline ist ein beliebtes  Touristen Ziel. Hoch recken sich die Geschlechtertürme der Adelsfamilien von San Gimignano als Statussymbol in den Himmel.

Einer dieser Türme ist ein Museum und kann besichtigt werden, so bekommt man eine Vorstellung wie diese in der damaligen Zeit bewohnt wurden. Die einst 72 Türme blieben auch unter florentinischer Herrschaft stehen. 14 dieser Symbole von Macht, Ehrgeiz und Zwietracht der Adelsfamilien überdauerte Jahrhunderte und sind ein Besuchermagnet von heute.  Eine massive Festungsmauer umschließt die kleine Stadt, die sich bei einem Rundgang bequem erkunden lässt. Dicht gedrängt stehen die Wohnhäuser und repräsentative  Bauten innerhalb der Mauern. Zusammen mit den malerischen Gassen, reizvollen Plätzen und mit  Fresken geschmückten Kirchen zeugen vom einstigen Wohlstand.

Wenn man durch das südliche Stadttor geht kommt man auf die Via San Giovanni. Hier reihen sich Geschäfte mit typischen Keramiken, Leder Bekleidung, Taschen und Spezialitäten der Region aneinander. Vom Parkplatz ist das dass Tor wo man zuerst durchgeht und eigentlich ist es ein Schock, sofort so viel Konsum zu begegnen.


Florenz

Samstag 25. März 2017

Camping:   Area Sosta Camping Florenz  N 43°-45-’56  E 11°-18′ -55

Heute hatten wir nur wenige km bis zum Ziel. Gleich am ersten Tag haben wir uns mit einer Fahrt im Ritscha einen Überblick geschafft um diese später zu Fuß zu erkunden.

Florenz die weltberühmte Metropole der Toskana, verfügt über herrliche Kunstschätze auf engem Raum. Fast unwirklich scheint die Fülle einzigartiger Baudenkmäler im Stile der Gotik und Renaissance, der weltberühmten Musen und Gärten. Florenz  besticht mit unzähligen, einzigartig schönen Kirchen. Meisterwerke wie der Dom oder  Santa Crose zeugen von der bewegten Vergangenheit der Stadt und der herausragenden Florentiner Kunst.  Der Dom Santa Maria del Flore

Als eine der größten Kathedrale des Christentums und architektonisches Wunderwerk, ist der Dom zu Florenz weltberühmt geworden. Mit der prächtigen Kuppel aus der Renaissance und dem freistehenden Glockenturm ist der Duomo eines der florentinischen Wahrzeichen.

Auch der Ponte Vecchio gehört zu den bekannten Wahrzeichen Florenz.

Der Ponte überspannt als älteste Brücke von Florenz den Arno an seiner schmalsten Stelle. Schon im Jahre 1345 war die Brücke so, wie wir sie heute sehen. Auf ihm wurden kleine Häuser errichtet. Seit Jahrhunderten dürfen hier ausschließlich die Goldschmiede von Florenz ihre Produkte anbieten. Noch heute ist die Brücke nur von Fußgänger zu benutzen und man kann ausgiebig die Auslagen betrachten.      Ein Anziehungspunkt ist die imposante von 20 Säulen getragene Loggia des Neuen Marktes, erbaut 1547 -1551. Früher  handeln hier die Händler mit wertvollen Stoffen; Edelsteine und Erzeugnisse der Goldschmiedekunst. Unter den zu allen Seiten hin offenen Arkaden werden heute neben touristischen Andenken und Souvenirs verschiedene Bekleidungsartikel, Schmuck, Leder- und Strohwaren angeboten. An der Südseite des Loggia befindet sich die Fontana del Porcellino ( Schweinchen Brunnen). Eine bronzene Figur des kauernden Wildschwein. Diesem wird eine magische Wirkung zugeschrieben. Besucher, die eine Münze in den Brunnen werfen und die Schnauze des Schweines streicheln, werden in die Stadt am Arno zurückkehren. Der Andrang war groß und man musste sich richtig durch kämpfen. Hannelore hatte es geschafft – ob sie nun wieder komm?

Natürlich dürfen auch die zahlreichen Straßenkünstler nicht im Stadtbild fehlen.


Pisa

Dienstag 28. März 2017

Stellplatz:  N 43°-43′-18   E 10°-25′-12

Die glorreiche See-und Handelsmacht Pisa ist auf Grund ihres schiefen Turmes weltberühmt geworden. Als mittelalterliche Seerepublick erlebt Pisa eine Blütezeit. Verdankt sei den kurzen Weg auf den Arno zum Mittelmeer. In Pisa  ist der Turm des Domes nicht nur schief, zweifellos auch eines der bekanntesten Symbole italienische Kunst,  mit seinen orientalischen Stilelemente. 55 m Höhe hat der Turm,  der sich einige Meter zur Seite neigt und alljährlich beugt er sich um einige bedenkliche Millimeter mehr. Bereits damals im Jahre 1173 während der Bauzeit hatte der schiefe Turm, der Torre Pendente, aufgrund des sandigen Untergrund eine erhebliche Schieflage. In den vergangenen Jahren ist es geglückt, den Publikumsmagnet wieder leicht aufzurichten und so vor dem Umsturz zu bewahren.

Auf der Piazza die Miracoli, dem Platz der Wunder, stehen Turm, das imposante Baptisterium und der herrliche Dom aus weißem Marmor scheinbar unverbunden und zufällig mitten auf der grünen Wiese.

Weltbekannt und viel  besucht ist diese Platz und seit 1987 Weltkulturerbe.


Levanto

Mittwoch  29. März 2017

Camping Aqua Dolce   N 44°-10′-0   E 9°-36′-48

Wieder einmal Sehnsucht nach Wasser und etwas relaxen.  Unsere erste Adresse in Marina di Massa, Camping am Meer. Wir haben den Platz nach den Bildern ausgesucht, super, wir wollten uns jetzt mal Luxus können. Als wir durch die Schranke fuhren blieben wir stehen, bei mir machte sich der Siebte Sinn bemerkbar. Ich wollte mir den Platz ansehen und Hannelore musste mitkommen.  Angekommen wurde uns ein Platz zugeteilt, ich konnte es nicht glauben, gleich neben dem Womo  hätten wir Schrott sortieren können, die Sanitäranlage, wenn es kein Missverständnis war, konnte man abreißen, wäre ein gutes Werk gewesen.  .  Das was wir gesehen haben, hatte keinerlei Ähnlichkeit mit den Bilder auf der Website. Also auf zum Nächsten Platz,  100 km Bergstrecke, die hatte es mal wieder in sich, enger geht es nimmer, vor jeder Kehre wurde gehupt, denn 2  Autos hätten keinen Platz gehabt. Leider habe ich Hannelore unterwegs im Verkehrsgewühl einer Kleinstadt verloren und sie musste sich allein durch kämpfen. Wir sind beide gut angekommen und es war ein schöner Platz, welch ein Trost. zu dem Städtchen sei gesagt. Sehr gemütlich und beschaulich, hier kommt keine Hektik auf.


Baveno  am Lago Maggiore

Samstag  1. April

Camping  Village Parisi  N  45°-54′-43  E 8°-30′-21

Bis hier war bisher unsere weiteste Strecke und wir wählten die Autobahn, mit 24.70 € waren wir dabei. Wir waren die Bergstrecken leid, enge Straßen wollten wir auch nicht mehr und etwas Bequemlichkeit kostet eben. Ein Nachteil hatte es, wir fuhren durch viele Tunnel und von der Landschaft war natürlich nichts zu sehen. Bis zu  Autobahn mussten wir erst einmal wieder 15 km Bergstrecke fahren und ja, wir haben die richtige Entscheidung getroffen.

Es ist ein schöner kleiner Platz mit Blick auf den Lago und die Bergwelt mit ihren weißen Schneespitzen.


Sonntag 2. April

Nachts fing es an zu regnen und Sonntag hatte es sich eingeregnet. Am Nachmittag klärte es auf und die Sonne kam hervor. Pünktlich, ich war gerade mi meinen Reise Tagebuch fertig.


Montag 3. April

Die Sonne stand schon am Himmel und es versprach ein schöner Tag zu werden. Wir wollten eine Bootstour zu zwei Insel im Lago machen.

Zuerst wurde die Insel Bella angesteuert. Im laufe des 16. und 17. Jahrhundert wurde die Insel nach dem Werk der Familie Borromeo  verwandelt. Die Isola Bella beherbergt das barocke Palasmonument in seinem luxuriösen Salons ein unschätzbares Kulturerbe an Kunstwerke.Es liegt neben den barocken, italienischen Garten. Viele kleine Gassen führen zur zweiten  Strasse oberhalb der Promenade.

Angekommen wird man sofort wieder von Verkaufsständen empfangen. Man schaut immer wieder hin, obwohl  das Angebot sehr ähnlich ist.


Isola Pescatori         Diese Insel wurde als nächstes angesteuert. Einst mal eine kleine Fischerinsel, heute ein Besuchermagnet.  Versteckt gelegen, eine Kirche, von außen sehr rustikal umso mehr überraschte das Kirchenschiff. Ein sehr schöner Altar und beeindruckende Deckenfresken.

Die Insel ist ein Geflecht aus malerischen Gassen und Winkeln mit charakteristischen weißen Häusern.  Sie wurde benannt nach der traditionellen Beschäftigung der Einwohner. Auch hier fand man die Verkaufsstände.

 


Dienstag 4. April

Verbania    eine der Städte am Lago mit einem Hafen. Bus fahren ist Pflicht wenn man mit dem Womo unterwegs ist, es sei denn, man ist mutig genug mit dem Fahrrad in Italiens Strassen unterwegs zu sein.

Verbania, ein Garten am See ist das Motto dieser Stadt und in der Tat, nicht nur die Promenade ist ein Blumenmeer unter Palmen. Als Magnet sind die Gärten der Villa Taranto mit seinem Reichtum an den verschiedensten Pflanzenarten.


Donnerstag 6. April

Heute steht eine Bahnfahrt mit dem legendären “ Lago Maggiore Express “ auf dem Programm. Ab Mitte April gibt es diese Tour in Kombination mit eine Schiffstour für die Rückreise.

Die Centovallibahn verbindet Domodossola mit Lorcano. Die Bahn fährt längs des Tales der hundert Täler, eine Reise durch Nostalgie und Romantik. Die Reise führt entlang tiefer Schluchten und Felsspalten, über eindrucksvollen Brücken, durch Kastanienwälder und grünen Wiesen. Die kleinen Bergdörfer an den Hängen und immer wieder die verschneiten Berggipfeln runden das Bild ab. Diese 52 km sind ein Erlebnis. Bewundern kann man nicht nur die Natur, sonder auch die kühne Ingeneurskundt der früheren Zeit bei dem Bau der 83 Brücken und 31 Tunnels, erbaut 1923.


Lorcan0, einmal  hier, wollten wir uns eine kleinen Überblick verschaffen, bevor es mit dem Zug zurück ging. Besonders die Seepromenade mit ihren angrenzenden Anlagen hat es mir angetan. Jetzt im Frühjahr ein leuchtendes Blumenmeer. immer wieder machten wir Pause um unseren Blick über blühende Pracht gleiten zu lassen.

Es gäbe noch sehr viel in Lorcano zu besichtigen und zu erkunden, leider hatten wir nur zwei Stunden Zeit.


Freitag  8. April

Stein am Rhein

Heute verlassen wir Italien und eine wunderschöne Rundreise hat ein Ende. Wir sind im Januar gestartet, haben einen Abstecher nach Seefeld / Tirol gemacht und sind dann an die Westküste Italiens entlang  gefahren bis Ancona. Dort ging es mit der Fähre nach Griechenland. Nach einigen Wochen sind wir von Patras  nach Ancona und dann Richtung Rom. Die Toscana besucht und das letzte Ziel war Lago Maggiore. Diese Reise kann man hier nachlesen und vielleicht auch fahren.

Nun geht es Richtung Heimat und auf dieser Tour gibt es noch einige Zwischenstopps. Der Rheinfall von Schaffhausen wollte ich schon immer mal besuchen.

Stein am Rhein, ein idyllisches Städtchen, hier haben wir übernachtet auf einen gepflegten Stellplatz und sogar  preiswert, für die Schweiz unüblich.

 


Sonntag 10.April

Insel Mainau

Diese Insel zu besuchen ist zu jeder Jahreszeit ein Genuss, aber mir gefällt sie am besten im Frühjahr, wenn die Natur sich voll entfaltet. es ist eine Explosion der Blüten in ihrer Farbenpracht.

Mit diesen bunten Bilder in der Erinnerung geht es nach Hause.

 

 

 

 

Peloponnes 2017

Methana

Sonntag 19.Febr. 2017

Stellplatz am Fischerhafen    GPS. N 37 – 34′ – 38,7.   E 23 – 23′ – 23,1

Wir verlassen Athen, um diese Stadt ausführlicher kennenzulernen würden wir noch Tage benötigen. Bevor wir zu den Peleponnes fahren, wollen wir noch den Kanal von Korint sehen. Parkplatz  GPS  N 37 – 55′ – 31    E  22 – 59′ – 49

Es ist ein Erlebnis über die Brücke zu gehen und in ca 50 m Tiefe auf einen schnurgeraden Wasserweg zu schauen. Beidseitig ragen die braunen Wände in die Höhe. Heute noch werden die mittelgroßen Schiffe von Schleppern durch den Kanal gezogen. Leider nicht als wir das Bauwerk bewunderten, da fuhr nur ein kleines Boot.

Jetzt ging es weiter nach Methana.

Wir fuhren  eine sehr schöne Strecke, diese führte durch kleine Ortschaften, Zitronen – und Mandarinen Bäume sowie die ersten Blüten anderer Bäume und Sträucher säumten den Weg. Hier trafen wir den Frühling. Eine hochgelegene Küstenstraßen mit wunderbaren Aussichten führte uns zu unserem Ziel. Der kleine Ort hat ein großes Schwefelbecken, leider war die Anlage geschlossen für immer. Ansonsten war der Ort wie ausgestorben und wir verbrachten in dem kleinen Hafen eine ruhige Nacht.

Nafplio

Montag 20.Febr. 2017

Stellplatz:  N 37 – 32′ – 08,8. E 22 – 49′ -17,1

Wir mussten die schöne Küstenstraße wieder zurück. Am Straßenrand stand eine Bäuerin mit Obst und Gemüse.

Wir kauften natürlich ein, denn für unser leibliches Wohl muss gesorgt werden. Der Hausstrand von Nafplio ist in der Karathona Bucht. Ais wir ankamen standen schon 3 Mobile aus Deutschland da. Siehe da , Peter BIT mit Freunden, alles langjährige Griechenlandfahrer. Jetzt richteten wir uns erstmal ein und später saßen wir zusammen, denn es war viel zu berichten. Am nächsten Tag fuhren wir mit Hannelores Womo zum Hafen. Hier gibt es einen offiziellen Stellplatz, aber leider nicht sehr einladend. Vom Parkplatz zum Markt, jeden Mittwoch und Freitag, war es ein kurzer Weg. Peter war bei uns und zeigte uns alles. Hier verkaufen die Bauern und Fischer ihre Ware selber. Tolles Angebot an Obst und Gemüse, kg Tomaten 60 c, 1 Salat 50c, nur als Beispiel. Der Fisch war relativ teuer, die Auswahl groß und die meisten Fische mir unbekannt.

Bei dieser Auswahl überlegten wir  unseren Speiseplan bis Samstag, dann war wieder  Markt. Wir schleppten unseren Einkauf zum Womo. Wir hatten noch den ganzen Nachmittag und besuchten die idyllische Altstadt.

Die kleinen Läden haben ein edles Angebot und die Restaurants lockten zur Einkehr. Es ist ein Vergnügen durch diese reizende Stadt zu schlendern. Die vielen schönen Sachen locken zum Kauf. Handgefertigte Sandalen in vielen Variationen. Wir konnten bei der Anfertigung zusehen. Hannelore suchte schon lange  welche und hier wurde sie fündig, ich natürlich auch. Wir besuchten die Altstadt noch einige Male und entdeckten immer wieder was Neues. So bewunderten wir die sehr schönen Keramiken zur Dekoration. Wie ein Magnet zogen mich die Läden mit Modeschmuck an. Diese haben ausgefallene und künstlerisch angefertigte Schmuckstücke gehabt. Ich musste meine Geldbörse krampfhaft festhalten. Aber  dann bin ich doch schwach geworden und habe eine ausgefallene Kette erstanden. Wir verbrachten unsere Zeit nicht nur mit bummeln. Hannelore hatte etwas an ihrer Antenne defekt und musste in eine Werkstatt. Wurde super repariert, aber alles braucht Zeit. Wäsche in die Reinigung bringen, einkaufen bei Lidl gehört zum Muss. Ein Friseurbesuch war auch fällig was immer ein Risiko ist, zumal bei Frauen. Eine Griechin hatte uns einen Salon empfohlen und von dem Ergebnis waren wir begeistert, endlich wieder “ schön“.

Wir besuchten eine Destillation wo Ouzo und andere Liköre hergestellt wurden, war sehr interessant, besonders die Verkostung.

Jetzt stand mal wieder  Kultur auf dem Programm und wir fuhren mit einem Womo zum “ Theater of Epidauros“. Diese Arena ist eine der wenigen gut erhaltenen und das besondere hier ist die Akustik. In den oberen Rängen hört man den Klang wenn eine Münze in der Mitte zu Boden fällt. Noch Heute wird diese Theater für Aufführungen genutzt.

Von vielen Seiten in Nafplio konnte man das „Palamidi“ sehen. Eine Festung mit großer Geschichte, erbaut 1711 –  1714 zur Herrschaft der Venezianer im Barocken Stil. Im inneren der Festung gibt es eine kleine Kapelle, ansonsten sind keine weiteren Gebäude zu besichtigen. Es ist  möglich die Mauern und Wehrtürme zu erklimmen. Von wo sich immer tolle Aussichten auf die tief unten liegende Stadt, den Felsen mit der Akronafplia-Festung und die kleine Festungsinsel “ Bourti“ bieten.

Es gibt zwei Zugänge zur Festung, einmal von der Altstadt kann man 999 Stufen erklettern, oder mit dem Womo zu einem großen Parkplatz fahren und bequem durch das Tor gehen. Es istwohl kein großes Rätzel was wir gemacht haben.

Karneval in Nafplio ist ein Familienfest. Am Sonntag flaniert man verkleidet,  mehr oder weniger, mit Kind und Kegel durch die Altstadt und entlang der Hafenpromenade bei lauter Musik. Rosenmontag kommen hunderte Familien an den Strand der der Bucht wo wir standen. Jede Familie stellen ihre Tische und Stühle auf für ein Picknick. Natürlich durfte die Musik nicht fehlen und es wurde getanzt und gesungen. Am Nachmittag war das große Drachen steigen, damit fliegt der Winter weg.

Wir standen mit unseren Womos mittendrin und  konnten alles live erleben. Unsere Nachbarn versorgten uns mit Essen und Wein, später brachten sie und noch Proviant zum Womo. Am  Nachmittag wurde sich herzlich verabschiedet und uns eine gute Fahrt gewünscht.

Am  vorletzten Tag machten wir noch eine Küstenwanderung nach Nafplio. Es war ein wunderschöner Weg und wenn man an dort ist muss man diesen Weg gehen. Wir haben nun 10 Tage in dieser Bucht gestanden, es war eine schöne Zeit.

Tserfos

Donnerstag 2. März 2017

Stellplatz : priv. CP

Unser Ziel in Tserfos ein kleiner privater Campingplatz, vorwiegend für Dauercamper mit einem gepflegtem Restaurant dabei. wir bekamen Plätze mit Blick auf das Meer. Wir fuhren eine sehr schöne Küstenstraße entlang bis Astros. Dort bogen wir ins Landesinnere ab und fuhren zu zum Kloster Loukous  ( GPS  N 37°-24′-49   E 22°-41′ – 0 )

Die kleine Klosteranlage ist sehr gut restauriert. Im idyllischen Klostergarten erwartet die Besucher eine Blumenpracht und Pflanzenvielfalt. Überall stehen Säulenkapitelle herum, viele Bänke laden zur Ruhe ein. Das Kloster ist nicht groß, es besteht aus einer auf den Grundmauern eine spätantiken Basilika um 1115 errichtete Kreuzkuppelkirche. Diese ist durch kunstvolle Ziegellagen und Ornamenten geschmückt. Die Nebengebäude sind alle jüngeren Datums und perfekt in das Gesamtbild eingebunden. Die momentan 12 Nonnen kümmern sich um die Anpflanzung von Heilkräutern, stellen Handarbeiten her und malen Ikonen. Wir wurden zu einem Kaffee und Süßigkeiten eingeladen.

Zurück auf die Küstenstraße fuhren wir zu unserem Übernachtungsziel.

Monemvasia

Freitag 3. März

Stellplatz: Parkplatz auf einer Landzunge  GPS   36°-41′-10   E 23°-02′-21

Wir fuhren eine  traumhaft schöne höhere Küstenstraße entlang, von oben sah man das Meer  in der Sonne glitzern. Die Straße wurde gesäumt von blühenden Bäumen in weiß und rosa, der gelbe Ginster leuchtete in dicken Büschen, dass zarte grün der Bäume war der richtige Hintergrund. Später säumten Blumenteppiche in gelb und weiß mit rotem Mohn als Farbklecks den Straßenrand. Der Frühling hat ganze Arbeit geleistet, es war ein Farbenrausch für die Sinne. In der Ferne ragten Gruppen von großen Zypressen in den blauen Himmel, der Sonnenschein sorgte für die richtige Beleuchtung. Viele km konnten wir die Schönheit genießen.

Bis wir durch einen kleinen Ort fahren mussten mit engen Straßen und einigen einspurigen Engstellen. Auch hier wurde uns immer gewunken das wir zuerst fahren sollten. Wieder auf die Küstenstraße änderte sich das Bild, das Meer glitzerte immer noch zu uns herauf. Aber jetzt fuhren wir an Felswänden mit allen Nuancen der Farbscala von weiß – rosa bis rostbraun. Kaum zu glauben wie bunt Felswände sein können.

Bald war diese harmonische Fahrt zu ende, denn wir mussten abbiegen, es ging ins Gebirge. Wir fuhren auf schmalen Straßen mit unzähligen engen Kurven und steilen Kehren. Teilweise war die Straße am Rand abgebrochen, kein gutes Gefühl. wir kamen durch kleine Bergdörfer mit noch engeren Straßen.

 

Für das betrachten der wilden Landschaft dafür kam nicht so richtig der Sinn auf. Irgendwo in dieser rauen Welt lag diese Kirche im Niemandsland, weit weg von jeder Ansiedlung.

 

Endlich nach ca 70km kam eine etwas breitere Straße mit weniger Kurven und wir erreichten glücklich das Ziel.

Für den nächsten Tag war die Stadtbesichtigung angesgt. Wir nahmen den Schuttelbus, sehr bequem, 1.5 km Fußweg gespart. Die Stadt liegt auf einem 300 m hohen Felsen. Monemvasia bedeutet “ ein Eingang“ und in der Tat, der einzige Zugang zu dieser Stadt verläuft über einen Damm. Diese einzigartig erhaltene mittelalterliche Stadt ist wie eine Skulptur in den majestätisch aufragenden Felsen geschnitzt. Einmal durch das Tor hindurch warten die Geheimnisse der mittelalterlichen Stadt darauf entdeckt zu werden.

 

Die sehr schön restaurierten Häuser beherbergen heute Kaffes, Tavernen, Hotels, Geschäfte und Handwerksbetriebe. Durch die engen Gassen gelangt man zur Stadtmauer und kann sich vorstellen wie es im Mittelalter war. Ein Blick durch die Schießscharten und die Feinde wurden schon in der Ferne entdeckt. 24 Tempel und Kirchen mit byzantischen Elemente sind noch vorhanden. Die älteste ist die „Elkomenos Christos“ auf dem Hauptplatz der unteren Stadt.

Verlaufen geht nicht, denn alle Wege führen zum Tor.

Asopos

Sonntag 5 März

Stellplatz: Boza  N 36°-42′-15,5    E 22°- 49′-1

Der heutige Tag war bis zum Nachmittag mit Misserfolg gekrönt. Heute wollten wir uns die Tropfsteinhöhle “ Kato Kastania “ ansehen. ( N 36°-32’44,7   E 23°-7′- 18,5 ) Wir haben uns die Route auf der Karte angesehen, kleinste Straßen durch das Gebirge. Bei Hannelore kam keine Begeisterung auf, dass Erlebnis hatte wir vor 2 Tagen gehabt. Also entschlossen wir uns für einen Umweg und fuhren eine schöne Bergstraße bis Napoli. Der weitere Weg führte uns nach Làhio, da war die Abzweigung zur Höhle. Wir wussten, es sollte eine etwas engere Bergstraße werden und die ersten km waren harmlos, mein Blick nach oben sah nichts gutes. An einer Ausweichstelle hielt ich an und von hier hatte man eine besseren Überblick. Es ist genau so wie schon in den Berichten über diese Zufahrtsstraße berichtet, steil, eng, Kehren. Für etwas größere Fahrzeuge und keine Erfahrung im Bergfahren, sehr sehr schwierig. Dann kommt dazu, dass die Durchfahrt in Kastania für größere Fahrzeuge nicht geeignet ist (gelesen). Also beschlossen wir zu wenden, dass war das kleinere Manöver. In Neapoli mit Blick aufs Wasser und bei einem Cappuccino suchten wir in unserem Buch vom Womo Verlag  nach Stellplätze Richtung Githio. Drei haben wir uns aufgeschrieben. Stellplatz in Viglafia “ Camping Oasis“ gibt es nicht mehr. Limnes/ Marathias, dort gab es überhaupt keine Stellplätze. Dann Badeplatz “ Boza“, alle Angaben stimmten nur Parkmöglichkeit für Womos außer Kastenwagen gab es nicht. Da die Straße hier am Meer endete, stellten wir uns am Straßenrand. Heute sind wir ca 200 km von einem Misserfolg zum anderen gefahren, ich war so richtig angefressen.  Fazit: Die Bücher aus dem Womo Verlag geschrieben von Schulz haben uns auf unseren bisherigen Reise viele Fehlinformation geliefert, obwohl die Ausgabe aktuell sein sollte.

 

Githio

Montag 06.März 2017

Stellplatz: N 36°-47′-20,1  E 22°-34′-56

Neuer Tag neues Glück.  Erstmal einkaufen bei Lidl, dann weiter zur Badebucht, hier haben wir es gut angetroffen. Unser Weg führte 35 km durch Mandarinen und Olivenplantagen. Gerade war Erntezeit der Früchte und auch wir hätten bei langsamer Fahrt und offenem Fenster pflücken können. Zur Kaffeezeit waren wir am Strand und mal sehen wann es weiter geht, denn hier war ein angenehmer Stellplatz und wir waren alleine. Nach dem gestrigen Tag musste ich erstmal die Ruhe und Sonne genießen, an meine Familie und Freunde zu Hause denken und meinen Reisebericht weiterschreiben. Spazieren am Strand entlang, das alte Frachtschiff war ein spannendes Ziel.

2 Nächte hatte es wolkenbruchartig geregnet und als Zugabe noch ein Gewitter. Nur gut das wir uns auf einen sehr festen Untergrund gestellt hatten, denn Erfahrung macht klug. Die anderen Stellmöglichkeiten waren überschwemmt.

Kalamata

Donnerstag 09.März 2017

Stellplatz in der Marina   N 37°-01′-28,1   E 22°-06′-12,5

Heute ist das Wetter nicht so prickelnd, immer mal wieder mussten  die Scheibenwischer aktiviert werden.

Unser 1. Ziel war Areopolis, dort ist eine sehr schöne Tropfsteinhöhle  N 36°-38′-16,8  E 22°-06-12,5    Eintritt 8€

Nebensaison hat auch Vorteile, wir waren die einzigen Besucher und wir konnten sofort in die Höhle.

Durch den Eingang, dann ging es einige Stufen hinunter bis zu den Booten. Der Bootsmann half uns in das kleine Boot und steuerte uns durch die Grotte. Wir glitten lautlos dahin und waren verzaubert von dieser  Welt. Gekonnt wurden einige Stellen angestrahlt und nahmen mit etwas Phantasie Gestalten an. Eine Geisterwelt mit Elfen und Feen. Als unser Weg zu Ende war, gingen wir noch weiterhin durch die unwirkliche Welt bis zum Ausgang. Die Stalagtiten und Stalagmiten bildeten bizarre Formen. Ein beeindruckendes Erlebnis dieses Naturwunder.

Weiter ging es nach Kalamata nur 96 km, eigentlich schnell abgefahren. Aber hier auf den Peleponnes geht garnichts schnell und schon gar nicht das fahren. Jede Straße geht durch das Gebirge und bei ca 40 St.km brauchten wir einige Stunden. Diese Entschleunigung hat auch einen Vorteil, so konnten wir die schöne Landschaft genießen. Die Straße war nicht ganz so schmal wie gewohnt und wenige Kurven. Begleitet wurden wir vorwiegend von Oliven Plantagen und Wiesen mit üppigen weißem Blumenteppich.

Wir durchfuhren kleine Dörfer mit alten Häusern und natürlich engen Sträßchen.  Irgend wann wurde die Straße breiter und hier stand eine Ansiedlung von eleganten Häuser aus Naturstein auf sehr schön angelegten Grundstücken. Jetzt waren  wir nicht mehr weit von unserem Ziel, dem Yachthafen von Kalamata. Wir standen direkt am Kai  mit Blick auf die Yachten. Hier schwimmt das Geld im Wasser.

Kalamata ist eine moderne Stadt mit breiten Durchgangsstraßen und vielen Einbahnstraßen. Eine Altstadt mit einer Ruine, das Kastell und einer Markthalle gibt es natürlich auch. Wir fuhren mit dem Bus dorthin und die Markthalle ist für uns ein Magnet.

Mit vollen Tüten wieder zum Bus, der Fahrer ließ uns am Hafen aussteigen, obwohl keine Haltestelle dort war. Diese Freundlichkeit haben wir in Griechenland immer wieder  erlebt.

Marathea

Montag 13. März 2017

Hannelore und ich haben unsere bisherige Reise Revue passieren lassen und beschlossen Griechenland / Peleponnes zu verlassen. Wir haben viel  gesehen, viel erlebt, freundliche und hilfsbereite Griechen getroffen. Nun wollten wir die Fähre von Patras nach Ancona nehmen, wir hatten ein offenes Ticket. Aber erst einmal müssen wir in Patras sein. 298 km ist die Distanz, aber aus Erfahrung wissen wir, durch die Berge geht das nicht so schnell. Also haben wir einen Zwischenstopp eingelegt. Gefunden haben wir einen Platz oberhalb vom Strand mit einem Blick aufs Meer, zum letzten Mal in Griechenland. Eigentlich ein schöner Platz, wenn nicht der Müll gewesen wäre. Aber das ist in Griechenland überhaupt ein Problem, besonders im Norden. Alles wird einfach aus dem Auto geworfen und das sammelt sich. Viele Plätze auf den wir standen, waren mit Plastik vermüllt, war nicht sehr angenehm.

Patras

Dienstag 14. März 2017

Wir hatten ca 120 km bis zum Hafen. Als Abschluss wurden wir nochmal von der Landschaft verwöhnt. Die Straßen waren angenehm breit, die Berge rückten in den Hintergrund und der Blick konnte über die weite Ebene schweifen. Dann wechselte das Bild und wir durchfuhren eine Landschaft welche man in der Toskana erwartet. Herrlich, hier konnte ich mich einstimmen auf das zukünftige Ziel.

Im Hafen angekommen gingen wir sofort zum Schalter und wir konnten am späten Nachmittag schon einchecken.

Fähren sind absolut nicht mein Ding, am liebsten würde ich meinen Platz selber aussuchen. Leider geht das ja nicht und so wurden wir in eine Bahn gequetscht unter der Auffahrt zur 3. Ebene. Bei meiner Länge hieß es  rangieren, Spiegel einklappen und nach Anweisung fahren´. Ein Vorteil hatte der Platz, wir konnten bequem aussteigen. Ich wollte nicht darüber nachdenken wie ich hier wieder raus kam. Jetzt schnell das Kabel raus und Strom anschließen, funktioniert nicht. Es war nicht viel los und ich winkte mit beiden Armen den Mitarbeiter der uns eingewiesen hatte. Er kam auf mich zugestürmt, schnappte mich und wir vollführten ein Tänzchen auf dem Auto Deck. Ergebnis war, mir bekamen Strom. Jetzt hatten wir 22 Stunden Pause.

Griechenland   und  Peleponnes  Ade

 

 

Anreise in Italien nach Griechenland 2017

Lahnstein 

Sonnabend 14. Jan. 2017

Heute geht die Reise los, Hannelore mit Luky im eigenen Wohnmobil und ich haben schon viele schöne Reisen gemacht. Hier ist der Treff um unsere Reise nach Griechenland zu starten.  Wir haben 14 Tage für die Anreise nach Ancona geplant. von dort werden wir mit der Fähre nach Griechenland übersetzen. Unser nächstes Ziel ist Rothenburg o.d.Tauber.

Rothenburg o.d.Tauber

Stellplatz:  Parkplatz 2  GPS   N 49°-22′ 15   E 10°-11′ -00

Der Parkplatz war nicht vom Schnee und wir waren auch die einzigen Besucher. Vom Stellplatz aus waren es nur wenige Meter bis zum Stadttor. Es ist eine weitgehend gut erhaltene Altstadt aus dem Mittelalter. Sie wirkt sehr ursprünglich und ist umgeben von einer begehbaren Stadtbefestigung. Im Winter ist die Stadt fast eine Geisterstadt. Die vielen Geschäfte öffnen erst wieder im März. Aber auch im Winter hat die Stadt ihren Reiz.

Mittenwald

Montag 16.Jan. 2017

Stellplatz: Karwendelparkplatz  am Bahnhof    GPS   N 42°-26′ 17   E 11° – 15′ 52

Die fahrt nach Mittenwald auf der A 7 führte durch eine schöne  Winterlandschaft. Nach Garmisch sind wir über den Fernpass Reutte gefahren . Der Weg führte uns durch verschneite Wälder, ein Märchenhafter Anblick und in Mittenwald erwartete uns viel Schnee. Gleich nach unserer Ankunft hatten wir noch Zeit uns das kleine Städtchen nahe der Grenze zu  Österreich, zwischen dem Karwendel – und Wettersteingebirge. Bekannt für den Geigenbau und der Lüftlmalerei an den Häusern. Ein größer Teil der farbenprächtigen Bilder gehen bis auf das 18. Jahrhundert zurück.

Innsbruck

Dienstag 17. Jan.2017

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Heute wollen wir die Kristallwelten von  Swarovski besuchen. Ein Reiseunternehmen bot diese Tour an, Wir fuhren von Bahnhof nach Wattens bei Innsbruck. Die Eintrittskarten bekamen wir von dem Fahrer. Schon der erste Eindruck war  imposant, alles ist weitläufig. Der Eingang ist neben einem großen Riesen Kopf mit einem Wasserfall aus dem Mund. Wir betraten eine atemberaubende  Welt der funkelnder Phantasie und Wirklichkeit. Wir erlebten einzigartige Installationen und Lichtspiele.

Nach dem Besuch brachte uns der Bus nach Innsbruck. Natürlich wollten wir als erstes das Wahrzeichen von Innsbruck sehen. Das“ Goldene Dachel “ , ein Gebäude mit einem spätgotischen Prunkerker, gedeckt mit 2657 feuervergoldeten Kupferschindeln. Wir  schlenderten durch die Laubengänge und landeten durchgefroren in einem Kaffee. Bei Kaffee und Kuchen kamen unsre Lebensgeister zurück und wir machten uns des Inns auf dem Rückweg zum Bus. Es war ein schöner und erlebnisreicher Tag.

Seefeld/Tirol

Mittwoch 18.Jan.2007

Heute fahren wir mit dem Zug nach Seefeld, dort kenne ich mich gut aus und nehme die Gelegenheit wahr um Freunde zu treffen. Natürlich geht es erst einmal zu einer Hütte, die Wildmoosalm.

Der Wanderweg geht etwas bergauf durch eine traumhafte Winterlandschaft. Mit dem Schnee auf den Bäumen wirkt der Wald verzaubert. In der Hütte wurden wir vom Wirt herzlich begrüßt, hier hatte ich in der Vergangenheit mit Freunden schöne Abende verbracht. Für Hannelore war das ein neues Erlebnis. Für den Rückweg nahmen wir den Bus wieder bis in den Ort. Dort trafen wir noch eine Freundin von mir und wärmten Erinnerungen auf. Bald mussten wir zum Bahnhof um den Zug nach Mittenwald zu bekommen.

Meran

Donnerstag 19. Jan. 2017

Dorf Tirol    Stellplatz Schneeburghof   GPS  N 46°-40′ 33   E 11° -10′ 00      23,-€

Ein schöner Stellplatz Zwischen Apfelplantagen und einer tollen Fernsicht.

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Jetzt war es schade das es nicht später im Frühjahr war, so hätten wir ein Blütenmeer erlebt. Die Zufahrt war etwas eng, aber es geht. Der Besitzer sehr freundlich und gab uns gleich einige Tipps. Ein sehr schöner Wanderweg, der Tappeinerweg, führte hinunter nach Meran. Viele schöne Aussichten und das bei dem Sonnenschein, ein Traum.

In Meran wandelten wir auf den Spuren von Sissi. Die Winter- und Sommerpromenade mit eine Wandelhalle im Jugendstil. Natürlich durfte ein Denkmal von Sissi nicht fehlen.

Auch wir wollten etwas  romantisches erleben und besuchten auf der Sommerpromenade ein kleines Kaffee ganz im Stil der Romantik. Im Sonnenschein vor dem Kaffee mit Blick auf die Passer, welche zwischen den Promonaden fließt, genossen wir unseren Kuchen und Kaffee.

Da wir einige Tage hier bleiben wollten, konnten wir noch einiges Besichtigen. Ein sehr schönes Gebäude ist das Kurhaus. Natürlich muss man durch die Laubengänge gehen und auch mal vor den Boutiquen stehenbleiben, aber nicht kaufen nur gucken.

Pischiera del Garda

Montag 22.Jan.2017

Stellplatz  GPS  N 25° – 26′-16   E 10°-41′ 03        15,-€

Ein Ort am Südostufer des Gardasees. Da wir von Meran nicht weit gefahren waren, konnten wir am Nachmittag den Ort erkunden. ein typischer italienischer Ort mit schmalen Strassen und engen, verwinkelten Gassen.

Venedig

Dienstag 24.Jan. 2017

Stellplatz  Porta Oveste   GPS   N 45°- 27′-58    E 12°- 10′ 31       22,-  + 2,-€ Strom

Der Stellplatz war nahe an einem Bahnhof und wir waren in 20 Minuten in Venedig. Zum Platzbetreiber kann ich sagen, sehr freundlich und hilfsbereit. Kleine Reparaturen an Hannelores Womo wurde sofort und gratis erledig. Mein i Pad hatte sich aufgehangen und mein Laptop wollte auch nicht richtig funktionieren. Hierfür gab es nur eine Lösung, Luca fuhr uns zum Fachmann und fundierte auch als Dolmetscher. So ein freundliche Betreiber und Mitarbeiter müssen erwähnt werden,

Die Stadt in der Lagune, zu jeder Zeit ist die Stadt voller Leben.  Beeindruckend sind die Bauten, nicht nur auf dem Markus Platz.img_4274

Natürlich muss man die Stadt zu Fuß erobern. Durch enge Gassen gehen, versteckte Kirchen besuchen, über die Brücken der Kanäle gehen und die Gondeln bestaunen. Für mich hat Venedig durch seine Gegensätze einen ganz besonderen Reiz. In den Straßen edle Geschäfte mit auserlesender Mode, daneben sind die vielen Andenken Läden und die Straßenhändler. Besonders zu  bestaunen sind die handgefertigten Masken, traumhafte Gebilde, dafür ist Venedig bekannt. Es ist interessant, dass Treiben auf dem Canal Grande zu beobachten.  Natürlich muss man auch über die Rialto Brücke mit ihren Läden und die Seufzer Brücke gehen.

Murano

Mit dem Wasserbus fuhren wir zur Insel der Glaskunst. Natürlich bleibt man vor jedem Geschäft stehen und bestaunt die oftmals schöne Kunstwerke. Besonders die Galerien boten beeindruckende Arbeiten an. Es ist eine ruhige Insel und man konnte beschaulich an den Kanälen vorbei schlendern und auf den kleinen Plätzen mit Kaffes einen Cappuccino genießen und die Menschen beobachten.

 

Burano

Die Fischerinsel mit ihren bunten Häusern. Wunderschön gelegen in der Lagune, eine der größten Insel im venetischen Raum, eine echte Augenweide. Farbreiche Kontraste bilden die vielen kleinen bunten Fischerhäuser. Das Farbenspiel spiegelte sich in den Kanälen wieder. Früher lebten die Einheimischen vom Fischfang und die Frauen haben für sich die Spitzen Stickerei entdeckt. In zahlreichen Geschäften kann man Spitzenstickerei kaufen, leider sind diese zum größten Teil asiatischer Herkunft, die der echten Burano Spitze in keiner Weise ähnelt.

San Marino

Sonntag 29.Jan.2017

Stellplatz: Parkplatz 10     GPS  N 43°-56′- 8    E 12°-26′- 38          8,00 € + Strom

San Marino ist die älteste bestehende Republik der Welt. Eine historische Altstadt mit engen Straßen und winklige Gässchen. Hier findet man kleine Läden mit Mode, Lederwaren besonders Schuhe und Taschen. San Marino hat eigene Briefmarken und Münzen, die im freien Umlauf kaum zu finden sind. In der Touristen Information kann man diese erwerben, ein schönes Andenken.

Ancona

Dienstag  31. Jan. 2017

Die Fahrt nach Ancona ging durch das Gebirge, eine schöne Strecke mit schmalen Straßen aber gut zu fahren. Kaum waren wir wieder im Verkehrsgewühl bog ich in eine Einbahnstraße ein. Sofort gemerkt, aber wie wieder heraus kommen. Schon war die Polizei mit Blaulicht zur Stelle. Mein ratloses Gesicht war überzeugend. Sie hielten den Verkehr an und lotsten  mich beim wenden in dieser engen Straße. Nochmal gewunken und gute Fahrt gewünscht. So freundlich können Polizisten sein. Den Hafen in Ancona war schnell gefunden und wollten am Terminal unsere Tickets holen, geschlossen , erst morgen wieder geöffnet. Auch gut und wir richteten uns auf dem Platz ein. Wir hatten gefragt und es war ok das wir über Nacht stehen durften. Gegen 24 Uhr klopfte es, ich war schon im Land der Träume. Hannelore war noch wach und Lucky bellte wie verrückt. Ein junger Mann vom Wachdienst erklärte uns das wir hier nicht übernachten durften. Er begleitete uns zu einem Platz an der Straße im Hafen. Auch gut dachten wir,  aber nicht an die vielen LKW welche zum Container Hafen wollten gedacht. Was soll  ich über diese Nacht sagen, kein Auge zu gemacht. Am nächsten Tag fuhren wir wieder zum Terminal und der Schalter war jetzt geöffnet. Der Mitarbeiter erklärte uns, dass wir schon Heute fahren können. Super eine Nacht im Hafen gespart. Jetzt ging alles schnell, um 13 Uhr waren wir auf der Fähre. Schnell die Sachen in die Kabine gebracht und das Schiff erkunden. Italien verlassen, Griechenland wir kommen.

Griechenland 2017

Igoumenitsa

2. Ferbr. 2017

Pünktlich um 7 Uhr Ortszeit legte die Fähre an. Das war 6 Uhr Heimatzeit, 4,30 Uhr aufstehen, alles einsammeln, denn die Kabinen mussten eine Stunde vorher geräumt sein. Dann  war es so weit, wir konnten zu unseren Womos. Erst einmal einen Weg an LKW und Autos vorbei finden. Hannelore konnte ihre Tür öffnen und war startklar. Ich musste noch warten weil  ich meine Tür nicht öffnen konnte, aber irgendwann war das auch geschafft. Fährfahrten sind immer Stress.

Jetzt wollten wir einen Platz anfahren, gelesen in einem Buch aus der „Womo Reihe“. Die GPS Daten waren korrekt , aber der Hinweis es sei ein Übernachtungsplatz war falsch. Die Rancher klärten uns freundlich darüber auf, dass Übernachtungen im Naturschutz Gebiet nicht erlaubt ist. Also zum  nächsten Ziel.

Sagiada

Stellplatz   GPS    N 39°-38′- 03,5     E  20°- 10′-16,2

Ein kleiner Fischerort mit vielen Tavernen. Wir standen direkt am Wasser und konnten den Fischern bei der Arbeit zu sehen. Unser erster Tag in Griechenland krönten wir in einem Fischlokal mit einer gegrillten Dorade, sehr lecker.

Ioannina

Freitag  02.Febr. 2017

Stellplatz:  Parkplatz im Zentrum der Altstadt   GPS  N 39°- 40′-20,4    E 20°- 51′-19,5

Wir fuhren von Sagiada die gleiche Strecke, 25 km zurück nach Igoumenitsa. Heute schien die Sonne und man konnte die schöne Strecke genießen. Diese führte durch kleine Orte, im Vorgarten und am Straßenrand Orangenbäume. Immer wieder waren rechts und  links von der Straße Orangenplantagen. Im Hinterland begleiteten uns die Berge.

Natürlich mussten wir auch bei einem Straßenhändler halten und einen 10 kg Mandarinen für 4.-€ kaufen. Sofort probiert, lecker. In Igoumenitsa war noch ein Besuch bei Lidl fällig. Jetzt ging es die N 90 entlang. Eine Bergstrecke mit immer wieder  schöne Aussichten bis Joannina. Unterwegs trafen wir einen Schäfer mit seiner  Herde und auf dieser menschenleeren Straße konnten wir noch ein Schwätzchen halten denn er sprach etwas Deutsch.

Joannina, eine  schöne Altstadt mit kleinen Läden mit dem üblichen Angeboten. Auffallen viele Läden mit Silberschmuck und vielen anderen Gegenstände aus Silber, sehr hochwertig und war auch nicht preiswert. In anderen kleinen Läden wurden Dienstleistungen angeboten, auch Handwerker zeigten ihre Ware. Wir hatten die Gelegenheit einem Kupferschmied bei der Arbeit zu zuschauen.IMG_4413

Wie im Orient üblich waren die einzelnen Zünften in verschiedenen kleinen Straßen aufgeteilt.  An der Promenade lag ein Boot welches uns zur Klosterinsel im Pambotisee brachte. Nach 10 Minuten Überfahrt legten wir wieder an und begannen unseren Rundgang . Auf dieser Insel stehen 5 Klöster, davon konnte nur eine Kapelle besichtigt werden. Die anderen waren mehr oder weniger verfallen. Auch auf dieser Insel  sind viel Läden mit Silberschmuck und natürlich Souvenirs in allen Ausführungen. Da die Insel ein Touristen Ziel ist dürfen die vielen Restaurants nicht fehlen. Jetzt fehlt nur noch der Besuch  der Aslan-Moschee ( heute ein städtisches Museum). Die Moschee steht in der Altstadt und wurde 1618 von Aslam Pascha erbaut. Im Innenhof findet man  die alten Kanonen und Kugeln. Auch einige Funde von Ausgrabungen konnte man bewundern. Die meisten Gegenstände weich zum Museum gehören, sind Geschenke berühmter Familien aus Ioannina.

 

Konitsa

Sonntag  Febr. 2017

Stellplatz:  N 40°-03′-01,9     E 20°-45′-00    ein Parkplatz mit gekennzeichneten Stellplätzen und Wasser.

Die Bergstraße führte durch das Pintos Gebirge, sehr gut zu befahren und wieder mit tollen Aussichten. Angekommen machten wir einen Rundgang durch den Ort und  fanden eine nette Taverne, welche sehr gut besucht war. Für uns war auch die richtige Zeit zum essen. Der Wirt konnte etwas Englisch und  freute  sich uns zu beraten und später bekamen wir noch Tipps was wir uns  unbedingt ansehen müssen. Das Essen war typisch Griechisch und es hat sehr gut geschmeckt, soviel hatten wir schon lange nicht mehr gegessen. Der Wirt war der Überzeugung das wir nun nicht mehr den einen km zum Platz laufen konnten und bestand darauf uns mit seinem PKW  „nach Hause“ zu fahren. Was uns natürlich freute, denn jetzt machte sich der Wein bemerkbar den wir getrunken haben. Am nächsten Morgen fuhren wir zu einer Steinbrücke, diese wurde 1870 in einer artistischen Konstruktion erbaut und ist noch heute für Fußgänger zu überqueren.

 

Kastorin

Montag 6. Febr.2017

Vorweg gesagt, es war eine  ereignisreicher Tag.

Wir fuhren weiterhin durch das Pintos Gebirge über eine gut ausgebaute Straße und das fahren machte Spaß. Bis zu dem Augenblick als keine  Straße mehr da war. Eine Schlammlawine hatte die Straße weggerissen und diese lag zum Teil in der Schlucht. Es waren schon Bagger bei der Arbeit und räumten den Schlamm weg. 

Wir stiegen aus und standen dann etwas ratlos herum. Dann winkte man uns zu und zeigte auf den frei gebaggerten Weg durch den Schlamm, wir sollten fahren. Etwas misstrauisch fuhren wir los, langsam, nur nicht stehen bleiben. Dann waren wir wieder auf einer Straße. Diese führte uns mit vielen Kurven auf 1200 Meter Höhe. Nicht nur tolle Aussichten und gewaltige Tiefblicke, nein eine Winterlandschaft rundete das Bild ab.

 

Zur Kaffeezeit steuerte ich einen großen Platz am Straßenrand an, mit Kies bedeckt machte er einen guten Eindruck. Ich fuhr noch etwas weiter um für Hannelore Platz zu machen, dass war ein Fehler. Ich sank mit den Hinterräder ein, es ging weder vorwärts noch rückwärts, die Vorderräder hatten sich nun auch in den Boden gegraben. Jetzt erstmal Kaffee trinken, unseren Kuchen essen, Nerven beruhigen, ich stand ja fest mit viel Boden unter den Rädern. Danach ging ich die wenigen Meter zurück zur Tankstell, dort hatten wir vorher getankt. Der Tankwart telefonierte sofort mit einem Freund, der kam mit seinem Schaufelbagger, schaufelte noch Kies hinten den Räder und zog mich nach hinten raus. Ein Trinkgeld wollte er nicht haben und wünschte uns eine gute Fahrt. Bisher hatten wir  nur freundliche und hilfsbereite Menschen kenngelernt. Unser Ziel war ein Kloster, wo wir Übernachten wollten. Aber die Straßen in Kastorin waren eng und teilweise zugeparkt. Das Risiko sich da durchzuquetschen war uns zu hoch und das Ziel war es uns nicht wert. Wir fanden einen anderen angenehmen Platz und hatten eine ruhige Nacht.

Thessaloniki

Dienstag 7. Febr. 2017

Stellplatz: N 40°-30′-10  E 22°-58′-15    auf dem Hof der  Caravan Firma Zampetos

Der Eigentümer sehr freundlich, gab uns viele Tipps und bestellte auch für uns ein Wäsche Abholservices.

Thessaloniki eine lebhafte Stadt, die zweitgrößte in Griechenland. Wir sind mit dem Bus incl. umsteigen für 1,10 € gefahren. 45 Minuten hat die Fahrt gedauert und wir konnten schon mal  den ersten Eindruck bekommen. Der Bus war fast immer überfüllt, aber wir wurden immer gleich als Deutsche erkannt, warum auch immer. Im Bus waren einige Griechen mit guten Sprachkenntnissen und wir wurden angesprochen. Man erzählte uns wo in Deutschland gearbeitet wurde. Dann fragte man uns was wir uns alles ansehen wollten. Kaum war die Frage beantwortet, diskutierten alle Leute im incl. dem Fahrer, was für uns am besten ist. Bei der ersten Fahrt stieg ein Grieche extra mit uns aus um uns den Weg in die richtige Richtung zu bringen. Am nächsten Tag das gleiche Spiel, diesmal bekamen wir den Rat, wir sollten den Bus Nr 50 nehmen. Aber wo hielt dieser? eine Frau stieg mit uns aus und brachte uns zur Haltestelle. Die Freundlichkeit der Menschen ist nicht zu übertreffen. Saloniki hat viele Sehenswürdigkeiten und fast alle sind Fußläufig zu erreichen. Vom „Weißen Turm“ das Wahrzeichen der Stadt begannen wir unseren Rundgang.

 

Mit der Linie 50 haben wir dann auch noch das gesehen was etwas weiter war.  Es ist keine historische Sehenswürdigkeit aber genau so interessant der „Basar“. Aufgeteilt in Gängen mit Textilien, Obst und Gemüse , Fisch in großer Auswahl und Fleisch. Die Schweinehälften hingen vom Vorbau herunter und für den Kunden wurde das gewünschte Stück heraus geschnitten. Aufgereiht lagen die Schweineköpfe mit heraushängender Zunge am Stand. Gegenüber zeigten die Fischhändler ihre Ware und der Geruch überdeckte den des Fleisches. Lebende Hühner und schon gerupfte und auch geteilte  lagen nebeneinander. Es war ein Wohltat zu den Obst und Gemüse Stände zu kommen, dort war alles sehr schön dekoriert. Der Käsemarkt war verlockend dort etwas zu kaufen, Es gab einige kleine Tavernen und wir ließen es uns nicht nehmen dort bei einem Imbiss dem Treiben zu zusehen.

Das Kontrastprogram die Promenade mit schicken Häusern und teuren Wohnungen, die schicken Bars und Kaffees zu betrachten und auch zu besuchen, eben teuer. Die Einkaufsmeile mit  tollen Geschäften und alles war gut besucht.

Kavala

Samstag 11.Febr. 2017

Stellplatz: Thesis Timari  N 40°-59′-34    E 24°- 36′-17     ein kleiner Fischerhafen ca 40 km hinter Kavala.

In Kavala sind wir erst zum großen Parkplatz am Hafen  gefahren. Dieser war überfüllt und wir parkten auf dem Busstreifen, aber übernachten wollten wir hier nicht. Wir besichtigten die Altstadt mit dem Castel – eine byzantinische Festung. Kavala wurde im 7 Jahrhundert v. Chr. gegründet. Der heutige Name Kavala stammt von der Bedeutung als wichtige Poststation, an der die Pferde gewechselt wurden ( italienisch „cavalla“). Steil ging es Bergauf und immer wieder Treppen. Im Castel angekommen hatte man einen atemberaubenden Blick über den Hafen und die Stadt. Von hier oben könnte man meinen es ist eine „Weiße Stadt“. Der Weg hinunter ging noch verwinkelter und ich staunte wie gekonnt ein PKW die steile Gasse hochkam in der noch engeren Kurve wendet und dann seinen Parkplatz hatte. Übung macht eben den Meister. Im Hafen angekommen fuhren wir zu dem kleinen Fischerhafen.  Es war nur 7 Grad und eisiger Wind, so verzichteten wir auf einen Strandsparziergang.

Chalkidiki

Sonntag 12.Febr.2017

Stellplatz: N 39°-59′-31     E 23°-53′-33   am Strand

Wir hatten eigentlich geplant weiter nach Alexandroùpoli zu fahren. Aber so richtig interessantes über diese Stadt konnten wir nicht finden und in anderen Reiseberichten lasen wir, dass die Stellplatz Möglichkeit nicht vorhanden ist. So fuhren wir  zurück, unser Ziel Chalkidiki und steuerten den Mittelfinger Sithania an.  Wir hatten eine Adresse bekommen von einem Manager eines Hotels, dass wir auf den Parkplatz,  eine wunderschönen Anlage, übernachten dürften. Er hat  nur vergessen zu erwähnen das das Hotel zu diesem Zeitpunkt geschlossen hatte. Also weiter zu einigen CP, alle geschlossen. Weiter bis zur Südspitze bis wir einen Stellplatz am Strand gefunden hatten. Wenn es Badewetter gewesen wäre, hätte man das hier herrlich ausnutzen können.

So  fuhren wir an nächsten Tag weiter. Sicherlich ist die Insel sehr schön, aber wir waren zur falschen Zeit da.

Katerini

Montag 13. Febr.217

Stellplatz in Korinos  N 40°-19′-13  E 22°-37′-39

Wir nahmen diesmal die Autobahn, denn wir wussten, das diese um  Thessaloniki herumführt. Denn auf das Verkehrschaos durch die Stadt wollten wir verzichten. So erreichten wir Korinos recht zügig. Wir standen direkt am Strand und nahmen die Gelegenheit wahr, einen längeren Spaziergang zu machen. Auch wenn die Temperatur auf 10 Grad gestiegen war, sorgte der kalte Wind dafür einen Schritt schneller  zu gehen. Am  nächsten Tag wollten wir nach Katerina  fahren. Vor 40 Jahren war ich schon einmal hier und  war gespannt ob sich viel geändert hatte. Ich weiß nicht genau was ich Erwartet hatte, vielleicht etwas schöner und wesentlich größer. Die Ansätze waren damals schon da, aber weiter gekommen ist man nicht. Somit verzichteten wir einen ganzen Tag zu verbringen. Zumal wir schon das nächste spannende Ziel vor Augen hatten.

Meteora Klöster

Dienstag 14.Febr. 2017

Bis nach Kalambaka hatten wir eine  längere Fahrt  vor  uns und wir  beschlössen die Autobahn zu fahren. Auch wenn diese Maut kostet, dafür fuhren wir entspannt. In Kalambaka angekommen folgten wir der Ausschilderung. Wir hatten GPS Daten von einem Stellplatz mit Restaurant und dieses steuerten wir erstmal an um am nächsten Tag zu den Klöster zu fahren. Kaum standen wir kam der Wirt sofort auf uns zu, alles frei, frei stehen, frei Wasser, Strom  kostet 5 €. Heute müsst ihr essen, Mama kocht, er zählte alles auf, auch mehrmals. Als wir uns  den Wirt betrachteten ging mit uns die Phantasie durch, wie wird wohl das Essen sein. Hannelore schüttelte den Kopf und  rümpfte die Nase. Wir zogen es vor weiter  zu fahren und fanden am Kloster Varlaam eine geeigneten Stellplatz.

Von hier hatten wir einen gigantischen Blick in tiefe Schluchten und den weiteren Klöster. Leider hatten wir Pech die Klöster waren alle geschlossen bis auf kleines Kloster. Die Straße führte zwischen den steilen Konklomerarfelsen, ein gigantischer Anblick. Auf diesen Felsen stehen jeweils ein Kloster wie aufgeklebt, durch Abgründe getrennt.

Der Name Metèora leitet sich von metèorizo ab, was in die “ Höhe heben“ bedeutet. Deshalb auch die schwebende Klöster. Wenn das Wetter diesig ist bekommt man durchaus den Eindruck. Es waren einmal 24 Einzelklöster und  Eremitagen- hiervon sind nur noch 6 bewohnt und zu besichtigen. Heute kann man die Klöster bequem über Treppen erreichen. Früher wurden Lasten und auch Besucher in großen Netzen an einem Seil hochgezogen. Oder man musste auf eine mit Seilen zusammengebundene Leiter hochsteigen, immer mit Blick in den Abgrund.

Diese Klöster gehören zum UNESCO -Weltkulturerbe.

Lamia

Mittwoch 15.Febr.2017

Stellplatz an heißen Quellen  N 38°-48′-12,3  E 22°-29′.51,1

Von den Klöster fuhren wir auf die E 65 welche uns direkt zu unserem nächsten Ziel gebracht hätte, wenn ich diesmal nicht vorgefahren wäre. Es wurde eine  schöne Fahrt, die Straße führte in vielen Serpentinen durch das Gebirge. Nach dem Motto was rauf geht, geht auch wieder runter. Aber diesmal waren es nicht viele Serpentinen und eine immer breitere Straße. Wir näherten uns unserem Ziel und einer großen Baustelle. Nicht so richtig zu überblicken wo es weiter geht, aber ein Blick auf mein Navi hätte genügt. Aber nein, ich war ganz stolz das ich das Schild Lamia in kyrillischen Buchstaben entziffern konnte und bog zügig ab und  Hannelore hinterher. Ersteimal  sah es gut aus, aber dann. Mein Navi wollte nicht mehr rechnen. Die Straßen wurden immer enger und dazu noch parkende Autos auf beiden Seiten. Dann kam der Augenblick wo wir für ein Verkehrschaos sorgten. Keiner kam mehr vorwärts oder rückwärts. Busfahrer mit ihrer täglichen Chaos Erfahrung sorgten für Entwirrung. Jetzt hatten wir eine etwas vernünftigere Straße erreicht und wir konnten aufatmen. Die Freude dauerte nicht lange, die Straße war gesperrt und ich fuhr zögerlich die Umleitung in eine sehr enge Straße. Als ob ich es geahnt hätte sie wurde noch enger und ich kam nicht mehr um die Ecke wegen der parkenden Autos, wir steckten fest. Wenig später kam  ein Rollerfahren und erkannte die Situation, no Problem, alles gut, und lotzte mich cm für cm um die Ecke und weiter durch die Straße mit 20 % Gefälle. Er hielt das eine und andere Auto an und bat für uns Platz zu machen und dann waren wir wieder auf der Straße mit der Baustelle. Von Hannelore hörte während dieser Aktion kein Wort über Funk, sie hatte nur einen Gedanken, wo Irene durchkommt komme ich auch durch und man kann sagen , sie klebte fast an meinem Nummernschild. Jetzt sprach auch mein Navi wieder mit mir. Zu unserem Ziel mussten wir noch 14 km geradeaus fahren. Das hätten wir Stunden vorher auch haben können.

Den Nachmittag an den heißen Quellen hatten wir uns verdient und unsere Nerven auch.

 

Athen

Donnerstag 16. Febr.2017

Camping Athina

Diesmal wollten wir auf einen CP fahren, was wir in einer Großstadt immer machen. Es gab einen Platz sehr Stadt nah und nicht weit von der Autobahn. Um  nicht durch Athen zu fahren wählten wir diesen Platz und die Autobahn. Wir zahlten für die 200 km 31 € Maut dafür hatten wir entspanntes fahren und mit 2x abbiegen von der Autobahn waren wir am Platz.  Am nächsten Tag ging es mit Bus ( vor dem Platz) und U-Bahn zur Akròpolis. Es ist das bekannteste Monument der Antike. Den Griechen gilt es als Nationaldenkmal, auf dessen heiligen Boden die Aufseher weder das rauchen noch den Verzehr eines Sandwiches gestatten. Die Akròpolis

(griech. Hochstadt) erhebt sich auf einen 156 m hohen Felssockel über der Ebene von Athen. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zu den Inseln im Saronischen Golf.

Es ist wenig von der ursprünglichen  Festung übriggeblieben. Die Griechen restaurieren die Bauten heute einem Idealbild gemäß, auf das sich der Stolz der Nation begründet-auch in den nächsten Jahren wird die Akròpolis eine Großbaustelle sein.

Fast alle berühmten antike Stätten liegen in unmittelbaren Umkreis der Akròpolis. Die meisten von ihnen sind ins verkehrsberuhigte Altstadtviertel Plaka eingestreut. Vorwiegend Tavernen und Souvenir Geschäfte prägen dessen Hauptgassen. Zwischen Monastiràki Platz ( U-Bahn) und Thisso erstreckt sich das Flohmarkt Viertel. Der Monastiràki  Platz wird bestimmt vom Straßenhandel, Restaurants und Kaffees. Auf diesem Platz verweilten wir noch eine  Weile, es ist interessant und sehr unterhaltsam dem Treiben zu zusehen.

 

Für Heute haben wir genug gesehen und viele  Eindrücke gesammelt. Jetzt kam die größte Herausforderung, mit der U- Bahn zurück zu Bushaltestelle. Die U-Bahn ist ein mehrstöckiges Labyrinth und mit viel fragen und falsch laufen hatten wir dann endlich die richtige Bahn gefunden und dann auch unseren Bus.

Piräus

Der Schlager “ Ein Schiff wird kommen“ lässt Erwartungen offen.

Diesmal  war es  einfach, mit dem Bus fuhren wir bis zur Endstelle und wir waren im  Hafen. Man muss sich Piräus nicht als romantisch – verruchte Hafenstadt vorstellen deren Bild Filme wie “ Sonntags nie“ vermuten lassen. Im Hafengelände fanden wir Frachter, Fähren, Kreuzfahrtschiffe und wir standen etwas enttäuscht herum, irgendwie hatten wir es uns anders vorgestellt. Ein Taxi hielt und der Fahrer erklärte  uns das Touristen alle zum Yachthafen fahren. Er würde uns hinfahren,  nannte uns den Preis und als Zugabe noch eine kleine Stadtrundfahrt. Hier fanden wir dann den Hafen Flair den wir suchten. Kleine Fischerboote an der Mole liegend, weiter im Hafen große private Yachten, hier schwimmt das Geld.

Am Ufer reichten sich ein Restaurant an das andere mit Meerblick. wir konnten das Meer nur durch die Fenster der Restaurants sehen. Wir bummelten an der  Meile entlang bis zum Ende. Dort machten wir Pause in einem Kaffee mit Blick auf das Wasser und das Treiben.

Wir hatten mit dem Fahrer einen Abholtermin vereinbart und er  war pünktlich an der vereinbarten Stelle da. Im Hafen brauchten wir nicht lange auf den Bus warten und wir fuhren nun 45 Minuten durch den Feierabend Verkehr zurück. Morgen geht es weiter Richtung Peleponnes.

 

 

 

St.Pied de Port

21.März

Unser letztes Ziel unserer Reise ist St.Pied-de-Port, hier starten die Pilger, was mir noch gut in Erinnerung ist. Der Weg dahin führte über die Pyrenäen. Die Strecke war sehr anspruchsvoll mit vielen Kurven und Kehren. Wir schraubten uns auf bis auf 1140 m hoch, hier war noch Winter und wir hätten im Schnee wandern können, aber das haben wir lieber den Pilgern überlassen. Auf halben Weg in 950 m Höhe haben wir nochmal Halt in Roncesvalles gemacht.

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Eine Klosteranlage und das erste Ziel der Pilger. Eine schöne Fahrt mit vielen Erinnerungen. Am nächsten Tag wurde der kleine historische Ort besucht. Wo die Pilger ihren Weg anfangen, beenden wir unsere Reise. Der Kilometerstand ist 6461,3 km

Nun geht es zurück durch Frankreich nach Hause. Auf diesem Weg werden wir noch einige Übernachtungen haben und ich kann mich schon mal auf mein zu Hause freuen.

Fazit dieser Rundreise, sie war sehr Erlebnisreich, haben viel Geschichte und Kultur erlebt. Viele nette Menschen getroffen und immer Hilfsbereitschaft und Rücksicht erfahren. Schon einmal den Sommer gefühlt und den Frühling gesehen auch Schnee und Regen haben nicht gefehlt. Insgesamt sehr spannend.

 

Pamplona

20. März

Sonne zum Frühstück hier in Pamplona. Wie immer geht es mit dem Bus in die Stadt. Gelesen hatte ich, dass keine großartigen Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Bekannt ist diese Stadt vor allem durch die Stierkämpfe in der großen Arena und das Stier Treiben durch die engen Gassen der Altstadt. Diese wirkt durch die Enge und hohen alten Häuser sehr dunkel und schmuddelig,  einige wenige größere Plätze hellen das Ganze etwas auf. Insgesamt ist die Stadt farblos, aber wir haben für etwas Farbe gesorgt und kauften uns pinkfarbene Regen Umhänge, war auch nötig, das Wetter hat nicht gehalten was der Morgen versprochen hatte.

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Der Rundgang war dann auch schnell beendet und zum Trost wollten wir uns ein Essen gönnen. War auch nicht möglich, die Restaurants die uns zusagten konnten wir nur bis 14 Uhr und ab 20,30 Uhr Essen. Die anderen machten einen genauso schmuddeligen Eindruck wie die Stadt. Jetzt regnete es stark und wir fuhren lieber mit dem Bus zum Womo, denn da war ist der Kühlschrank gut gefüllt. Das Umfeld von Pamplona ist sehr großzügig gebaut, mit Trabantenvierteln und große Parkanlagen mit Freizeitsport Möglichkeiten.

 

Estella

19.März

Wir fuhren bei Nieselregen los, unser Ziel sollte Logroño sein. Auf dem Weg dorthin legten wir noch einen Stopp in Santo Domingo de la Calzada ein. Diese Stadt wurde nach einem Heiligen benannt. Dieser verstand sehr gut das die Pilger nach Santiago Compostella wandern wollten und sorgte schon im Jahr 1040 dafür, dass die Versorgung und die Wege besser wurden. So entstand im laufe der vielen Jahren diese Stadt. Als Mittelpunkt der Altstadt ist eine Kirche im gotischen Stil. Die Kirche immer wieder erweitert bis zu einer Kathedrale.

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Diese hat eine Besonderheit. Es gibt an einer Wand einen kleinen Käfig mit einem lebenden Hahn und einer Henne, noch heute.

Natürlich gibt es auch eine Geschichte dazu:

Unter den vielen Pilgern die in dieser Stadt Halt machten, befand sich auch ein Ehepaar mit einem 18 jährigen Sohn Hugonell aus Xanten. Die Tochter des Gastwirtes verliebte sich in den Jungen. Aber ihm war das gleichgültig und das Mädchen schwor Rache zu nehmen. Sie versteckte einen silbernen Becher in seinem Gepäck, und als die Pilger ihre Reise fortsetzten, zeigte das Mädchen den Diebstahl an. Nach dem Gesetz wurde dieser Diebstahl mit dem Tode bestraft und der unschuldige Junge wurde gehängt. Als die Eltern kamen um Ihren erhängten Sohn zu sehen, waren sie überrascht als sie die Stimme ihres Sohnes hörten, die ihnen erzählte, dass der Heilige Domingo de la Calzada sein Leben erhalten habe. Die Eltern eilten zum Richter und berichteten ihm von dem Wunder. Ungläubig erwiderte dieser, ihr Sohn sei so lebendig wie der gebratene Hahn und Henne, die er soeben verspeisen wollte. Unmittelbar darauf sprangen die Tiere vom Teller und fingen an zu gackern.

Die Symbole Henne und Hahn sind in der ganzen Stadt verteilt und in allen möglichen Ausführungen als Mitbringsel zu kaufen.

In Logroño angekommen fanden wir einen schönen Stellplatz in einem Naturpark, aber bei dem Regen im Wald herum laufen, soviel Natur  wollten wir nun auch nicht.

Also nach einen Pause weiter nach Estella, waren nur noch 50 km zu fahren. Hier stehen wir nun und hoffen auf Sonnenschein, nun ja, etwas besseres Wetter wäre auch gut. Alles hat zwei Seiten, so habe ich Zeit mein Tagebuch zu schreiben.

Finisterra

14.März

Das Ende der Welt.

Hier hin bin ich auf meinen Weg nicht mehr gegangen. Wenn man am Leuchtturm steht. Auf einer Landzunge an einer Steilküste wo das Meer brandet, kann man glauben das hier das Ende ist, so haben es seinerzeit die Römer gefühlt.

 

Hier steht der 0,00 km Stein des Jakobswegs. Obwohl der Weg bis Finisterra nicht zum Jakobsweg gehört. Er wurde schon im 12 Jh. erwähnt als das “ Ende der Welt “

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Ansonsten ist aus dem bescheidenen Fischerort eine Stadt geworden.  Auch die Straßen breit, so wie  es uns gefällt. Der Stellplatz der ausgewiesen war, gab es nicht mehr. Der Zufall kam uns zu Hilfe  und  wir fanden einen Platz mit Blick über den Hafen.

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Burgos

18. März

In Burgos bin ich nun zum dritten mal. Mein erster Besuch war etwas ganz besonderes, hier endete eine Tagesetappe auf dem Jakobsweg. Über die Brücke gehen und durch das Tor schreiten dann den Blick auf die Kathedrale.

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Atemberaubend und man wird ganz andächtig. Das zweite mal war ich mit dem Womo auf dem Weg nach Marokko hier und heute ist wieder Station hier. Die Kathedrale zu besichtigen ist immer wieder ein Erlebnis.

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Auch die Fahrt dahin. Wir fuhren auf die Autovia Camino de Compostella, eine Autobahn fast ohne Autos. Sonst hatten wir die Gelegenheit die Landschaft zu bewundern. Diesmal war nichts zu bewundern. Rechts und links alles grau, braun und noch kahl. Das zarte Grün der Felder und Wiesen war der einzige Farbfleck. Hie hat der Frühling noch keinen Einzug gehalten. Aber Abwechslung hatten wir trotzdem. Ab und zu war vor und ein LKW, den galt es zu überholen, ansetzen zum Spurt und vorbei. Auf einer Stecke von 189 km hatten wir 5mal das Vergnügen.

Santiago de Compostela

12.März

Weiter geht es nach Santiago de Compostella, hier kommen Erinnerungen auf. Das war das Ziel meiner Wanderung auf meinen Jakobsweg. Heute bequem mit dem Womo werde ich den Weg zurück fahren. Glück muss man haben, ohne hin und her zu irren haben wir den Campingplatz gefunden. Schnell häuslich nieder lassen, denn wir wollten sofort mit dem Bus ins Zentrum fahren. Die entsprechenden Informationen bekamen wir von der Rezeption. Schon einmal die Kathedrale besichtigen und durch die engen Gassen schlendern. Natürlich darf das kaufen eines Souvenirs nicht fehlen. Gegen 17 Uhr haben wir unsere Pilgermahlzeit genommen. Brot, Vor-Haupt-Nachspeise , 1 Cola und 1 Flasche Wein für je 10 €. Jetzt konnte man noch gut draußen sitzen aber gegen Abend wurde es empfindlich kühl.

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Am nächsten Tag haben wir um 12 Uhr die Pilgermesse besucht. Es waren nicht so viele Pilger anwesend, es war noch etwas früh im Jahr. Es wurde auch nur eine einfache Messe gelesen. Für den Pilgersegen wurde der große Weihrauchkessel von  6 Männern geschwenkt . Als Abschluss tranken wir noch einen Kaffee und fuhren mit dem Bus zum Womo. Dort machten wir uns im Sonnenschein einen gemütlichen Nachmittag.

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